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Lisega

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Insgesamt 1384 Bewertungen
Bewertung vom 27.07.2016
The Holy Thief / Cadfael Chronicles Bd.19 (eBook, ePUB)
Peters, Ellis

The Holy Thief / Cadfael Chronicles Bd.19 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Der 19. Band der Mittelalter-Krimireihe von Ellis Peters schließt thematisch an den Fall „The Potter’s Field“ (Band 17) an. Damals flohen Mönche aus dem geplünderten und besetzten Kloster Ramsey Abbey, nun wurde mit dem Tod von Geoffrey de Mandeville dem anarchischen Treiben in den Fens ein Ende gesetzt und die Benediktiner bauen die Abtei wieder auf. Auch im Kloster von Shrewsbury tauchen im Februar 1145 zwei Brüder auf, um Spenden für den Wiederaufbau einzutreiben: Subprior Herluin und der musikalisch begabte junge Mönch Tutilo. Als während eines Hochwassers die Kirchenschätze des Klosters vor den Fluten in Sicherheit gebracht werden müssen, verschwindet dabei die wertvolle Reliquie der Heiligen Winifred. Wer hat den frevelhaften Diebstahl begangen? Die Mönche aus Ramsey Abbey? Oder das Gefolge des Spielmanns Rémy Pertuis, der zufällig im Kloster weilt? Als ein wichtiger Zeuge ermordet wird, scheint alles auf Tutilo als Täter hinzuweisen …

„The Holy Thief“ gehört zu den komplexeren Fällen der Cadfael Chronicles. Die Suche nach der verschwundenen Reliquie führt in andere Städte und Grafschaften und bringt interessante Charaktere wie die Sklavin Daalny oder den Earl of Leicester ins Spiel. Wie dieser die beiden Streithähne Prior Robert und Subprior Herluin aufmischt, ist sehr amüsant. Auch der Handlungsstrang um den begabten Tutilo, der der sterbenden Lady Donata Blount (bekannt aus Bd. 17) vorsingt und von ihr durchschaut wird, ist von Ellis Peters einfühlsam in Szene gesetzt. Bruder Cadfael und Sheriff Hugh Beringar sind zwar immer dabei und bringen die Ermittlungen voran, aber letztlich werden der Diebstahl und der Mord anderweitig aufgelöst. Trotzdem ein sehr spannender, amüsanter und unterhaltsamer Fall der Reihe!

Bewertung vom 21.07.2016
Wir sind die Neuen
Gisela Schneeberger,Heiner Lauterbach,Michael...

Wir sind die Neuen


sehr gut

Alte WG-Kameraden der 68er-Generation ziehen wieder zusammen und ecken mit Vertretern der karrierebewussten neuen Studentengeneration an – auf dieser Konstellation basiert die unterhaltsame Komödie „Wir sind die Neuen“. Aus dem Aufeinandertreffen der grundverschiedenen Nachbarn ergeben sich viele amüsante Szenen, aber der Regisseur Ralf Westhoff streut auch etwas dezente Sozialkritik ein. Der Mix aus herrlicher Situationskomik und nachdenklichen Passagen hat mir gut gefallen, und die Schauspieler sind einfach wunderbar in ihren Rollen – allen voran Gisela Schneeberger als resolute Anne und Michael Wittenborn als sanfter Johannes. Dass die Komödie auf ein versöhnliches Ende zusteuert, ist ziemlich bald klar, und die Annäherung von Jung und Alt ging mir dann auch etwas zu schnell. Auch wird manches Klischee überstrapaziert, aber grundsätzlich ist der Generationenkonflikt witzig und flott inszeniert.

Bewertung vom 20.07.2016
SET mini (Kartenspiel)

SET mini (Kartenspiel)


ausgezeichnet

„Set“ ist eines meiner Lieblingskartenspiele, deshalb ist mir auch die Mini-Ausgabe sofort aufgefallen. In einer kleinen handlichen Dose, die in die Hosentasche passt, gibt es eine gekürzte Version des kniffligen Kartenspiels. Wie beim großen Set gilt es, Karten zu gewinnen, indem man ein passendes Set aus drei Karten in der Auslage entdeckt. Dazu müssen die Symbole die richtige Farbe, Form oder Anzahl haben – das Kriterium „Füllung“ wurde der Einfachheit halber gestrichen. Auch sind in der robusten Dose nur 27 (runde) Karten (im großen Spiel sind es 81), aber es ist ja auch nur für eine schnelle Runde unterwegs gedacht. Ansonsten gilt: Es können wieder bis zu 8 Spieler mitmischen, und Konzentrationsfähigkeit und Auffassungsgabe sind genauso gefordert wie beim großen Spiel!

