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Marie aus E.

Bewertungen

Insgesamt 887 Bewertungen
Bewertung vom 06.11.2022
Morrisroe, Rachel

Wie pflanze ich ein Einhorn? / SAMi Bd.22


ausgezeichnet

Das ist unser zweites Sami-Lesebär-Buch und es gefällt uns sogar noch besser als das im Starterset enthaltene.

Es hat ein schönes großes Bilderbuchformat, das mögen wir gerne, weil man so die Bilder einfach besser betrachten kann.

Die Lesestimme ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, weil sie so hoch ist und fast etwas übertrieben euphorisch. Aber hej, es geht um Einhörner, da ist das schon auch irgendwie verständlich.

Die Illustrationen sind ein Traum. Man kann so viel entdecken! Unbedingt genug Zeit nehmen, um alles ausführlich zu betrachten, die Vielzahl der Pflanzen ist klasse. Und erst der Aquarium-Inhalt! Wir möchten jetzt auch so gerne einen putzigen kleinen Hundfisch!

Dann die Geschichte an sich. Einfach drollig! Die kleine Sally lernt, dass man vielleicht Anleitungen doch erst mal befolgen sollen und auch wir haben etwas gelernt: Einhorn-Kaka riecht gar nicht nach Zuckerwatte! Sondern ziemlich übel!

Das Besondere an dem Vorlesebuch ist, dass es nicht nur vorgelesen wird, sondern dass es noch ganz viele Hintergrundgeräusche gibt, die zur Handlung passen. Etwa ein Einhornpups, hihi. Das gefällt uns total gut, machen es aber dann auch etwas schwer, wenn man das Buch "nur" vorliest (was natürlich auch geht, man muss es nicht immer in Sami stecken), da ist die Konkurrenz durch Samis Lesequalitäten schon groß.

Weil es in der Geschichte um Sally und ihre Oma geht, empfehlen wir das Buch ganz besonders für gemeinsame Oma-Enkel-Momente. Ist auch mal schön, wenn man sich gemeinsam etwas vorlesen lässt und dabei zusammengekuschelt sitzt.

Bewertung vom 05.11.2022
Mentges, Jennifer

Elternhaus


ausgezeichnet

Das Cover deutet es schon an, das hier ist kein Buch für Harmonie und Frohsinn.

Nein, es ist das perfekte Buch für graue, dunkle Novemberabende:
Gleich vorneweg: besser nicht lesen, wenn man alleine wohnt und sich ohnehin immer ein wenig gruselt am Abend in der Wohnung...

Es ist ein Buch, das durchgehend eine latente bis offensichtliche gruselige Atmosphäre schafft. Man spürt das Böse, auch wenn es noch nicht greifbar ist.
Ich fand es stellenweise wirklich beklemmend zu lesen und war auf einmal sehr froh, dass ich keine alte Villa mit großen Garten habe.

Man weiß von Anfang an, wer der Böse im Buch ist und versteht Seite um Seite die Zusammenhänge.
Es wird mit Rückblenden gearbeitet, die die Verbindung von Vergangenheit zu Gegenwart herstellen.

Es ist ein Thriller, der ohne große physische Gewalt auskommt - sehr angenehm und nicht minder spannend. Ganz im Gegenteil: ein Psychopath quält auf anderem Level und das war schon heftig.

Was mir auch gefallen hat: die Anzahl der Charaktere ist sehr überschaubar, das hat das Lesen sehr leicht gemacht, weil ich hier nie die Übersicht verloren habe.

Mein Fazit: spannende und unheimliche Lesestunden, das Buch hat mir sehr gut gefallen.

Bewertung vom 03.11.2022
Einwohlt, Ilona

Goldschwestern


ausgezeichnet

Der Start in das Buch hat mich völlig überrascht. Ich habe viel leichtere Kost erwartet, aber hinter dem goldglitzernden Cover kommt eine Geschichte mit ganz viel Tiefgang zum Vorschein.

Erwartet habe ich eine typische Teenie-Pferdeliebe-Geschichte. Schön, aber harmlos. Garniert mit Gefühlschaos und Problematiken um Social-Media.
Bitte nicht falsch verstehen: ich mag solche Geschichten, sonst hätte ich das Buch ja auch nicht gelesen.
Aber hier verbirgt sich noch so viel mehr hinter dem Glamour-Buchdeckel.

