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Lisega

Bewertungen

Insgesamt 1384 Bewertungen
Bewertung vom 15.02.2016
Alles steht Kopf

Alles steht Kopf


ausgezeichnet

Mit „Alles steht Kopf“ hat Pixar wieder einen Volltreffer gelandet. Wobei der Originaltitel „Inside Out“ mal wieder besser passt: Anhand der elfjährigen Riley, die soeben mit ihrer Familie umgezogen ist und eine schwere Zeit durchmacht, wird spielerisch und fantasievoll gezeigt, was wohl so im Kopf des Kindes vor sich geht. In der Kommandozentrale bestimmen die als lustige bunte Figuren dargestellten Basisemotionen Freude, Kummer, Angst, Wut und Ekel das Verhalten des Mädchens. Kernerinnerungen bilden „Erinnerungsinseln“, die quasi das Wesen von Riley ausmachen. Als Kummer und Freude versehentlich aus der Kommandozentrale ins Langzeitgedächtnis verfrachtet werden, treffen sie u.a. auf Rileys imaginären Freund Bing Bong aus frühen Kindheitstagen, schaffen es durch das Zentrum für abstraktes Denken auf den Gedankenzug, mischen die Traumstudios auf und machen einen Abstecher ins Unterbewusstsein. Diese Odyssee durch Rileys Kopf ist mit unglaublicher Kreativität dargestellt und hält viele Lacher bereit, doch insgesamt ist „Alles steht Kopf“ eher ernsthaft geraten und dürfte vom älteren Publikum besser verstanden und geschätzt werden als von den kleinen Zuschauern. Doch genau das mag ich an Pixar-Filmen - kluge Unterhaltung, die witzig ist, sich aber nicht auf infantilen Humor beschränkt.

3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 09.02.2016
Unter Spannung (Kartenspiel)

Unter Spannung (Kartenspiel)


ausgezeichnet

Bei „Unter Spannung“ ist der Name Programm: Bei dem schnellen Kartenspiel spielen alle gleichzeitig, es gilt, geschwind zu rechnen und wenn möglich eine Karte abzulegen, und sofort geht es weiter! Warum rechnen? Die Karten haben Werte von 1 bis 10 und auf jeder Karte ist eine weitere Zahl abgebildet, die mit dem Kartenwert addiert oder von ihm subtrahiert werden muss – eine solche Karte darf dann abgelegt werden. Wenn man ein paar Runden gespielt hat, weiß man, welche Karte z.B. auf eine 3 oder 8 gelegt werden kann, aber trotzdem muss man noch flinker sein als die Mitspieler ;-) Ein schnelles, manchmal chaotisches und lustiges Denkspiel, ideal für kurze Spielrunden.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 08.02.2016
Sicario

Sicario


sehr gut

„Sicario“ heißt Auftragskiller – ein im Drogenkrieg im Grenzgebiet zwischen Arizona und Mexiko vielbeschäftigter „Berufszweig“. In dem harten, aber realistischen Drogenthriller von Denis Villeneuve ist die Arbeit dieser Leute allgegenwärtig. Sei es im Versteck eines Drogenkartells, bei dem die FBI-Agentin Kate Macer unzählige Leichen findet, oder beim Einsatz einer Spezialeinheit, der sich die idealistische junge Frau anschließt, im verrohten mexikanischen Ciudad Juárez. Emily Blunt spielt die Agentin, die der Arbeit ihrer undurchsichtigen Einsatztruppe zunehmend misstraut, hervorragend, ebenso überzeugen Josh Brolin als cooler CIA-Agent und Benicio del Toro als zwielichtiger Söldner Alejandro, der ebenfalls im Team ist. Begleitet von einem passenden Soundtrack baut „Sicario“ in toll gefilmten Einstellungen (z.B. Einsatz im Drogentunnel mit Nachtsichtgeräten) Schritt für Schritt Spannung auf, die Grenzen zwischen richtig und falsch verwischen zusehends und nicht nur Kate Macer bleibt am Ende verstört zurück, sondern auch der Zuschauer ...

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 04.02.2016
Die Abendröte im Westen
McCarthy, Cormac

