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Insgesamt 1469 Bewertungen
Bewertung vom 09.06.2025
Reid, Taylor Jenkins

Atmosphere


sehr gut

Was wirklich zählt

Bücher von Taylor Jenkins Reid punkte für mich vor allem immer mit den starken Frauenfiguren und dem tollen Vibe, der den Geschichten innewohnt. Dieses Buch kam für mich durch die wissenschaftliche Komponente tatsächlich fast schon überraschend, weil sonst eher die soziale Stellung der Protagonistin stärker im Fokus liegt, aber ich mochte diesen wissenschaftlichen Ansatz. Denn wen faszinieren die Sterne nicht?

Verglichen mit den anderen Werken der Autorin fehlt dieser Geschichte in meinen Augen die glamouröse Leichtigkeit, die man von ihren Büchern kennt. Dafür gewinnt man hier aber mehr Tiefe, mehr Ernsthaftigkeit, mehr Einblick in ein System, das Frauen lange diskriminierte. Das Buch ist meinen Augen nicht nur Unterhaltungslektüre, es betreibt fast schon Aufklärungsarbeit darüber, wie schwer es war nicht nur als Frau, sondern als homosexuelle Frau, in einer Männerdomäne Fuß zu fassen.

Joan ist einfach so eine starke und beeindruckende Persönlichkeit. Sie weiß was sie will und sie ist bereit alles für ihren Traum zu geben. Und gleichzeitig ist sie ein perfekte Beispiel dafür, dass Träume sich ändern können und dürfen. Diese Botschaft hat mir fast mit am besten gefallen.

Die Erzählweise ist vllt anfangs ungewohnt- während einer laufenden Weltraummission wird Joans und Vanessas Geschichte rekapituliert. Vor allem die Szenen an Bord des Space Shuttles fand ich super spannend und auch nervenaufreibend. Ich mochte die vielem Gegensätze innerhalb der Erzählung, die Stärke und Weichheit wie Joan und Vanessa verkörpern.

Das Buch liest sich unglaublich packend und richtig flüssig. Joan ist eine eher ungewöhnliche Heldin, aber dafür umso faszinierender. Mochte ich sehr.

Bewertung vom 09.06.2025
Mas, Jasmine

Blood of Hercules / Villains of Lore Bd.1


ausgezeichnet

unerwartet, aber ziemlich cool

Göttergeschichten, Mythologie und tödliche Spiele sind so eine Kombination, die eigentlich nie langweilig wird und nie enttäuscht. Und dieses B ich war tatsächlich überraschend anders. Anders, als alle anderen Bücher, die ich in dieser Richtung gelesen habe und vor allem anders als von mir erwartet. Hat mich im positiven Sinne total überrascht.

Eine Protagonistin mit einer dezenten Todessehnsucht, brutaler Macht und gestochen scharfem Intellekt? Lieben wir! Und dann noch ihre bitterböse Gewitztheit?! Ich glaube ich bin verliebt.

Alexis ist einfach nur ein absoluter Knaller und meine neue heimliche Heldin. Wenn ich groß bin, will ich sein wie sie. Spaß beiseite, wow ist die tough. Und ihre amourösen Obsessionen mit dem toten Mathematiker Carl Gauß sind einfach zum brüllen komisch. Wie sie spielerisch auf dem schmalen grad zwischen Genialität und Wahnsinn tänzelt macht einfach Spaß.

Auch die anderen Figuren sind durchaus vielschichtig und interessant angelegt, auch wenn man nicht so recht weiß, wem von ihnen man trauen kann, da sie alle sehr eigennützige Interessen zu vertreten scheinen. Am Ende gibts ein paar echt wilde, spektakuläre Enthüllungen, die total neugierig auf Band 2 machen.

Ganz ehrlich, selten ein Buch derartig genossen und dermaßen viel gelacht. Absolut genial.

Bewertung vom 09.06.2025
Wesseling, Antonia

Loverboy - Niemand liebt dich so wie ich


sehr gut

Bin absolut mindblown

Also wow, tough topic. Ich hatte ja vorher absolut keine Idee, welch absolut erschütterndes, ernstes Thema dieses Buch anschneidet. Hatte vom Klappentext her tatsächlich eine ganz andere Richtung erwartet. Wer zart besaitet ist, sollte hier unbedingt die Triggerwarnung lesen. Bin ganz ehrlich, hat mich richtig fertig gemacht. Trotzdem super wichtig, dass grade in „Frauenlektüre“ auf sowas aufmerksam gemacht wird, finde ich richtig stark.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus Lolas Sicht erzählt, daneben gibt es ein paar Kapitel aus Elias Sicht, die für mein Empfinden ein bisschen die Spannung rausnehmen, was das Ende und die Auflösung angeht und dazu sind auch noch Tagebucheinträge von Vivi eingestreut. Der Leser erhält also eine ziemlich gute Rundumsicht.