Lilly und Eve, die ungleichen Schwestern haben den Verlust ihrer Mutter zu verkraften. Schlimm genug, aber ihr Vater hat nun auch eine neue Partnerin, die jetzt bei ihnen wohnt und von harmonischem Familienleben keine Spur.
Dazu kommt, dass irgendetwas die Schwestern entzweit hat und sie sich nicht einmal untereinander Halt und Stütze sind.
Im Buch werden viele wichtige Themen angesprochen: Verlust, erste Liebe, Selbstfindung, zu seinen Überzeugungen stehen, Trauer, Mobbing, Freundschaft und ganz viel Pferdeliebe.
Damit erfüllt das Buch auch meine ersten Assoziationen, denn die Pferdeszenen fand ich auch ganz besonders stark, so schön beschrieben, da geht nicht nur Pferdeliebhaber*innen das Herz auf .
Aber eben nicht nur das. Das Buch hat mich ganz schön ins Grübeln gebraucht. Näher möchte ich auf den Inhalt gar nicht eingehen, man muss sich das beim Lesen erobern, wenn man im Vorfeld zu viel weiß, dann nimmt das die Entwicklung, die das Buch aber mit ausmacht.
Ich empfehle deshalb dringend, nicht weitere Rezensionen zu lesen, da wird m. E. einfach schon zu viel von der Handlung beschrieben.
Aber das ist natürlich Geschmacksache. Wenn man etwas mehr wissen möchte, ist das natürlich genauso o.k.

Das Ende war mir fast etwas zu glatt, andererseits ist es aber so einfach schön.
Was ich hier auch super fand: das Buch ist gegendert, aber ohne dass man es eigentlich groß bemerkt. Es geht also auch, ohne dass der Lesefluss leidet, alleine dafür feiere ich das Buch.

Aber auch insgesamt, es hat die richtige Balance aus Unterhaltung, großen Gefühlen, Pferdeliebe. Aus Zwischentönen und wichtigen Themen.
Und es liest sich einfach schön und rund.

Bewertung vom 02.11.2022
Zarrella, Jana Ina;Lafer, Johann

Casa Zarrella


sehr gut

Gleich das Intro hat mich überrascht: das Kochbuch ist genau wie die Famiienküche der Zarellas überwiegend vegetarisch, lediglich Fisch und Meeresfrüchte wurden noch mit aufgenommen.
Ab und an ergänzt Laafer noch in einer Fußnote Alternativen, etwa Rinderhack statt Sin Carne oder für Kinder Fleischbällchen zur Tomatensauce für jeden Tag.

Gut gefällt mir bei dem Buch die Mischung: es gibt bodenständige Rezepte, wie sie wohl jede Familie auch in ihrem Rezeptbuch hat (Karotten-Kürbis-Suppe), aber auch exotischere Vorschläge, wie Farofa aus Maniokmehl. Keine Bange! Das ist die Ausnahme, ansonsten sind die Rezepte aus Zutaten, die man problemlos bekommt.
Eine schöne Reise von Schwaben über Italien nach Brasilien.

Die Frühstücksrezepte hätte es für mich jetzt nicht gebraucht, das waren mir etwas zu viele verschiedene Arten der Haferflockenzubereitung. Auch die süßen Schlemmereien waren jetzt nicht so meines.
Zudem war mir der erzählende bzw. Einstiegspart zu ausführlich.

Aber den Hauptteil fand ich richtig gut! Unaufwändige Familienküche, die sich auch bei Berufstätigkeit gut machen lässt und die weder abgedreht noch langweilig ist.

Bewertung vom 02.11.2022
Maurer, Jörg

Shorty


weniger gut

Ich mag die Jennerwein-Romane von Herrn Maurer sehr gerne und war gespannt auf einen literarischen Ausflug in eine andere Welt.
Es war leider eine der Buch-Enttäuschungen 2022.
Ich mag skurrile Geschichten, also hätte ich hier eigentlich voll auf meine Kosten kommen müssen.
Leider war dem nicht so.

Es ist ein Science Fiction Abenteuer oder wie es die Buchbeschreibung sagt: "eine Weltrettungsgeschichte der besonderen Art - tollkühn, witzig, temporeich."