Bewertung vom 15.07.2016
Die Insel, DVD-Video
Ewan Mcgregor,Scarlett Johansson,Djimon Hounsou

Die Insel, DVD-Video


sehr gut

Eigentlich bin ich kein Fan von Michal Bay-Filmen. „Die Insel“ ist eine Ausnahme: Zumindest in der ersten Hälfte des Films wird hier eine interessante Dystopie entworfen. Die Protagonisten Jordan und Lincoln leben vermeintlich mit dem Rest der Menschheit in einer Hightech-Stadt unter der Erde, nachdem die Erdoberfläche durch eine (nicht näher genannte) globale Katastrophe verseucht wurde. Doch als sie der Wahrheit auf die Spur kommen und fliehen können, wird mit der Jagd auf sie ein Bay-typisches Actionfeuerwerk entfacht. Trotz einiger übertriebener Effekte macht das Ganze aber trotzdem noch Spaß, was neben der Story an den tollen Hauptdarstellern Scarlett Johansson und Ewan McGregor liegt. „Die Insel“ ist insgesamt ein unterhaltsamer, spannender SciFi-Thriller, gut gespielt und gut gemacht.

Bewertung vom 08.07.2016
The Revenant - Der Rückkehrer

The Revenant - Der Rückkehrer


ausgezeichnet

Für seine Hauptrolle im Western-Thriller „The Revenant – Der Rückkehrer“ hat Leonardo DiCaprio endlich einen Oscar erhalten – völlig zu Recht. Denn nicht zuletzt dank seiner intensiven Darstellung ist „The Revenant“ ein mitreißender, spannender Film. Wie er den Überlebenskampf des schwer verletzten Trappers Hugh Glass darstellt, seine unglaublichen Leiden und seinen unbändigen Willen auf Rache, ist einfach klasse. Bei einigen Szenen – sei es der blutige Arikaree-Angriff zu Beginn des Films, der minutenlange Grizzlyangriff, oder die Behandlung von Glass Wunden – leidet man als Zuschauer fast körperlich mit, das Hinsehen schmerzt. Dafür kann man sich an den wunderschönen, winterlichen Landschaftsaufnahmen wiederum fast nicht sattsehen. Der ebenfalls mit einem Oscar ausgezeichnete Kameramann Emmanuel Lubezki hat hier wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Ebenfalls hervorzuheben ist Tom Hardys grandiose Darstellung des gewissenlosen Widersachers John Fitzgerald. Toller Film!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.07.2016
Sabotage

Sabotage


schlecht

Wenn ich mir einen Arnold Schwarzenegger-Film anschaue, ist klar dass mich v.a. „Äktschn“ erwartet. Gute Actionknaller können sehr unterhaltsam sein, auch wenn Story, Dialoge und logische Zusammenhänge eher nebensächlich sind. Aber so ein Schmarrn wie „Sabotage“ muss dann trotz allem nicht daraus werden. Schlechte Schauspieler, keinerlei Humor oder Selbstironie, eine hanebüchene Geschichte, und v.a. übelste Fäkalsprache auf unterstem Niveau haben mich nach ca. der Hälfte des Films vorzeitig ausschalten lassen. Diesen Film über durchwegs unsympathische, abgehalfterte Drogencops kann man sich wirklich sparen, reine Zeitverschwendung.

Bewertung vom 06.07.2016
Die Zeit, die Zeit
Suter, Martin

Die Zeit, die Zeit


weniger gut

„Die Zeit, die Zeit, ihre Reise ist weit, sie läuft und läuft in die Ewigkeit“

In Martin Suters achtem Roman dreht sich alles um die Zeit: Für den kaufmännischen Angestellten Peter Taler steht sie still, seit seine Frau Laura vor knapp einem Jahr vor der Haustür erschossen wurde. Und sein seltsamer Nachbar von gegenüber, Albert Knupp, ebenfalls Witwer, glaubt nicht an die Zeit. Sie existiert für ihn nicht, es gibt nur Veränderungen. Und diese will der alte Mann rückgängig machen, um einen ganz bestimmten Tag im Jahr 1991 zu rekonstruieren und damit wieder eine Realität mit seiner Frau zu schaffen.

