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Bewertungen
Insgesamt 56 BewertungenBewertung vom 18.12.2023 | ||
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Schon zu Anfang möchte ich sagen: „Die Verletzlichen“ ist eines der wenigen Bücher, die ich gleich wieder gern nochmals von vorne an lesen möchte. Es enthält so viel Spannendes und Ungewöhnliches. Es ist ein Roman, aber einer, der genau das enthält, was einen Roman ausmacht: Viele verschiedene Arten der Literatur nämlich. Teilweise liest er sich wie ein Essay. Später wird einem klar, dass die Zeit in der die Handlung spielt die der Pandemie ist. |
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Bewertung vom 28.11.2023 | ||
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Kaltblütige Lügen / Die San-Diego-Reihe Bd.1 …sowie Verwicklungen und Rätsel auf allerhöchstem Niveau zeigt uns Karen Rose in ihrem fünfundzwanzigsten Krimi Thriller. Bei Krimi Liebhabern ist Karen Rose keine Unbekannte – im Gegenteil, hochverehrt und immer wieder mit Hochspannung erwartet werden ihre Werke. Detective Katherine „Kit“ McKerrick und ihr Partner können nicht zur Ruhe kommen (welche Detectives können das schon?). Hier jedoch reichen die Fälle der ungeklärten Morde an jungen Mädchen Jahre zurück. Die neuen Verbrechen reißen einfach nicht ab – immer sind es junge Mädchen – blond, zierlich und wie man liest, zu vertrauensselig. Allerdings werden sie auf so perfide, raffinierte Weise geködert und hinters Licht geführt, dass man nachvollziehen kann, wie so junge, moderne und ambitionierte Mädchen durch Versprechungen ihrer Wünsche und Ziele in die Todesfalle tappen. Das Team in San Diego ist Tag und Nacht unterwegs auf der Suche nach Lösungen. Kit und ihr Partner Bas, sowie ihr Chef Navarro sind ein Super Team voller Erfahrung. Wir lernen Kits Hintergrund näher kennen, sie ist persönlich betroffen, da ihre Schwester Wren auch auf diese Weise – Strangulierung und Beerdigung an unbekannten Plätzen, vorzugsweise in Parks – umkam. Kit ist schwer traumatisiert, in Therapie und sucht rastlos nach Lösungen. Zum Glück unterstützt ihre Schwester Akiko sie. Zusammen mit Kits Pudel Snickerdoodle leben sie auf einem Boot. Auf 534 Seiten folgen wir den Bemühungen des Teams der Detectives der San Diego Police - SDPD. Außerdem treten auf Psychologen und Anwälte, Schuldirektoren, Ehefrauen, Schüler und Schülerinnen und viele andere Nebenfiguren. Die Wendungen und Ereignisse in dieser Geschichte überraschen ununterbrochen. Modernste Hilfsmittel bei den Ermittlungen erleben wir – z. B. KI und Bodenradaruntersuchungen. Lesen dieses Krimis ist wie ein Wettlauf zusammen mit den handelnden Personen, um endlich herauszufinden, wie all diese schrecklichen Ereignisse geschehen konnten und vor allem schnell den Mörder zu finden. Die Angst, dass er immer weiter mordet und noch mehr unschuldige junge Mädchen von ihm zuerst vergewaltigt und auf perfideste Weise ermordet werden ist so präsent, dass die Tage und Nächte des Teams einem Alptraum gleichen. Soviel sei verraten: Rose hält die Spannung, die uns atemlos macht und erst auf den allerletzten Seiten erleben wir die Lösung, an der wir seiten- und stundenlang gerätselt haben. |
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Bewertung vom 29.10.2023 | ||
