Benutzer
Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
Jazz

Bewertungen

Insgesamt 636 Bewertungen
Bewertung vom 15.08.2020
Chinas Geschichte im Comic - China durch seine Geschichte verstehen 04
Liu, Jing

Chinas Geschichte im Comic - China durch seine Geschichte verstehen 04


ausgezeichnet

"Der Weg in die Moderne - Von der Ming-Dynastie bis zur Qing-Dynastie" ist der 4. Band der Reihe von Jing Lius "Chinas Geschichte im Comic".

Dieser Band erzählt von Zhu Yuanhang, der es zum Kaiser geschafft hat, wobei er kein familäres Ansehen hatte und auch kein Geld. Der Kaiser schafft schnell eine relativ stabile Politik, da er selbst aus armen Verhältnissen kommt, ist es ihm wichtig, dass es dem Volk gut geht, sodass er die Steuern senkt etc. Dass das auf Dauer jedoch keinen Fortschritt bringen kann,...wird bald auch klar. Und es starten Kriege gegen Weltmächte, gegen die China technologisch nicht das Wasser reichen kann...

Kritik: Vieles wurde in manchen Kapiteln nur angerissen und sehr schnell behandelt, sodass viele Fragen offen blieben. Da ein weiterer Band noch folgt, der nur die letzten 100 Jahre beinhalten kann, frage ich mich, warum Jing für Band 4 nicht mehr Freiraum gegeben hat...

Fazit: Jing hat das Talent selbst Bösewichte so süß und niedlich darzustellen, dass der Leser mit ihnen sogar Mitleid hat!

Empfehlenswert für alle, die sich für die Geschichte Chinas interessieren und gern Comics lesen. Im Anhang gibt Jing zudem noch weiterführende Literatur (die er selbst benutzt hat), sowohl auf Chinesisch als auch auf Englisch.

Bewertung vom 07.08.2020
Die Geschichte von der Prinzessin und dem stummen Jüngling / In tiefen Wäldern Träumen lauschen Bd.4
Zhang, Jing

Die Geschichte von der Prinzessin und dem stummen Jüngling / In tiefen Wäldern Träumen lauschen Bd.4


ausgezeichnet

Band 4 der Reihe um "In tiefen Wäldern Träumen lauschen" ist mal wieder ausgezeichnet gelungen. Der vierte Bruder rückt immer mehr in den Fokus. Wir kommen der Frage näher: Was ist eigentlich sein großes Problem mit der Prinzessin? Und warum ist er so geworden? Auch die Prinzessin durchlebt eine Wandlung, sie rekapituliert, reflektiert und hat Einsicht für ihr früheres Fehlverhalten und entschuldigt sich sogar auf ihre Art... Gleichzeitig wird es auch humorvoll mit meinen Lieblingsdarstellern der jungen Frau und dem "Affen".

Fazit: Es geht rasant voran. Sowohl in der Beziehung zwischen der Prinzessin und ihrem A Jiu als auch beim Thema rund um Fürst Liang und all der damit verbundenen Problematik.

Absolute Leseempfehlung an alle, die der Geschichte schon von Band 1 an verfallen sind.

Bewertung vom 05.08.2020
Die Geschichte von der Prinzessin und dem stummen Jüngling / In tiefen Wäldern Träumen lauschen Bd.3
Zhang, Jing

Die Geschichte von der Prinzessin und dem stummen Jüngling / In tiefen Wäldern Träumen lauschen Bd.3


sehr gut

In dem dritten Band rund um die Prinzessin, die sich Hals über Kopf in einen stummen aus der unteren Klasse verliebt hat, geht es leider kaum inhaltlich weiter.

Die Prinzessin übertrifft sich an ihrem eigenen Maß an Oberflächlichkeit. Es passiert eigentlich kaum etwas Richtiges außer, dass sie ihren Ehemann ständig zur Schau stellt.