Peter Talers Suche nach dem Mörder seiner Frau, die Annäherung der beiden Nachbarn, Knupps Manipulation des jungen Witwers, die langwierige Umgestaltung des Gustav-Rautner-Wegs in den Zustand von 1991 – all das beschreibt Martin Suter in gewohnt präziser und schnörkelloser Sprache, aber gepackt hat mich die Geschichte nicht so richtig. Zu abwegig war für mich das Thema, zu langatmig die Beschreibung der Rekonstruktion des Moments in der Vergangenheit (Welcher Baum muss in welcher Größe wo genau im Garten stehen?). Trotz ein paar unerwarteter Wendungen und einem überraschenden Dreh am Ende des Romans fand ich „Die Zeit, die Zeit“ nicht besonders spannend und nur mäßig unterhaltsam. Das kann Martin Suter besser.

1 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.06.2016
Schnapp den Sack (Kartenspiel)

Schnapp den Sack (Kartenspiel)


sehr gut

Schauen, rechnen, denken, schnappen: Das einfache und doch etwas fordernde Kartenspiel „Schnapp den Sack!“ ist definitiv ein Fall für Fans von schnellen Reaktionsspielen. Denn wer als erstes erkennt, dass die wirklich putzig gezeichneten Tränensäcke, Dudelsäcke, Wandersäcke oder frechen Säcke auf den ausgelegten Karten die per Zielplättchen definierte Anzahl ergeben, muss schnellstens „Zacki“ den Sack ergreifen. Wie bei ähnlichen Spielen, z.B. „Halli Galli“ oder „Jungle Speed“, besteht da schon mal Verletzungsgefahr, wenn alle gleichzeitig zum richtigen Rechenergebnis kommen ;-) Am witzigsten ist „Schnapp den Sack!“ zu viert oder fünft. In der Spielanleitung wird von den sechs Zielplättchen die „6“ als normale Rechenaufgabe vorgeschlagen; aber wer will, kann mit mehreren Zielplättchen den Spielablauf variieren und anspruchsvoller (bzw. chaotischer) gestalten. Ein nettes Spiel für Zwischendurch – allerdings einen Stern Abzug, weil unser „Zacki“ schon relativ bald ein Loch hatte (da waren wir wohl im Eifer des Gefechts zu grob zu ihm).

Bewertung vom 29.06.2016
Flori Vielfraß (Kinderspiel)

Flori Vielfraß (Kinderspiel)


ausgezeichnet

Auf die Blätter, fertig, los! Bei „Flori Vielfraß“ können bis zu vier Kinder ab 4 Jahren an einem lustigen Raupen-Wettrennen teilnehmen. Jede Raupe besteht aus einem Kopf und – beim Start – drei bunten Teilen; ob man sich fortbewegen darf, wird per Farbwürfel bestimmt. Zahlen müssen die kleinen Spieler also noch nicht beherrschen. Unterwegs werden ausgelegte Raupenteile angefuttert, und wer als erster das dritte Futterteil verspeisen kann, gewinnt. Ein kurzes, aber witziges Spiel mit wirklich schönem Spielmaterial aus Holz. Wem eine gerade „Rennstrecke“ zu langweilig ist, kann übrigens auch Kurven für die Raupen einbauen. Und auf der Webseite von Amigo gibt es noch eine Anleitung für die Variante „Das große Wettfuttern“ als Download, wo die Raupen kreuz und quer über den Tisch bewegt werden und sich sogar gegenseitig anknabbern dürfen ;-)

Bewertung vom 20.06.2016
Rubinrot / Saphirblau: Doppeledition - 2 Disc DVD
Jannis Niewöhner/Maria Ehrich

Rubinrot / Saphirblau: Doppeledition - 2 Disc DVD


sehr gut

Gleich vorweg: die „Liebe geht durch alle Zeiten“-Trilogie von Kerstin Gier habe ich nie gelesen, insofern konnte ich „Rubinrot“ und „Saphirblau“, die Verfilmungen der ersten beiden Bände, völlig unvoreingenommen und frei von schon bestehenden Bildern in meinem Kopf anschauen. Und ich war von diesen deutschen Fantasy-Filmen angenehm überrascht – die Geschichte ist originell und spannend, die Dialoge sind flott und pointiert, die Schauspieler machen ihre Sache sehr gut, der Soundtrack passt und die Ausstattung und Effekte (z.B. der Wasserspeier Xemerius) sind für eine deutsche Produktion super. V.a. die beiden Hauptdarsteller konnten mich überzeugen; Maria Ehrich und Jannis Niewöhner verkörpern das Zeitreise-Pärchen Gwen und Gideon perfekt und bringen die Irrungen und Wirrungen, die ihre ungewöhnliche Aufgabe mit sich bringt, sehr gut rüber. Ich freue mich schon auf die Auflösung des Rätsels um den Chronographen und den Grafen Saint Germain in „Smaragdgrün“, dem letzten Teil der Edelstein-Trilogie.