BenutzerTop-Rezensenten Übersicht
Bewertungen
Insgesamt 34 BewertungenBewertung vom 17.08.2023 | ||
Ich habe dieses Buch nur bis Seite 42 gelesen und dann abgebrochen, weil es mir nicht gefallen hat. Zu belanglos und langweilig kam mir die Handlung bis dahin vor und es entstand bei mir der Eindruck, dass es während der knapp 500 Seiten nicht oder nicht maßgeblich ändern würde. Darüber hinaus wurden Nebencharaktere nicht gründlich genug eingeführt, sodass ich sie nicht einordnen konnte und so Kontext verloren ging. Vielleicht habe ich auch nicht gründlich genug gelesen, aber ich bin der Meinung, dass Unterhaltungsliteratur auch als Bettlektüre geeignet sein sollte. Auch bin ich verwöhnt, da ich jüngst Demian von H. Hesse gelesen hatte, wodurch ich entsprechend hohe Erwartungen an ein Werk hatte, das derart bekannt ist und der Weltliteratur zugeordnet wird. Mag sein, dass die Profilierung des Protagonisten gut gelingt und die Vorlage für einen Prototypen liefert. Das allein genügt mir aber nicht. |
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Bewertung vom 17.08.2023 | ||
Aus dem Archiv der Universität Thurikon Pass auf, was du dir wünscht, "Er sucht etwas, von dem Gott nicht will, dass es gefunden wird!“ – Max Payne (Movie), Das Oppenheimermotiv, Der Preis der Erkenntnis |
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Bewertung vom 11.08.2023 | ||
Zynismus. Dieses Wort kam mir letztlich als konzentrierteste und trefflichste Beschreibung der Ausführungen über den Archipel Gulag und das System, welches so ein Monster schafft, in den Sinn. 4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. |
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Bewertung vom 20.07.2023 | ||
Dieses Werk ist schon umfangreich und für die geeignet, die bereits auf den Geschmack gekommen sind, was die Lehren Jungs anbelangen. Neben den Symbolen, die häufig anhand von Traummotiven erkundet werden, spielt auch der Individuationsprozess (zu diesem Thema kann ich auch "die Entwicklung der Persönlichkeit" von Carl Rodgers sehr empfehlen.) und die seelischen Facetten in diesem Zusammenhang eine große Rolle - klassische Motive der Tiefenpsychologie also. Das Buch ist unter Mitwirkung zahlreicher Co-Autoren aus dem Umfeld Jungs entstanden. Am anregendsten finde ich aber die von ihm selbst verfassten Kapitel. In den hinteren Kapiteln geht es v.a. um Symbole in der Kunst. |
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Bewertung vom 20.07.2023 | ||
"Der Vogel kämpft sich aus dem Ei." Hermann Hesse ist ein Autor mit der Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden und so Werke zu schaffen, die stets einen neuen, ganz eigentümlichen Charakter aufweisen. Mit Demian ist ihm ein weltliterarischer Erfolg gelungen, der meines Ermessens nach in derselben Liga anzusiedeln ist, wie Siddharta oder der Steppenwolf. Die Geschichte von Sinclair ist nicht nur bereits oberflächlich betrachtet mitreißend erzählt, sondern es werden zusätzlich hintergründig Themen wie die Adoleszenz (als coming-off-age im eigentlichen Sinn würde ich es jedoch nicht betrachten), Persönlichkeitsentwicklung, Selbsterkenntnis, Numinosität und mythologische Symbolik in eine mitreißende Erzählung integriert und dadurch ein metaphysisches Spektakel geschaffen. |
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Bewertung vom 14.06.2023 | ||
„It’s just entertainment. I mean, where did we ever get this idea that we could somehow change the world? Or that it even needs changing?“ |
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Bewertung vom 07.06.2023 | ||
Erkenntnisreiche Lektüre: Gunnar Kaiser ist mir bisher als Youtuber bekannt und ich habe mit „Der Kult“ jetzt erstmals ein Buch von ihm gelesen. Sprachlich und formal handelt es sich um einen Intellektuellenporno – geliefert, wie bestellt. |
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Bewertung vom 03.05.2023 | ||
Eine Gewisse Weisheit kann man Osho sicherlich nicht abstreiten. Dennoch hat mich dieses Buch im Vergleich zu Werken anderer spiritueller Autoren wenig überzeugen können. Die stellenweise weltfremde Perspektive kann man dabei noch als legitim ansehen. Es handelt sich schließlich um einen spirituellen Diskurs. Doch vieles was der Autor als Erkenntnis präsentiert erscheint bei genauerer Betrachtung eher ein Bewältigungsmechanismus oder fragwürdig zusammengereimt zu sein. So scheint auch seine offene Verachtung gegenüber bewährten, funktionalen Institutionen mehr von Bitterkeit als von Aufklärung motiviert. Natürlich kann und muss man die Institutionen in Frage stellen und kritisieren. Osho aber tut dies in einer arroganten und hochmütigen Art, die ihm weder gut steht noch einer wirklich konstruktiven Auseinandersetzung dienen kann. Im Kapitel tabula rasa erklärt er ein typisch postmodernes Menschenbild, das jede Art von Determinismus beim Menschen leugnet. Damit einher gehen auch typische Pathologien dieser Epoche, die er reproduziert, was sich beispielsweise in dem Kapitel "Das Ende der Familie" zeigt, das eine Art Abgesang darstellt und wo er der klassischen ideologischen Illusion vom Motiv des "Neuen Menschen" anheimfällt. Auch ist sein Freiheitsbegriff aus meiner Sicht wenig tiefgründig und dysfunktional, was ich zusammenfassend mal so ausdrücken möchte: Nietzsches Zarathustra würde ihn zum Teufel jagen. |
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Bewertung vom 28.04.2023 | ||
Fertig geschrieben... und nun? Diese Buch entsprach leider nicht ganz meinen Erwartungen. Der Titel offeriert für mich einen Leitfaden für die Veröffentlichung via Selbstverlag. Im Kontrast dazu trägt Kapitel III den Titel "Bevor Sie anfangen zu schreiben". Man erfährt zwar, wie man seinen Text am besten selbst redigiert und erhält durchaus wertvolle Tipps auf was man beim Schreiben achten sollte (inkl. sehr spezifischer Literaturtipps), aber die eigentliche Thematik der Veröffentlichung im Selbstverlag wird nur oberflächlich, wenig analytisch und mit zu wenig Konsistenz betrachtet. Hier kommt man mit einer ausführlichen Google-Recherche schnell selbst an den Punkt, zu wissen, welche essentiellen Schritte nötig sind und welche Anbieter einem hierfür zur Verfügung stehen. |
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Bewertung vom 09.04.2023 | ||
„Goodbye Leningrad“ ist ein autobiografischer Roman und als Coming of Age über zwei Generationen hinweg erzählt. Auf diesem Weg offenbart Elena Gorokhova nicht nur sehr gelungen ihre persönliche Geschichte (und die ihrer Mutter), sondern zeichnet darüber hinaus die dystopischen Züge der gesellschaftlichen Realität im Zuge der stalinistischen Diktatur aus einer unschuldigen Perspektive, die einen wertvollen Einblick in eine zynische Gesellschaft bietet. Auf diese Weise wir auch die Ideologie in ihren Grundzügen entblößt und eine besseres Verständnis für die Inszenierung Russlands als Widersacher der Westens, die bis heute die Politik prägt, ermöglicht. |
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