Die Abendröte im Westen


ausgezeichnet

Cormac McCarthys Roman „Die Abendröte im Westen“ ist sicherlich keine leichte Kost. Die Geschichte spielt in der Mitte des 19. Jahrhunderts und folgt einem namenlosen Jungen, der von zu Hause ausreist und mit Freischärlertruppen durch die Wüsten zwischen Mexiko und den USA zieht; vordergründig, um Indianer zu jagen, aber eigentlich metzeln sie alles nieder, was ihnen in den Weg kommt. Eine wirkliche Handlung gibt es nicht, eine grausame Episode folgt auf die nächste, eigentlich ist das Buch eine einzige gnadenlose Aneinanderreihung sinnloser Gräueltaten unter der erbarmungslos gleißenden Wüstensonne. Warum soll man so etwas lesen? Nun, zum einen ist „Die Abendröte im Westen“ einfach großartig geschrieben; McCarthys eindringliche Landschaftsbeschreibungen suchen ihresgleichen, und das Morden schildert er zwar detailliert, aber nüchtern, wie ein Chronist. Mit der Figur des „Richters“, der zur Skalpjäger-Bande gehört und die Männer immer wieder anstachelt, bringt er eine teuflische Figur ins Spiel, in dessen Monologen er eine düstere Weltsicht offenbart. Ein schonungsloses Buch, das mit der Wildwest-Idylle gründlich aufräumt und menschliche Abgründe offenlegt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.02.2016
Ravensburger 26702 - Confusion, Reaktionsspiel für 2-5 Spieler ab 10 Jahren, Verwirrung der Sinne, Die Flotten Kleinen

Ravensburger 26702 - Confusion, Reaktionsspiel für 2-5 Spieler ab 10 Jahren, Verwirrung der Sinne, Die Flotten Kleinen


ausgezeichnet

"Confusion“ ist ein irrsinnig lustiges Reaktionsspiel, das die Gehirnwindungen zum Knacken bringt. Kurz zum Spielprinzip: Es dreht sich alles um die drei Farben Rot, Blau und Gelb und drei Spezialwürfel (Farbe, Worte, Aktionen). Reihum würfelt ein Spieler und nun müssen alle schnell reagieren: die beiden Farben betrachten, die der Farb- und der Wortwürfel zeigen, die fehlende Farbe erkennen, ausrufen und in Form eines Farbplättchens auf den Tisch legen. Verwirrend und fies daran: Beim Wortwürfel zählt nur die ausgeschriebene Farbe und nicht die Hintergrundfarbe! Zeigen die beiden Würfel die gleiche Farbe, so müssen die Spieler die Aktion auf dem Aktionswürfel ausführen. Fehler und Langsamkeit werden mit Punktabzug bestraft. Bei einer nicht ausgeglichenen Runde kann das Spiel sehr frustrierend sein, denn wer leichter „confused“ ist, wird schnell abgehängt. Wenn man jedoch mit „Seinesgleichen“ spielt, macht "Confusion“ wirklich viel Spaß!

Bewertung vom 22.01.2016
The Heretic's Apprentice / Cadfael Chronicles Bd.16 (eBook, ePUB)
Peters, Ellis

The Heretic's Apprentice / Cadfael Chronicles Bd.16 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Im 16. Band der „Cadfael Chronicles“ stehen neben einem Kriminalfall auch Glaubensfragen im Vordergrund. Denn als im Juni 1143 der Leichnam des Wollhändlers und Jerusalem-Pilgers William of Lythwood in die Benediktinerabtei von Shrewsbury gebracht wird, wo er beerdigt werden soll, muss der Verstorbene erst vom Vorwurf der Ketzerei entlastet werden. Dies gelingt seinem Gehilfen und Reisebegleiter Elave, der auch in den Haushalt des Kaufmanns zurückkehrt und eine Mitgift für die Ziehtochter Fortunata überreicht. Doch durch unbedachte Äußerungen wird er selbst als Häretiker angeklagt, und als der Hausangestellte Aldwin, der ihn beschuldigt hat, ermordet wird, gerät er auch noch unter Mordverdacht …

„The Heretic's Apprentice“ ist für mich einer der besten Fälle der Mittelalter-Krimireihe von Ellis Peters. Nicht nur, dass Cadfael wieder einmal seinen Kräutergarten verlassen darf und mit geschicktem Gespür und Sheriff Hugh Beringars Hilfe den wahren Mörder entlarvt, den ich dieses Mal ehrlich gesagt nicht auf dem Schirm hatte. Nein, die hitzige Debatte über Ketzerei und Auslegung der Bibel und Schriften der Kirchenväter fand ich hochinteressant. Mit den Figuren des Augustiners Canon Gerbert, der hier den „Hardliner“ gibt, dem gemäßigten Abt Radulfus und dem ausgewogen urteilenden Bischof Roger de Clinton werden die kirchlichen Strömungen repräsentiert, während der junge Elave, der auf seinen Reisen durch die halbe Welt verschiedene Geisteshaltungen kennengelernt hat, Glaubensgrundsätze wie z.B. die Erbsünde kritisch hinterfragt. Ein kluger Plot, glaubwürdig gezeichnete Figuren und ein spannendes Finale – Ellis Peters at her best!