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Die Geschichte eines Umzugs. So intensiv, wie Kinder einen Ortswechsel erleben. Das Heimweh an das Zurückgelassene beginnt schon beim Packen. Die zwölfjährige Edith erzählt ihre Eindrücke. Sie schreibt Tagebuch. Sie erzählt das ganze Drama, wenn umgezogen wird und zwar, weil die Eltern es wollen und nicht die Kinder. Die neue Heimat wird Krakau in Polen sein. Ihre Gedanken erleben wir intensiv, über das neue fremde Zuhause, Erkunden der Nachbarschaft und die Umgebung, den Schulwechsel. „So vieles ist fremd für mich. Ich bin fremd“, schreibt sie. So ganz allmählich – mit dem Beginn der Schulzeit – wird es besser. Sie fährt mit dem Bus, entdeckt Krakau. Freundet sich an mit Milena. Eine Freundschaft beginnt. Hilfreich sind auch ihre Klassenlehrerin und andere Lehrer. Erstaunlich, wie viele Menschen Deutsch sprechen, entdeckt sie, es wird auch als Schulfach gelehrt, so wie Englisch und Französisch. Sie macht sich viele Gedanken über Vorurteile: mit ihrer Hündin Lina macht sie Spaziergänge im Feld, Äpfel leuchten und gern würde sie einen pflücken, aber „ich traue mich nicht, einen Apfel vom Baum zu pflücken. Es könnte ich ja jemand sehen - und dann heißt es vielleicht: Die Deutsche klaut Äpfel.“ |
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Bewertung vom 22.10.2023 | ||
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Wir lesen von zwei jungen Frauen, Miri und Katja – jahrelangen Freundinnen – die aus ihrem Leben in der Kleinstadt Stade aussteigen, aus ihrem Job und etwas ganz Neues und total Mutiges beginnen. Die Idee der Autorin Tessa Hansen ist echt genial, ja außergewöhnlich, was sie sich hier für einen Neustart von zwei Freundinnen ausgedacht hat. Diese beiden, Katja und Miri, entscheiden sich, eine Barkasse aus dem Jahr 1938 im Museumshafen Övelgönne im Hamburger Hafen zu mieten und daraus ein Bücherschiff zu machen. Nicht nur ein Bücherschiff – nein, sondern das erste Bücherschiff überhaupt in der Hansestadt Hamburg. Dazu sind beide keine gelernten Buchhändlerinnen. Nicht nur renovieren sie das Schiff, besorgen Möbel, richten es ein, alles mit eigenen Händen und wenigen Helfern, sondern bringen sich das Wichtigste aus der Buchhandelsbranche bei um gerüstet zu sein für diese gigantische Aufgabe. Man kann die beiden lebenslangen Freundinnen, Katja und Miri bewundern wie sie das alles anpacken. Viel geschieht, die Geschichte ist abwechslungsreich, lebendig und überzeugend geschrieben. Auf diesen über 400 Seiten werden Leser*innen bestens unterhalten. Alles was eine gute, spannende Story enthalten sollte, finden wir hier. Begeisterung der Hauptpersonen, viele interessante Aufgaben und überraschende Wendung bis zum Ende. Abgesehen von der Renovierung und liebevollen Einrichtung des Schiffs sowie dem Geschäftsbeginn müssen Wohnungssuche, Umzüge und Einleben in der fremden Großstadt bewältigt werden. Diese beiden Freundinnen sind unglaublich enthusiastisch und bewältigen dieses Vorhaben in bewundernswerter Weise. Die Autorin hat sich hier eine Geschichte ausgedacht, die an Unterhaltung, Witz und Tempo nichts vermissen lässt. Die Liebe kommt natürlich nicht zu kurz und es gibt so einige Bewährungsproben und Geheimnisse, die alle bewältigt und entdeckt werden müssen. Nicht nur in der Liebe, nein, auch im Geschäftsleben müssen gigantische Hürden genommen werden. Der Erfolg der beiden bringt Neider und ihr gewiefter Vermieter macht ihnen das Leben schwer, nachdem alles so gut angelaufen war. Doch nichts im Leben das wirklich wichtig ist, ist leicht und so bewältigen die beiden nachdem schon fast alles verloren scheint, die sich auftürmenden Hindernisse. Sie haben inzwischen Freunde gefunden und auch die Presse steht wohlwollend Miri und Katja. So fügt sich am Ende alles zum Besten zusammen. Diesem Buch wünsche ich viele Leserinnen. Es macht Mut und zeigt trotzdem, was gebraucht wird, wenn Erfolg am Ende stehen soll: Biss und die Überzeugung niemals aufzugeben. |
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Bewertung vom 27.09.2023 | ||
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„Es ist schon seltsam, dachte Jennifer bei sich, wie Rezepte die |