Die Tagebucheinträge lesen sich wie ein Schlag in die Magengrube. Trotzdem waren sie so ein bisschen mein Highlight und geben der Geschichte einen besonders abgründigen Twist. Hier wird richtig Spannung abgebaut. Ich war total in dem düsteren Sog der Geschichte gefangen, für mich war das ein absoluter Pageturner.

Und dann das Ende- extrem. Ich habs tatsächlich ein bisschen kommen sehen, es war trotzdem aber ein absoluter Mindf*ck. Bin geschockt und begeistert zugleich. Darf man das gut finden? War auf jeden Fall richtig

Bewertung vom 09.06.2025
Rubin, Gareth

Holmes & Moriarty


ausgezeichnet

Wilde Story

Sherlock Homes Romane gehen ja ehrlich gesagt für mich immer. Bin einfach großer Fan des deduktiven Genies und seines drolligen Sidekicks. Dass hier nun ein Bündnis mit Moriarty angedeutet wird, machte das ganze für mich nur noch interessanter und auch der Fall selbst war äußerst ansprechend skurril. Bei Adaptionen aus fremder Feder muss man sich einfach bewusst sein, dass diese nie den selben Charme wie das Original haben, wobei der Vize hier an vielen Stellen gut eingefangen wurde.

So weit, so gut eigentlich. Die Erzählweise ist etwas unglücklich, die Perspektive wechselt nämlich stetig zwischen den zwei Parteien, erzählt aus der Sicht der beiden Sidekicks. Und das ohne Kennzeichnung (zumindest in meiner Ebook-Version). Gerade am Anfang fand ich das super anstrengend da passend umzuswitchen und habe einige Passagen zweimal lesen müssen, um wieder im richtigen Geschehen anzukommen. Ich finde schon, dass man in den Flow reinfindet, da die Erzählung einem Muster folgt, aber das hätte man besser mal gekennzeichnet.

Nachdem die eigentlich verfeindete Parteien aufeinander treffen kommt ein bisschen Pfiff in die Geschichte rein. Die Todesfälle sind sowohl spektakulär als auch skurril, also absolut passend zum neuen Bündnis Holmes/Moriarty, das sich hervorragend ergänzt. Trotzdem plätschert die Geschichte eher gemütlich dahin, lässt eine ruhige Beschaulichkeit nicht missen.

Die Auflösung ist fast schon hanebüchen. Kann man machen, war aber doch für mich ein bisschen drüber. War halt aber trotz allem durchaus unterhaltsam, auch wenn es nicht an das Original heranreicht.

Bewertung vom 09.06.2025
Mclean, Jay

Losing Logan / Preston Brothers Bd.2 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Herzzerreißend

Ich dachte ja schon, ich würde Band 1 lieben und war richtig so heftig gehyped, dass ich unbedingt Nachschub brauchte. Aber wow, wie geil legt Jay McLean hier bitte nach? Hätte nicht gedacht, dass es potentiell noch besser werden könnte, aber man, dieses Buch ist der Wahnsinn. Ich hab gelacht, geweint, gelitten. Richtige Herzenslektüre hier, nach Band 1 direkt ein weiteres Highlight.

Ic h liebe ja ungleiche Paare und dieses "graue Maus trifft Badboy", nur dass Aubrey eigentlich alles andere als eine graue Maus ist. Sie ist so cool, empathisch, talentiert, mutig- ganz ehrlich, diese Reihe setzt Maßstäbe was starke, beeindruckende Protagonistinnen anbelangt. Und Logan wird seinem Badboy Image und verruchtem Ruf eigentlich null gerecht und entwickelt sich zum echten Boyfriend Material. Sorry, aber der hat die Messlatte jetzt tierisch hoch gehängt. Generell die ganze Lovestory ist toll geplottet und sehr stimmig, mit Höhen und Tiefen, Reibungspunkten und greifbarer Spannung. Aubrey und Logan haben einfach eine wahnsinnig tolle Dynamik- ich bin hin und weg.