Fazit: Der bisher schwächste Band. Ich hatte das Gefühl, dass Zhang mitten in ihrer Arbeit sich in die Kleidung der Tang-Dynastie verliebt hat und sich darin ein wenig zu viel verloren hat. Das hätte man sicherlich auch einbauen können ohne, dass dafür der Inhalt außen vor bleiben muss.

Bewertung vom 05.08.2020
Die Geschichte von der Prinzessin und dem stummen Jüngling / In tiefen Wäldern Träumen lauschen Bd.2
Zhang, Jing

Die Geschichte von der Prinzessin und dem stummen Jüngling / In tiefen Wäldern Träumen lauschen Bd.2


ausgezeichnet

Fulminant geht es in dem 2. Band rund um das Märchen, das von einem Affen mitten in einem regnerischen Wald von China an eine junge Dame in einem Tempel erzählt wird:

Die Prinzessin heiratet ihren Traummann, den sie noch immer nicht kennt... Ich bin ja immer noch der Hauptgeschichte gegenüber skeptisch, aber mich interessiert, was es sich mit dem Affen vor sich hat... Immerhin weiß auch inzwischen die Prinzessin, dass irgendetwas mit A Jiu los ist, was nicht normal ist - abgesehen von seiner Schönheit (der ich noch immer nichts abgewinnen kann).


+ Bei einer Szene habe ich mich kaputt gelacht, aber ich spoilere nicht.

Bewertung vom 05.08.2020
Die Geschichte von der Prinzessin und dem stummen Jüngling / In tiefen Wäldern Träumen lauschen Bd.1
Zhang, Jing

Die Geschichte von der Prinzessin und dem stummen Jüngling / In tiefen Wäldern Träumen lauschen Bd.1


ausgezeichnet

"In tiefen Wäldern Träumen lauschen" ist der erste Band von inzwischen 4 Bänden von Zhang Jing.

Inhaltlich geht es darum, dass eine junge Frau in einem Tempel beim Malen von einem Mann mit einer Affenmaske, der Zuflucht vor dem Regen im Wald sucht, gestört wird. Im Gegenzug, dass er den Regen in dem Tempel abwartet, erzählt er der jungen Frau eine Geschichte von einem schönen Mann.

Dieser stammt ursprünglich aus sehr einfachen Verhältnissen und sein Leben wendet sich um 180° als die Prinzessin sich in ihn verliebt...

Fazit: Ich fand in der Geschichte hindurch die Geschichte zwischen der jungen Frau und dem jungen Mann mit der Affenmaske, die er nie abgenommen hat, um einiges interessanter und spannender. Die Prinzessin ist mir viel zu arrogant und überheblich. Da teile ich die Meinung der jungen Frau, die dies genauso sieht. Da aber gerade über sie und den jungen Mann so wenig erzählt wurde, bin ich umso gespannter, wie es mit den beiden weitergehen wird. Bahnt sich da eine zuckersüße Liebesgeschichte im Regen an? Ist endlich die Frau einmal die Heldin in einer Geschichte, die den jungen Mann (vor dem Regen) rettet?

Zeichnerisch: Absolut gekonnt, jedoch kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum sich die Autorin bei dem schönen A Jiu so wenig Mühe gegeben hat. Er wirkt blass und nicht dreidimensional gegenüber den anderen Figuren. Schlichtheit versteht sie wohl unter Schönheit...

Bewertung vom 11.07.2020
Sommer auf den Inseln
Trentham, Mary

Sommer auf den Inseln


weniger gut

"Sommer auf den Inseln" von Mary Trentham ist ein Kriminalroman. Weder lässt das Cover dies vermuten noch die Inhaltsangabe. Beides leider sehr irreführend, sodass der Leser dazu verleitet wird zum Buch zu greifen, in der Aussicht, einen Liebesroman oder humorvollen Roman zu lesen, wobei er schnell nach den ersten Seiten enttäuscht das Buch wohl wieder aus den Händen legen wird. Wer sich also für einen Sommerkrimi (nicht besonders gut) in Cornwall interessiert, dem sei das Buch empfohlen. Alle anderen sollten die Finger davon lassen.

