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Jazz

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Insgesamt 636 Bewertungen
Bewertung vom 03.10.2018
Von der Epoche der langen Spaltung bis ins goldene Zeitalter
Liu, Jing

Von der Epoche der langen Spaltung bis ins goldene Zeitalter


ausgezeichnet

"Von der Epoche der langen Spaltung bis ins goldene Zeitalter" ist Band 2 der vierbändigen Reihe von Jing Lius "Chinas Geschichte im Comic - China durch seine Geschichte verstehen".


Inhaltlich gibt es eine kurze Zusammenfassung des Bands 1 - was ich persönlich für irrelevant hielt, da ich jedem empfehlen würde direkt mit Band 1 zu beginnen, außer natürlich, man interessiert sich nur für die Jahre 220-907.

Man erfährt weiterhin viele Machtkämpfe, Probleme des Regierungsapparats, Reparaturversuche, dass in der Zeit sogar einmal eine Frau alle Strippe zog - für damalige Verhältnisse wirklich beeindruckend und bemerkenswert, Religionswandel,...

Zusammengefasst: Erneut ein Meisterwerk von Liu, definitiv empfehlenswert, wenn man in der Geschichte Chinas bewandert sein will.

Bewertung vom 02.10.2018
Chinas Geschichte im Comic - China durch seine Geschichte verstehen - Band 1
Liu, Jing

Chinas Geschichte im Comic - China durch seine Geschichte verstehen - Band 1


ausgezeichnet

"Die Fundamente der chinesischen Zivilisation" von Jing Liu ist ein herausragender COmic über die Geschichte Chinas. Es ist Band 1 von insgesamt 4 und bis heute einzigartig. Man erfährt sowohl Länderkunde, Schrift, Kultur, Riten, Dynastiegeschichte, warum der Verfall, die Religionen, Wirtschaft, Systeme der Regierung, als auch deren plötzliche Veränderungen... Da bleibt kaum eine Frage offen, und sollte man Detailfragen haben, so empfiehlt Liu weitere Literatur, die er selbst beim Verfassen verwendet hat. Die Darstellungen sind nachvollziehbar und durch die Erläuterungen von Diagrammen auch sehr gut verständlich. Die bösen Menschen sind erkennbar mit einem eher zackigeren,boshaften Gesichtsausdruck gezeichnet, während die Guten weicher wirken - wirklich süß gezeichnet sind.

Empfehlenswert für Menschen, die in der Geschichte Chinas interessiert sind, die Sprache möglicherweise sogar erlernen - da zweisprachig - und einen netten, kleinen, kompakten, leichten Einstieg wagen wollen.

Bewertung vom 01.10.2018
Die Sonnenschwestern
Rees, Tracy

Die Sonnenschwestern


sehr gut

"Die Sonnenschwestern" von Tracy Rees ist ihr 3. Roman. Während ich von den ersten beiden schier begeistert war und sie kaum aus den Fingern lassen konnte, muss ich sagen, zog es sich bei diesem. Warum?

Hierbei geht es um Chloe in den 1950ern und Nora im Jahr 2006, die zurück in die Vergangenheit ihrer Familie reist und hierbei einige Geheimnisse aufdeckt.
1. Die Zeit, die 1900 sind zwar malerisch dargestellt, aber haben mich nicht so berauschen können wie das 18. Jh., in denen die anderen beiden Werke spielten.
2. Nora, die Protagonistin und Heldin in dem Werk ist schon 40 und verbittert, wenn es um die Liebe geht...nicht ganz mein persönliches Lieblingsgenre. Amy Snow (1. Werk) war in ihrer Jugend - was annähernder meinem Alter entspricht. Ich konnte mich somit einfach viel leichter mit den Heldinnen ihrer anderen Werke identifizieren und mag das 18. Jh. persönlich mehr...

Aber über all das kann ich hinwegsehen, wenn ich bspw. mir einfach vorstelle, ich präferiere das 19. Jh. und bin ebenfalls 40 Jahre alt und verbittert - wenn das Buch nicht die ersten 200 Seiten vor sich hin dümpeln würde und erst ab der Hälfte so richtig Fahrt aufnimmt...

Zu allem kommt noch hinzu, dass ich den Titel kein bisschen nachvollziehen kann - wieso übersetzt man nicht einfach den englischen korrekt?

Bewertung vom 15.09.2018
Beni Icinden Sev
Batman, Ahmet

Beni Icinden Sev


ausgezeichnet

"Beni içinden sev" von Ahmet Batman ist sein sechster Roman.
Ich habe die anderen 5 nicht gelesen, werde es aber sobald es geht nachholen, da ich schier begeistert bin von diesem.