Bewertung vom 22.01.2016
The Hermit Of Eyton Forest / Cadfael Chronicles Bd.14 (eBook, ePUB)
Peters, Ellis

The Hermit Of Eyton Forest / Cadfael Chronicles Bd.14 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Im 14. Band der Mittelalterkrimi-Reihe von Ellis Peters wird die Ruhe in der Abtei von Shrewsbury im Herbst 1142 wieder einmal empfindlich gestört: Ein Mündel von Abt Radulfus, Richard Ludel, erbt mit nur zehn Jahren Gut und Titel seines Vaters, woraufhin die machthungrige Großmutter den kleinen Lord mit allen Mitteln aus dem Kloster und in eine arrangierte Ehe treiben will. Im Forstgebiet der Abtei häufen sich die Unglücksfälle – erfüllen sich die Vorhersagen des Einsiedlers Cuthred, oder steckt sein junger Gehilfe Hyacinth dahinter? Ein Gesandter der Kaiserin Maud verschwindet im Wald, und der brutale Lord Drogo Bosiet macht auf der Jagd nach einem entlaufenen Leibeigenen Halt in Shrewsbury. Es ist also allerhand los im Kloster, und natürlich steckt Bruder Cadfael seine Spürnase überall hinein und kommt so manchem Geheimnis auf die Spur …

„The Hermit Of Eyton Forest“ ist wieder ein sehr spannender und vergnüglicher Fall der „Cadfael Chronicles“. Themen wie arrangierte Ehen, das harte Los der Leibeigenen und natürlich Intrigen im Bürgerkrieg verwebt Ellis Peters geschickt zu einem kniffligen Krimi, in dessen Verlauf zwei Morde geschehen, einige falsche Fährten gelegt werden und Cadfael schlussendlich eine überaschende Lösung aufdeckt. Ein schöner Band der Reihe, mit dem einem die Figuren Cadfael, Abt Radulfus und Hugh Beringar wieder einmal mehr ans Herz wachsen.

Bewertung vom 22.01.2016
French Kiss
French Kiss/Dvd

French Kiss


sehr gut

In den 90er Jahren war Meg Ryan der Star zahlreicher romantischer Komödien, so auch in dem charmanten Streifen „French Kiss“. Zur Seite steht ihr in der federleichten Liebeskomödie, in der sie als Amerikanerin trotz Flugangst nach Paris aufbricht, um ihren untreuen Verlobten zurückzuerobern, Kevin Kline als Kleinganove Luc. Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern stimmt perfekt, dank ihres mühelosen Zusammenspiels und der witzigen Wortgefechte ist „French Kiss“ eine sehenswerte Komödie, die trotz der etwas dünnen Geschichte bestens unterhält.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 15.01.2016
Aviator Award Winning Cinema

Aviator Award Winning Cinema


ausgezeichnet

Milliardenschwerer Ölerbe, leidenschaftlicher Luftfahrtpionier, visionärer Filmproduzent, Liebhaber schöner Schauspielerinnen – der Exzentriker Howard Hughes war vieles, und Martin Scorsese gelingt es in dem biografischen Epos „Aviator“ tatsächlich, alle Facetten dieses faszinierenden Menschen einzufangen. Dazu trägt hauptsächlich der großartig aufspielende Leonardo DiCaprio bei, der den charismatischen, aber auch getriebenen und gegen Ende des Films immer mehr von seinen Zwängen beherrschten Hughes hervorragend darstellt. Ihm steht ein ebenso hochkarätiges Ensemble zur Seite (z.B. Cate Blanchett als Katherine Hepburn), das wie die detailverliebte Ausstattung und die tollen Effekte „Aviator“ zu einem klasse Film macht.

Bewertung vom 11.01.2016
Die Unfassbaren - Now You See Me
Eisenberg,Jesse/Ruffalo,Mark

Die Unfassbaren - Now You See Me


sehr gut

Magie ist Illusion – und dieses Handwerk beherrschen die „Four Horsemen“, die Protagonisten in dem spannend-vergnüglichem Thriller „Die Unfassbaren – Now you see me“, perfekt. Im Rahmen dreier ungewöhnlicher Hightech-Shows in Las Vegas, New Orleans und New York rauben sie u.a. eine Bank in Paris aus. Nicht nur das FBI, auch der Zuschauer wird bei diesem kniffligen Spaß an der Nase herumgeführt; und auch wenn durch die Figur des Ex-Magiers Thaddeus Bradley (Morgan Freeman) alle Tricks enträtselt werden, staunt man angesichts der aufwändigen und bildgewaltig inszenierten Shows. Tolle Schauspieler (u.a. Michael Caine, Mark Ruffalo, Woody Harrelson), eine zwar nicht immer logisch nachvollziehbare, aber spannende Geschichte, furiose Actionszenen und ein unerwarteter Twist zum Schluss machen „Now you see me“ zu einem sehr guten Film, von dem man sich durchaus verzaubern lassen kann. Die Post-Credit-Szene weist übrigens auf eine Fortsetzung hin …