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Bewertung vom 20.08.2023 | ||
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Der Glanz der Zukunft. Loulou de la Falaise und Yves Saint Laurent In bildhafter Sprache lässt Michelle Marly aka Micaela Jary die 60er und 70er Jahre vor uns erstehen. Es geht in diesem Roman um die faszinierende Welt der Mode und um viele herausragende Persönlichkeiten, die in der internationalen Welt eine große Rolle spielten. Gezeigt werden uns diese durch einen Lebensabschnitt von Loulou de la Falaise, der späteren Muse Ives Saint Laurents. Sie entzieht sich der strengen Erziehung ihrer Großmutter und lebt ihren eigenen Stil, den sie auf den berühmten Londoner Flohmärkten findet und sich zusammenstellt, was ihr gefällt. Sie ist mit 20 Jahren so lebenshungrig wie man es in diesem Alter nur sein kann. Durch ihre Herkunft hat sie genügend Kontakte, um vieles auszuprobieren, immer geleitet von ihrem untrüglichen Instinkt und Geschmack. Sie wird bewundert in ihrer Kreativität und Eigenständigkeit. Sie lernt Menschen kennen, die ihre Talente entdecken und schätzen. Es kommt dazu, dass sie Assistentin von Yves Saint Laurent wird, und später ihren eigenen Modeschmuck in seinem Atelier entwickelt. Bis dahin begleiten wir sie auf ihren vielen Reisen durch die Welt, nach Marokko, USA, in die Städte Paris, New York, London, Marrakesch, Tanger und andere. Überall trifft sie gleichgesinnte und später berühmte Persönlichkeiten, die dieser Zeit in der Mode, der Bildenden Kunst, Musik, Architektur ihren eigenen Stil entwickelten und vermittelten, der bis heute berühmt und anerkannt ist. Die Geschichte ist aufgeteilt in vier Teile, jeder Teil trägt Zitate passend zu den erwähnten Persönlichkeiten. Michelle Marly erwähnt in ihrem Nachwort, dass sie hofft, uns Leserinnen und Leser gut unterhalten zu haben. Dies gelingt ihr wie wohl kaum eine andere, die sich mit diesem Thema auseinandersetzt. Die Art und Weise, wie sie den Menschen, die sie hier beschreibt, Leben einhaucht, so dass wir alles mit unserem inneren Auge erleben, ist überzeugend und großartig. Die Seiten sind erfüllt mit den unvergleichlichen Farben der vielen Schauplätze. Marly hat dieses Talent, alles lebendig erstehen zu lassen, sie hat es in vielen anderen Romanen gezeigt, die sie als Micaela Jary veröffentlichte. Beigefügt sind dieser Geschichte am Ende Kurzbiographien der wichtigen handelnden Personen. Dies sind viele und die Biographien sind ein Streifzug durch die eine Epoche, die wir, die sie erlebt haben, nie vergessen können. Es war eine Zeit des Aufbruchs, der Begeisterung und des Experimentierens mit Neuem auf allen Gebieten der Politik und Künste. Ich wünsche diesem Werk viele Leserinnen und Leser. |
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Bewertung vom 31.07.2023 | ||
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Abgesang an eine vergangene Welt |
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Bewertung vom 22.07.2023 | ||
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Mord auf der Insel Gokumon / Kosuke Kindaichi ermittelt Bd.2 Ein besonders teuflischer Plan |
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Bewertung vom 10.07.2023 | ||
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Hochspannende Story. |
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Bewertung vom 10.07.2023 | ||
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Das Glück der Geschichtensammlerin Das Cover ist so vielversprechend und ausgestattet mit schönen Extras im Bucheinband, wie es mit Taschenbüchern noch selten geschieht. Solche Bücher machen gleich Lust auf‘s Lesen. 2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. |
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