Witzig ja, stellenweise. Das hat der Autor wirklich drauf. Auch in anderen Generes. "Mausetot? Ja, tot, aber sozusagen von einer edlen, altrömischen Töde"
Tollkühn? Hm, ja kann ich auch noch gelten lassen, die Story ist wirklich abgefahren.
Aber temporeich? Nein. für mich ganz und gar nicht. Vielleicht hätte es bei mir funktioniert, wenn sie auf 25% eingedampft worden wäre, so war es für mich wie in einer Endlosschleife. Immer wieder neue Welten, aber so wirklich spannend und mitreißend? Leider gar nicht.
Ich habe mich tapfer durchgekämpft (anders kann ich es leider nicht beschreiben), weil am Ende ja noch eine überraschende Auflösung kommen sollte.
Ja, sie kam - aber rückblickend muss ich sagen, dass es sich dafür nicht gelohnt hat, nicht abzubrechen.

Ich glaube, das ist eine schwarz-weiß-Buch. Entweder man liebt es und ist hellauf begeistert oder man kann damit gar nichts anfangen.

Zwei Sterne wurden es bei mir noch, weil es stellenweise schon meinen Humor getroffen hatte. Mehr leider nicht.

Bewertung vom 31.10.2022
Gerstenberger, Stefanie

Plötzlich vertauscht


ausgezeichnet

Anthony kommt aus England und ist neu in der Klasse und so süß! Finden jedenfalls alle Mädchen, auch Isa.
Isa ist die Musterschülerin der Klasse und ziemlich still.
Die Zwei sind einfach das komplette Gegenteil.

Unter normalen Umständen hätten sie sich vermutlich nie näher kennengelernt, aber durch einen verrückten Zufall landen sie im Körper des jeweils anderen. Oh no!

Das ist ziemlich verrückt, denn gerade weil die zwei so unterschiedlich ticken, ist das sowohl für Anthony als auch Isa ganz schön grässlich. Und dann auch noch das andere Geschlecht! Megapeinlich!

Dieser Perspektivwechsel ist für uns Außenstehende sehr witzig. Aber man kann sich auch total gut in die Lage der Beiden hineinversetzten und erlebt die mitunter auch sehr peinlichen Momente hautnah mit.
Schön war auch, dass man erkennt, dass man "von außen" anders wahrgenommen wird und dass man auch ganz andere Facetten hat, die man sich -gerade mitten in der Pubertät - nicht zeigen traut.
Manchmal braucht es nur einen kleinen Anstoß, damit diese zu Tage kommen (*hüstel* kleiner Anstoß...kleiner Körpertausch, ist ja nix Großes).
Generell ist es wie so oft: wenn man etwas nicht mehr hat, dann lernt man es erst richtig zu schätzen.

Das Buch ist ein bunter Mix aus Spannung, schrägen, manchmal traurigen und rührenden Momenten, ein Hauch von Romantik und ganz viel Teenie-Leben in Reinform.
Gut gefallen hat mir auch die altersentsprechende Sprache, das war so schön locker zu lesen. Nice!
Dazu gibt es wirklich viele schräge Charaktere, so dass es keine Minute langweilig wird. Versprochen!

Bewertung vom 29.10.2022
Hunter, Erin

Reißende Flut / Panda Kingdom Bd.1


gut

Der Klappentext des Buches hat mich sofort angesprochen - das klang nach einer spannenden Geschichte mit tierischen Charakteren, die sofort positive Assoziationen auslösen - Pandas.

Hier muss ich die Covergestaltung gleich sehr loben. Das Cover wirkt düster, die Pandas schauen alles anders als niedlich - hier wird dann schon klar, dass es nicht um eine verniedlichte süße kleine Pandastory geht.

Insgesamt hat mich der Auftakt zu der neuen Reihe Panda Kingdom aber nicht packen können.
Es gibt so unheimlich viele verschiedene Charaktere, die dann noch alle Naturnamen haben (also nicht Trude, Kevin und Lola heißen sondern Kiesel, Blüte, Sonnenrot usw.). Das ist zwar stimmig, hat es mir aber noch zusätzlich schwer gemacht, alle Tiere auseinanderzuhalten. Dazu kam, dass mir oft auch nicht klar war, welche Tierart das nun jetzt überhaupt ist (Panda, roter Panda,...?).

Die Handlung ist eher düster - nach einer Naturkatastrophe mit vielen Verlusten spielend.
Ich kam nicht richtig in einen Lesefluss und dann ist die Geschichte auch nicht wirklich abgeschlossen - eben das Auftaktbuch zu einer Reihe.

Schade - denn die grundsätzliche Idee finde ich spannend und interessant.