Ich weiß gar nicht, ob ich diesen Band nicht sogar noch eine Spur heftiger fand, als den ersten, wenn auch auf eine ganz andere Art. Auf jeden Fall hat auch diesen Buch mein Herz gebrochen, nur um es glücklicherweise wieder zusammenzusetzen. Die Figuren wachsen einfach so unfassbar ans Herz und ich liebe es, dass sich auch nie Nebenfiguren spürbar entwickeln.

Ich hab dieses Buch wieder sehr geliebt.

Bewertung vom 09.06.2025
Savas, Anna

Beyond Shattered Moons / London is Lonely Bd.2


gut

Bin unentschlossen

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Ich habe Band 1 so geliebt und mit Maddie und Wes tatsächlich sehr mitgefiebert. Und dieser Band ist da ein bisschen wie ein Schlag ins Gesicht, der dazu führt, dass man sich als Leser fragt, wieso es diesen ersten Band überhaupt gibt, wenn das jetzt gefühlt alles nichts wert ist. Wenn alles austauschbar ist.

Unabhängig davon fand ich natürlich Adams Geschichte richtig stark, sogar eigentlich besser als Band 1. Und Adams Liebe die ist so verdammt besonders. Wäre dies das erste Buch der Reihe dann wäre es einfach alles. Aber das ist es nicht und davon werden diese ganzen wunderbaren Seiten irgendwie überschattet. Ganz ehrlich, zu Anfang von Band 1 war ich sowas von Team Adam, aber dann hat sich die Lovestory zwischen Wes und Maddie so unglaublich schön entwickelt, dass das für mich auch mehr als fein war. Und dann wirft dieser zweite Band einfach alles über den Haufen.

Was ich trotzdem sehr geliebt und sehr gefühlt habe, das war die Bücherliebe, die hier gefühlt aus allen Seiten fließt. Ich mochte einfach wieder alles rund um den Verlag, Maddies Liebe zu Büchern und zum Buchbinden und welche Rolle Bücher in Adams und Maddies Leben, aber auch in ihrer gemeinsamen Geschichte spielen. Das war wieder so so schön.

Das Buch liest sich wieder richtig gut, ist emotional, tiefgängig und irgendwie herzzerreißend. Aber ach man, ich kann der Geschichte irgendwie nicht so ganz vergeben, wie mit Band 1 abgerechnet wurde. Würde dieser Band allein stehen wärs für mich ne 5/5, aber bin ganz ehrlich, auf Band 3 hab ich eigentlich nicht so richtig Lust. Daher nur 3 Sterne insgesamt von mir.

Bewertung vom 09.06.2025
St. Aubin, Cynthia

Perfect Girl Paradox


sehr gut

eine unperfekte Lovestory

Am Anfang dachte ich, das Buch ist wie eine Ohrfeige. Lark, die alles hat und trotzdem so verloren, so unglücklich, so wenig ist. Die quasi an den Privilegien ihres überbehüteten, leichten Lebens erstickt. Aber mit fortschreitenden Seiten wächst Lark über sich und das ihr vorbestimmte Leben heraus.

Da hier ja mit Mental-Health beworben wird, hätte das für meinen Geschmack gerne vertieft werden können, denn die gegenseitige Anziehung der Protagonisten stiehlt hier ein bisschen sehr die Show. Das war nicht schlecht zu lesen und als Romance funktioniert das alles super, ich hatte mir nur irgendwie mehr Tiefe, mehr Konfrontation und unbequeme Ehrlichkeit gewünscht. Vor allem das Ende kam mir da sehr weichgespült vor. Das muss nichts schlechtes sein und auch ich bin ein Fan von Happy Ends, aber irgendwie kam mir das alles zu reibungslos vor.

Ich mochte die Nebencharaktere, vor allem Tammy und Linda, aber auch Nicks Mom fast schon lieber als die beiden Protagonisten, einfach weil die kein Blatt vor den Mund nehmen und sehr erfrischend witzig sind. Bei den Protagonisten gibt es zwar Entwicklung, aber da hats für mich nicht so ganz geklickt. Irgendwie hat mir da was gefehlt.

Liest sich super weg, Spicefaktor ist vorhanden, für wen das wichtig ist, hält sich aber in angenehmen Grenzen.
Ich habs quasi in einen Rutsch gelesen, weil es einfach sehr kurzweilig war.

