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Buffy1999
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Wesel

Bewertungen

Insgesamt 479 Bewertungen
Bewertung vom 11.07.2025
Falk, Thilo

ENEMY - Stunde der Wahrheit


sehr gut

Klimahüter gegen Klimakiller

Der Stromkonzern DSV beabsichtigt nach Zusage der Bundesregierung das Kohlevorkommen im Schwarzen Moor abzubauen. Die Umweltschutzverbände wollen dies unbedingt verhindern. Anouk Grunwaldt, das bekannteste Gesicht der Umweltschützer, versucht in der Öffentlichkeit alles, um das Schwarze Moor zu schützen und liefert sich auch etliche TV-Duelle mit Utz Mildenberger, dem Vorstandsvorsitzenden des DSV. Durch einen Informanten erfährt die Ermittlerin des BKA, Karla Beneventi, dass ein Auftragskiller auf Anouk oder Utz angesetzt wurde. Auf der Suche nach dem Killer spitzt sich derweil die Lage zu. Kann das Attentat noch verhindert werden?

Ich hatte schon die beiden vorherigen Bücher des Autors mit Begeisterung gelesen. Der Klappentext machte neugierig, da es auch ein brandaktuelles Thema war. Mit Anouk wurde ich nicht ganz warm. Einerseits fand ich ihr Engagement für die Umwelt bemerkenswert, andererseits fand ich sie in einigen Situationen sehr widersprüchlich. Allerdings fand ich es witzig, dass sie andere mit seltenen Vogelnamen beschimpfte. Utz Mildenberger mochte ich überhaupt nicht. Ein Gewissen hatte er nicht und dazu war er noch ein Workaholic.

Mir gefiel auch dieses Buch sehr gut, aber es hatte ein paar Schwächen. Der angeblich professionelle Auftragskiller war sehr dilettantisch. Das fand ich irgendwie unpassend. Karla Beneventi hatte eigentlich wie aus dem Nichts als Zielpersonen Anouk und Utz hervorgezaubert. Und auch ihre Vorgehensweise war nicht sehr vorschriftsmäßig. Ohne Background einfach Ermittlungen zu einem möglichen Attentat aufzunehmen, war doch sehr unrealistisch.
Allerdings gefielen mir sehr die Einblicke bei den Klimahütern. Da konnte ich im Nachhinein einiges nachvollziehen. Es war auch schade, dass die Bilder in der Klappenbroschur nicht zu den Protagonisten passten. Trotzdem hatte mich das Buch sehr gut unterhalten und es war auch immer wieder spannend. Außerdem regte es zum Nachdenken an.

Fazit:
Eine spannende Story mit ein paar Schwächen.

Bewertung vom 29.06.2025
Ross, Rebecca

Dreams Lie Beneath


ausgezeichnet

Ein Fluch aus Albträumen

Vor etwa hundert Jahren brach ein Fluch über das Reich Azenor. In jeder Neumondnacht materialisieren sich seitdem die Albträume der Einwohner. Clementine und ihr Vater sind die Hüter von Hereswith. Sie sind dafür zuständig, die Stadt vor den Albträumen zu schützen. Als dann zwei junge Magier, Phelan und Lennox, auftauchen und sie herausfordern, verlieren sie. Und nicht nur ihre Position als Hüter, sondern auch ihr zu Hause. Clementine kann sich damit nicht abfinden und schwört auf Rache. Deswegen verschleiert sie ihr Äußeres und wird so die Partnerin von Phelan. Aber auf einmal geht es um etwas ganz anderes.

Das Cover und der Klappentext machten mich sofort neugierig auf die Geschichte. Der Einstieg in die Geschichte war zwar interessant, aber auch schwierig, da ich noch nichts wirklich verstand. Aber je mehr ich in das Buch abtauchte, umso gefesselter war ich. Clementine mochte ich sehr. Sie war eigentlich noch ein Lehrling ihres Vaters. Und sie liebte Hereswith und dessen Bewohner über alles. Deswegen war es für sie eine Qual, diesen Ort verlassen zu müssen. Sie wollte zurück. Deswegen schmiedete sie einen Racheplan und verschleierte ihr Aussehen. Und dann wurde sie die Partner von Phelan. Ihr Plan schien aufzugehen. Doch Phelan war ganz anders als erwartet und es gab weitaus andere Bedrohungen, um die sie sich kümmern musste.