Bewertung vom 26.10.2022
Schreiber, Chantal

Zwei und der Pingu-Gei / Doppelgaloppel Bd.3


ausgezeichnet

Doppelgaloppel ist die ganz große Vorlesebuch-Liebe bei uns, anders kann man es nicht beschreiben.
Schon bei Band eins und dann wieder bei Band zwei dachten wir, ein noch schöneres Vorlesebuch kann es doch gar nicht mehr geben - und jetzt gibt es Band drei und hach und ja, es wurde tatsächlich noch mal schöner.

Ellermann, der Verlag, hat als Unterschrift "mein Vorleseglück" stehen und das trifft es prima. Wir (Mutter und Kind) haben uns ein paar Abende am Sofa mit einer Decke eingekuschelt und uns gegenseitig vorgelesen und die Bilder bewundert und hatten unser kleines großes Leseglück.
Das sind ganz besondere Momente, wenn man so eine ganz tiefgehende Begeisterung für ein Buch empfindet - und das war hier so.

Warum? Hm. Wahrscheinlich weil es von allem einfach so viel hat.
Die zauberhaften Illustrationen, angefangen mit dem Cover, dann das Vorsatzpapier im Inneren, das einen kleinen Entzückenskreischer bei uns ausgelöst hat und die vielen, vielen Bilder im Inneren.


Dann natürlich die Geschichte an sich. Die beiden jungen Islandpferde, die man so gerne bei ihren Abenteuern begleitet, die beiden Menschen-Geschwister, die ständig am Streiten sind (da werden sich Geschwisterkinder sicherlich wiederfinden) und deren Wesen man in den Pferden entdeckt und natürlich hier die putzigen Papageientaucher, die uns Menschen klarmachen, wie dumm und unerhört Umweltverschmutzung ist.


Dazu kommt der besondere Schreibstil, man nimmt auch die Sicht der Pferde und des Papageientauchers ein.
Außerdem gibt es einfach drollige Vorlesemomente. Vom Ooooooh-oooooh der Papageientaucher bis zum kuchenmampfenden undeutlich sprechenden Kind - das Vorlesen macht dadurch noch mehr Spaß!

Dicke Weiterempfehlung für alle Island-Fans, Pferdefreund*innen, Papageientaucher-Liebhaber*innen und überhaupt für alle, die schöne Vorlesebücher mögen. Wir finden, dass das ein Buch für jedes Alter ist.
Macht glücklich!

Bewertung vom 25.10.2022
Ericson, Pernilla

Im Feuer / Lilly Hed Bd.1


sehr gut

Lilly lässt sich vom Traumjob im quirligen Stockholm in das beschauliche Nynäshamn an der Schärenküste versetzen. Das sorgt für Verwunderung, schließlich hatte sie in der Hauptstadt eine vielversprechende Karriere vor sich, ganz im Gegensatz zum jetzigen Berufsalltag.

Aber sie findet schnell Freunde, die Nachbarin und Vermieterin, ihre nette Kollegin Katja und dann ist da ja auch noch der sympathische Feuerwehrmann...

Doch allzu lang kann Lilly nicht entspannen, denn der heiße Sommer fordert Tribut. Die Gegend wird von einer gefährlichen Reihe von Waldbränden heimgesucht und diese fordern auch Todesopfern. Ob das wirklich Unglücksfälle sind oder ob da mehr dahintersteckt? Lilly ermittelt.

Ich habe das Buch gern gelesen. Es liest sich einfach schön dahin. Ja, es ist nicht nervenaufreibend spannend, aber es passt, so wie es ist.
Dazu ist es - obwohl skandinavisch - nicht sonderlich brutal. Es gibt schon Elemente, die fies sind, aber nicht diese oft vorherrschende extreme Brutalität in aller Ausführlichkeit.
Man ahnte die Zusammenhänge, aber die komplette Auflösung war dann doch überraschend.

Gut gefallen hat mir auch, dass Klimawandel und damit einhergehende Folgen für uns Menschen thematisiert wurden. In die Rahmenhandlung verknüpft, aber nicht ausschweifend oder mit moralischen Zeigefinger.

Lillys private Geschichte, die zum Umzug geführt hat, war mir hingegen etwas zu breit ausgetreten und hat mich auch nicht so ganz überzeugt, es las sich für mich unrund.

Insgesamt ein lesenswerter Krimi, nicht nur für Schwedenfans.