Bewertung vom 09.06.2025
Amelia, Judith

Oath & Betrayal


gut

Hat Potential

Bin zwar nicht der größte Fan der „grauen Maus“-Vibes, die Hailey verströmt (vor allem weil Nate natürlich der total begabte, starke, reiche und tolle Hecht ist), aber ansonsten mochte ich sie als Protagonistin ganz gern. Ihre Gabe, sowie auch die von Nate kamen mir innerhalb der Geschichte insgesamt ein bisschen so kurz und ich hätte generell auch gerne noch mehr andere Gaben gesehen.

Dafür dass es am Anfang des Buches ja sogar ein Glossar für die magischen Begriffe gibt, fand ich die Fantasyelemente eher rar gesäht. Im letzten Drittel wird es etwas mehr und dadurch auch spannender, die Suspense-Momente nehmen zu. Das Ende ist sogar ziemlich gut. Ich glaube der Folgeband hat richtig Potential.

Die Chemie zwischen den Protas fand ich so lala. Es gab ein paar schöne Momente, aber genau wie die Nebenfiguren bleibt die Beziehung zwischen den Beiden eher oberflächlich.

Für mich ein eher mäßiger erster Band, der aber den Grundstein dafür gelegt hat, dass der nächste Teil ziemlich prekär und spannend werden könnte. Liest sich aber angenehm weg, sodass ich das Buch unterm Strich ganz gut fand.

Bewertung vom 06.06.2025
Oecal, Achim

Fast & Tasty


sehr gut

Schönes Kochbuch mit neuen Ideen

Ich koche schon an sich gerne, habe aber festgestellt, dass mir am Ende des Tages die Lust auf aufwendige und zeitintensive Gerichte absolut vergangen ist. Da kommt dieses Buch wie gerufen. Perfekt für alle, die ihre Freizeit nicht länger als nötig hinterm Herd verbringen wollen.

Ich finde dies ist ein sehr bodenständiges Kochbuch. Es braucht eigentlich keine ausgefallenen Zutaten, entsprechend der vorangehenden Küchenphilosophie kann man viele der Zutaten bereits als Vorräte daheim haben und die Sachen, die man kaufen muss, findet man eigentlich in jedem gut sortierten Supermarkt.

Das Buch bedient jetzt meinem Eindruck nach keine bestimmte Ernährungsweise, es sind viele verschiedene, ausgewogene Rezepte enthalten, die sich auch gut entsprechend persönlicher Referenzen abwandeln lassen, ohne ihre Raffinesse zu verlieren.

Die Rezepte sind in Kategorien wie Snacks, Salate, Veggie, Fleischgerichte und Desserts/Backwaren unterteilt. Mich haben vor allem die Snacks und Salate angesprochen, während ich bei Fleisch und Süßem nicht so ganz fündig geworden bin. Das finde ich nicht schlimm, man kann eben nicht alles mögen und Fleisch kommt bei uns kaum auf den Tisch.

Die Rezepte punkten eigentlich alle damit, dass sie relativ simpel und zeitsparend sind. Der Aufwand hält sich wirklich in grenzen und viele der Sachen eignen sich zum Beispiel auch gut als Mealprep. Teilweise fand ich die Rezepte wirklich neu und kreativ und das Nachkochen hat großen Spaß gemacht.

Ich hab so 1-2 neue Lieblingsrezepte für mich gefunden

Bewertung vom 06.06.2025
Ross, Rebecca

Dreams Lie Beneath


ausgezeichnet

Was deine Albträume offenbaren

Alles an diesem Buch strömt diese Art düstere Mystik aus, die ich bei magisch angehauchten Romanen so liebe. Dieses Buch ist eine unglaublich gelungene Mischung aus Folklore, Fantasy und Magie. Hat mir richtig richtig gut gefallen.

Das Worldbuilding und Magiekonzept sind sehr stimmig, wenn auch nicht allzu komplex. Erinnert ein bisschen an Mittelalter ähnliche Verhältnisse. Alles rund um die Albträume und das Spiel der sieben Geister war super spannend und atmosphärisch angelegt.

Und Clem ist einfach eine ganz besondere Protagonistin, die mir schon nach kurzer Zeit ans Herz gewachsen ist. Ich mochte einfach alles an dieser Geschichte: die Charakterentwicklungen und Enthüllungen im Handlungsverlaufen sorgen dafür, dass es durchweg interessant und unterhaltsam bleibt.

Dazu ist der Schreibstil super einnehmend, flüssig zu lesen und hat ein gutes Tempo, sodass das Gesamtkonzept sehr stimmig und unterhaltsam ist. Zwischenzeitlich wirds auch ganz schön düster und gefährlich, was mir richtig gut gefallen hat.
Freue mich sehr auf den Folgeband.