Bewertung vom 02.07.2020
Die geheimnisvolle Nähe von Mensch und Tier
Birmelin, Immanuel

Die geheimnisvolle Nähe von Mensch und Tier


gut

"Die geheimnisvolle Nähe von Mensch und Tier" von Immanuel Birmelin ist ein Sachbuch. Es ist eine Zusammenstellung von wissenschaftlich erforschten Ergebnissen zu Tierverhalten und Beziehungen zwischen Mensch und Tier.

Inhaltlich werden mal mehr mal weniger interessante Forschungsergebnisse, Untersuchungen und wissenschaftliche Experimente der letzten Jahrzehnte kompakt zusammen gefasst. Einerseits daher sehr spannend und aufschlussreich. Jedoch sind einige dieser Tierversuche ethisch einfach nicht vertreten.

Was sind das beispielsweise für Wissenschaftler, die Tiere auf Drogen, Mutterbeziehungsentzug, Liebesentzug etc. testen? Von Universitätsabsolventen gehe ich davon aus, dass ihnen von vornherein klar sein sollte dass all das zu langfristigen Schäden bei den "Versuchstieren" führen wird.

Weitere Kritikpunkte: Sprachlich: Kinder werden in einem Punkt mit "Zwergen" betitelt... Das geht gar nicht. Auch, wenn Birmelin aus einem ganz anderen Zeitalter stammen mag, geht das einfach gar nicht mehr.

Zudem erzählt er manchmal Dinge und lässt sie dann offen. Er geht zum nächsten Thema über ohne das vorher zu Ende erzählt zu haben - sehr frustrierend.

Fazit: Wer mit den genannten Punkten keine Probleme hat, dem ist das Buch sicher zu empfehlen. Ich jedoch belasse es wohl dabei mir die für mich interessanten Fakten meinen Bekannten mal als funfacts zu erzählen, aber ihnen das Buch nicht zu empfehlen.

Bewertung vom 25.06.2020
Denn das Leben ist eine Reise
Miller, Hanna

Denn das Leben ist eine Reise


schlecht

"Denn das Leben ist eine Reise" von Hanna Miller verspricht eine abenteuerreiche Reise mit dem Bulli von Deutschland nach Cornwall. Dies geschieht auch - in einem Satz. Der Rest des Buchs handelt von zerrütteten Vater-Sohn-Beziehungen, Mutter-Tochter-Beziehungen.

Mein größter Kritikpunkt ist: Es passiert schlichtweg nichts. Hier gibt es kaum spannende Handlung. Aimée träumt von einem idyllischen, perfekten Heim, worunter sie eben Vater, der schafft, sie, die nebenbei etwas dazuverdient und ihren gemeinsamen Sohn unter einem Haus versteht.

Jedoch versteht sie sich einfach nicht wirklich mit ihrem Mann und verlässt ihn mit ihrem Sohn zusammen nach einem weiteren Streit, der für sie das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Leider wird dieser Handlungsstrang kaum aufgelöst, wie sieht es am Ende mit ihm aus? Ist er glücklich, traurig etc.?

Gleichzeitig verspricht das Buch neben der Reise auch eine Beziehung mit ihrem Ex. Dieser ist jedoch in festen Händen... So kommt es kaum zu romantischen Dates, sodass ich mich fragte, was mir das Buch eigentlich sagen will. Ich bekam schließlich nur das Gefühl, dass Miller entweder sauer auf ihren Ehemann/Ex ist oder eine katastrophale Beziehung zu ihrer Mutter hat. Und beides sind jetzt nicht unbedingt Themen, die mich in meiner Freizeit gut unterhalten oder interessieren.

Fazit: Es war mir eine Qual das Buch zu lesen. Hätte ich im Augenblick kein anderes Werk zur Hand gehabt, hätte ich das Buch abgebrochen. Schade um das Geld. Absolut keine Leseempfehlung.