Ich war begeistert von diesem Buch. Man musste erst einmal verstehen, wie das mit den Albträumen funktionierte, ab dann wurde die Geschichte immer fesselnder. Es wurden viele Geheimnisse gelüftet und man war sich zwischendurch nicht sicher, wem man vertrauen konnte. Es wurde immer wieder spannend. Außerdem fand ich es klasse, dass es mal wieder ein abgeschlossener Roman und keine Reihe war.

Fazit:
Eine fesselnde Geschichte voller Magie und Albträume.

Bewertung vom 24.06.2025
Pfleger, Ewald

Live is Life


sehr gut

Eine informative Opus-Zeitreise

Ewald Pfleger ist bis heute ein Vollblutmusiker durch und durch. Das merkte man sofort beim Lesen des Buches. Schon in seiner Kindheit beherrschte die Musik sein Leben. Und als dann der große Durchbruch mit Live is Life gelang, gehörte Opus zu den Großen der damaligen Zeit. Das Buch gab interessante Einblicke in die Entstehung der Band und natürlich des Welthits. Allerdings wurden so viele Namen erwähnt von Leuten aus der österreichischen Musikbranche, die mir absolut nichts sagten. Auch war der Autor extrem detailverliebt, wenn es um seine Musik ging. Das war für mich etwas zu viel. Und es wurden auch des Öfteren Nebensächlichkeiten ausführlich geschildert. Aber das ist vielleicht auch Geschmacksache.

Ich fand die Geschichte äußerst informativ und interessant. Allerdings für österreichische Fans der ersten Stunde wohl am besten geeignet. Vieles sagte mir halt nichts. Vor allem in der Anfangszeit waren so viele Personen, die mir einfach unbekannt waren. Ich war schon froh, wenn zwischendurch die EAV oder Falco erwähnt wurden. Sehr interessant fand ich, wo Opus überall aufgetreten war. In Europa verständlich, aber Mexiko, Venezuela, die USA und andere wusste ich bis dato auch nicht. Allerdings hätte man vieles ein bisschen zusammenfassen können. Die Anekdoten waren trotzdem sehr amüsant.

Fazit:
Eine informative Geschichte mit einigen Längen.

Bewertung vom 18.06.2025
Prammer, Theresa

Ausgespielt


ausgezeichnet

Ein Thriller Highlight

Die exklusive Partnervermittlung AMOR verspricht seinen Kunden das perfekte Match. Doch anscheinend hat es ein Serientäter auf Frauen von AMOR abgesehen. Liv Dorn ist eine verdeckte Ermittlerin des BKA. Sie soll selbst Kundin von AMOR werden. Als sie für einen Verdächtigen Gefühle entwickelt, wird die Sache noch gefährlicher.

Ich hatte schon ein Buch der Autorin gelesen, dass mir damals sehr gut gefiel. Durch die kurzen Kapitel und den rasanten Schreibstil wollte man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es wurde aus der Gegenwart erzählt von den AMOR Morden und aus der Vergangenheit im Jahre 1987 als die damalige Ermittlerin Alice Gerber in den CUPIDO Morden ermittelte. In der Gegenwart war Alice schon länger in Pension und durch eine anonyme Mail begann sie in der neuen Mordserie mit zu ermitteln. Liv war einerseits knallhart, andererseits hatte sie schwer mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Vor allem das Verschwinden ihrer damals kleinen Schwester ließ sie nicht los.

Dieser Thriller war für mich ein Highlight. Er war absolut spannend und immer wieder gab es unvorhersehbare Wendungen. Immer wenn man dachte, auf der richtigen Spur zu sein, kam ein Plot-Twist. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.

Fazit:
Spannung bis zum Schluss.

Bewertung vom 14.06.2025
Heine, Matthias

Verbrannte Wörter


sehr gut

Sehr informativ

Dieses Buch sprach mich schon alleine wegen der Wörter auf dem Cover an. Mir stellte sich sofort die Frage, was diese Wörter mit der NS-Zeit verbindet. Bei dem Buch handelte es sich um eine aktualisierte und erweiterte Neuauflage. Alle Wörter waren in alphabetischer Reihenfolge. Wenn man etwas nachlesen möchte, stellt das kein Problem dar. Ein Großteil der Wörter kannte ich. Am Ende jedes Wortes hatte der Autor darauf hingewiesen, ob man diese Wörter noch nutzen sollte oder nicht. Es kam bei vielen Wörtern auch auf den Kontext an. Es gab auch Wörter, die weitaus älter waren und die die Nazis stigmatisiert hatten. Bei vielen Wörtern wusste man einfach, dass man sie nicht benutzen darf. Bei anderen war ich erstaunt, dass sie überhaupt etwas mit dieser schrecklichen Zeit zu tun hatten. Es gab aber auch einige Wörter, denen nachgesagt wurde, dass diese zu jener Zeit geprägt wurden. Dem war aber nicht so.

Jedes der Worte wurde sehr gut recherchiert und der Ursprung reichte sogar des Öfteren in frühere Jahrhunderte zurück. Bei manchen Wörtern werde ich wohl zukünftig über dessen Herkunft nachdenken, wenn sie fallen.

Fazit:
Informativ und lehrreich.

Bewertung vom 12.06.2025
Storm, Lucy

My Devil's Desire - Er gehört der Unterwelt. Ich ihm. Eine Fake-Dating Enemies to Lovers Dark Romance


sehr gut

Der Teufel von Portland

J. T. Ist der Teufel von Portland. Er kontrolliert die Unterwelt. Erpressung, Gewalt und Drogen gehören zu seinem Tagesgeschäft. Aurelia „Lia“ Sparks ist die Tochter des Staatsanwaltes, der J. T. zu Fall bringen will. Tagsüber ist sie die fleißige Psychologiestudentin, doch abends fängt ihr best gehüteter Nebenjob an. Doch J. T. kennt ihr Geheimnis und stellt sie vor die Wahl: Entweder sie spielt 365 Tage seine Fake-Freundin oder es droht ihr der gesellschaftliche Ruin.

Das Cover fand ich wunderschön und der Klappentext machte neugierig. Die Geschichte ließ sich super lesen. Aurelia war sehr sympathisch, doch man merkte schnell, dass sie sehr tough war. J. T. war absolut skrupellos und nicht nur ein einfacher Bad Boy. Deswegen fand ich es irgendwie schwierig, ihn wirklich zu mögen.

Die Geschichte war anfangs recht ausführlich und dann wurde es sehr rasant. Das ging mir alles ein bisschen zu schnell. Einiges war vorhersehbar, doch dies fand ich nicht so tragisch. Alles im allem hatte mich das Buch sehr gut unterhalten.

Fazit:
Sehr rasant und für zwischendurch eine sehr gute Story.

Bewertung vom 08.06.2025
Saxx, Sarah

Fatal Secrets


ausgezeichnet

Ein fesselnder Dark Romance Roman

Das Cover sowie der Klappentext sprachen mich sofort an. Und die Triggerwarnung zu Beginn war recht lang. Zartbesaitete Leser sollten dies beachten, denn die Geschichte war sehr sehr Dark. Der Schreibstil war sehr angenehm. Solène war zwar sympathisch, allerdings in Bezug auf die Liebe auch recht naiv. Sie war noch nicht lange mit ihrem Freund Romain zusammen und schon wanderten sie in die USA aus. Und dies entpuppte sich als der größte Fehler ihres Lebens, denn schon bald war sie auf der Flucht vor ihm. Jaxon hingegen hatte nur ein Ziel. Er wollte seine entführte Schwester Caroline finden. Doch dabei stieß er auf Solène und sie brauchte auch dringend Hilfe.

Die Geschichte war rasant, brutal und spannend. Einiges erschien mir ein bisschen unrealistisch, aber darauf ließ ich mich ein. Ich habe dieses Buch innerhalb eines Tages verschlungen. Mir gefiel der Auftakt der Dark Hunt Dilogie sehr gut. Zum Glück erscheint der zweite Teil zeitnah.

Fazit:
Spannender Dilogie-Auftakt.

Bewertung vom 07.06.2025
Lackner, Herbert

1945 - Schwerer Start in eine neue Zeit


ausgezeichnet

Eine ergreifende Zeitreise in das Jahr 1945

Das Buch war in 13 Kapitel unterteilt. Jeder Monat hatte ein Kapitel, nur der April wurde verständlicherweise in zwei Kapitel unterteilt. Am Ende jedes Kapitel gab es vorwiegend von der Mutter des Autors, Anni Bäuml, kurze Geschichten, die anhand damaliger Kalendereinträge entstanden sind. Aber auch von seinem Vater Hansi Lackner gab es einige Beiträge. Das Buch ließ sich sehr gut lesen. Allerdings wurden so viele Namen genannt, wovon einige auch später wieder auftauchten, sodass ich diese manchmal nicht sofort wieder zuordnen konnte. Auch flossen einige berühmte Personen in die Geschichten ein, die noch bis heute bekannt sind wie z. B. Marlene Dietrich, Hans Albers, berühmte Schriftsteller und viele mehr.

Die Kalendereinträge mochte ich sehr, da man so erfuhr, wie manche Menschen trotz des Krieges ihren Alltag bewältigten. Verständlicherweise waren auch sehr viele schreckliche Taten geschildert. Besonders eine Stelle des Buches hatte mich zutiefst erschüttert und mir liefen die Tränen. Ich habe auch aus diesem Buch viele neue Kenntnisse mitgenommen, die mir bis dato gar nicht bekannt waren.

Bücher dieser Art sind so wichtig, damit man begreift, wie bestialisch ein Krieg ist und vor allem, dass man alles versuchen muss, damit so ein Hass auf andere Menschen, Völker und Religionen erst gar nicht entsteht.

Fazit:
Eine bewegende und informative Geschichte am Ende des 2. Weltkriegs.

Bewertung vom 03.06.2025
Schwiecker, Florian;Tsokos, Michael

Der zweite Verdächtige / Eberhardt & Jarmer ermitteln Bd.5


ausgezeichnet

Ein spannender Justiz-Krimi

Dies war der fünfte Teil der Reihe. Auch seine Vorgänger hatte ich begeistert gelesen. Und auch dieser Teil hatte es wieder in sich. Jan Staiger soll in einem Club seinen Bekannten mit Liquid Ecstasy getötet haben. Doch die Beweislage war sehr dünn, sodass Rocco seinen Mandanten aus der U-Haft rausholen konnte. Einige Monate später gab es wieder eine Leiche in einem Club und die Fälle ähnelten sich sehr. Sofort wurde Jan Staiger wieder festgenommen und anschließend wegen zweifachen Mordes angeklagt. Doch er beteuerte nach wie vor seine Unschuld und Rocco glaubte ihm. Doch die Unschuld zu beweisen, war nicht einfach.

Auch dieser Teil war wieder sehr spannend. Es wurde wieder deutlich gezeigt, wie schnell Menschen vorverurteilt wurden und Homophobie nach wie vor sehr präsent war. Und natürlich wie die Klatschblätter und sozialen Netzwerke eine riesengroße Hetzjagd veranstalteten. Vor allem gefiel mir wieder der Prozessablauf. Ich kann diese Reihe nur empfehlen.

Fazit:
Auch der fünfte Teil hatte mich wieder überzeugt.

Bewertung vom 31.05.2025
Surborg, Lisanne

Nachtlügen


ausgezeichnet

Eine außergewöhnliche Geschichte

Isra ist ein Nachtmahr, auch Alb genannt. Sie muss die Lichtträume von Menschen in Albträume umwandeln und stehlen, um selbst zu überleben. Sie erwartete eine ruhmreiche Karriere in der Traumforschung. Doch dann stirbt einer ihrer Stammträumer und sie ist schuld. Deswegen arbeitet sie jetzt im Varieté, da sie von der Albgesellschaft gemieden wird. Als sie dann noch einen verbotenen Klartraum aufnimmt, bestimmen zunächst Halluzinationen ihren Alltag. Kurz danach widerfährt einem anderen Stammträumer ein Unglück und Isra setzt alles daran aufzudecken, wer dafür verantwortlich ist.

Der Klappentext hörte sich sehr spannend an. Ich fing jedoch ohne grossartigen Erwartungen an zu lesen. Und ich wurde positiv überrascht. Mit Isra musste man erst einmal warmwerden. Anfangs erlebte man sie sehr missgelaunt und unnahbar. Aber je näher man sie kennenlernte und auch die Hintergründe erfuhr, wurde sie mir immer sympathischer. Am faszinierendsten fand ich allerdings Marek, der ein Klarträumer war.

Die Geschichte hatte mich total in ihren Bann gezogen. Sie war außergewöhnlich. Die Alben fand ich sehr interessant. Da sie nicht träumen konnten und sie ihre Albgalle loswerden mussten, stahlen sie Träume und verwandelten die Lichtträume in Albträume. Und so konnten sie anschließend selbst noch einmal den Traum träumen. Nur so konnten sie normal entgiften. Es gab auch noch eine andere Möglichkeit, aber die war nicht sehr angenehm. Alleine die Vorstellung, dass man von einem Alb heimgesucht werden könnte und dadurch einen Albtraum beschert bekäme, fand ich sehr gruselig. Die Geschichte nahm langsam Fahrt auf und anfangs wusste ich noch nicht so ganz, wohin die Reise gehen würde. Später wurde es jedoch immer spannender und es gab ein überraschendes Ende.

Fazit:
Die faszinierende Welt der (Alb)Träume.