Inhaltlich fängt es an wie ein Klischeewerk der türkischen Autoren: Auf ein Drama folgt das nächste und man scheint kaum noch für den Protagonisten zu hoffen, denn jeder Lichtschimmer wird erneut zu einem Albtraum verwandelt.

Jedoch sind da einige unerwartete Wendungen, die ich nicht hatte so kommen sehen, wodurch ich so verblüfft wurde und mir am Ende nichts anderes übrig blieb als am Ende des Werks zu sagen: Das Leben ist schön.

Sprachlich: Einfaches, modernes Türkisch, für Anfänger, die sich an Romane wagen wollen definitiv geeignet.

Bewertung vom 12.09.2018
Miss Olivia und der Geschmack von Gin
Miller, Catherine

Miss Olivia und der Geschmack von Gin


ausgezeichnet

"Miss Olivia und der Geschmack von Gin" von Catherine Miller ist ein Roman über eine alte Dame, die von ihrem Sohn in ein Heim gebracht wird, wobei sie geistig sowie körperlich noch ziemlich fit ist.

Deshalb passen ihr auch die ganzen Regeln nicht, unter denen sie leben muss und bricht sie wie ein Teenager (nachts haut sie heimlich zum Strand ab, morgens geht sie nacktbaden,...). In der Mitte wird es richtig spannend, als sie zum Opfer (kein Spoiler inwiefern) wird und auf eigene Faust den Fall lösen will...

Insgesamt wirklich unterhaltsam geschrieben, flüssig lesbar, nicht anspruchsvoll.

Bewertung vom 13.08.2018
Jamies Schuld
Freyberg, Arian

Jamies Schuld


ausgezeichnet

"Jamies Schuld" von A. Freyberg ist ein historischer Roman um die zwei Brüder George und James, die beide um die Aufmerksamkeit des Vaters und um dasselbe Mädchen (Mary) buhlen. Gleichzeitig hat James mit Schuldgefühlen zu kämpfen, da er seinem Vater den Gefallen von einer Beziehung mit einer anderen Frau - aufgrund von erheblichen Geldproblemen - tun will. Noch dazu kommt die Buße, da der Vater bei der Geburt Jamies die Frau verloren und ihm dies nicht verziehen hat.

Sprachlich sehr bemüht die Schriftsprache des 19. Jh. zu imitieren, was auch zum großen Teil gelang (ich kritisiere auf hohem Niveau und bemäkele nur Kleinigkeiten), dennoch ist es wirklich gut fließend zu lesen.

Inhaltlich bin ich erstaunt, dass es nicht das Ende gefunden hat, was
ich klassischerweise bei dem Genre gewohnt bin.

Fazit:

Für alle, die gern im 19. Jh. schwelgen und von den immerzu gleichen Abschlüssen überdrüssig sind, def. eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 10.08.2018
Zwischen Wahrheit und Lüge
Grippando, James

Zwischen Wahrheit und Lüge


sehr gut

"Zwischen Wahrheit und Lüge" ist ein wirklich herausragender Justizthriller von James Grippando. Es ist der 25. Fall von Jack Swyteck, jedoch muss man nicht zwangsweise die vorigen Bände gelesen haben, um diesen zu verstehen.

Inhaltlich geht es darum, dass der beste Freund Keith aus der Schulzeit Jack mitsamt seiner Familie ihn in Miami besuchen kommt und die Ehefrau Keiths, Isa, direkt nach dem Abflug vor den Augen ihrer kleinen Tochter festgenommen wird, Vorwurf: Mord.

Jack wird sofort als Anwalt engagiert, ein weiterer Anwalt gesellt sich dazu, Isa kommt auf Kaution frei und dann wird auch noch der Mann wegen Beihilfe angeklagt, der jedoch das Opfer niemals kennengelernt hat...sehr verwirrend.

Inhaltlich:

Es gibt sehr viel mehr Charaktere und selbst wenn diese nur am Rand auftauchen - so sind sie immens wichtig für die Handlung!

Ich wäre niemals auf die Auflösung des Falls gekommen, muss aber einen Punkt abziehen, da am Ende doch alles zu glatt gelöst wurde und wirklich diejenigen sich als die Bösen/Guten entpuppt haben, die schon am Anfang eine reine/schwarze Weste hatten...

Einen Cliffhanger, ein Schockmoment, eine Enttäuschung, Überraschung,...mit solchen Eigenschaften zum Schluss wären es 5 Sterne geworden.

Bewertung vom 06.08.2018
Kein Geld macht auch nicht glücklich
Wolk, Philipp

Kein Geld macht auch nicht glücklich


ausgezeichnet

"Kein Geld macht auch nicht glücklich" vom Finanzexperten Philipp Wolk in Zusammenarbeit mit dem Autoren Jochen Till ist ein wirklich amüsanter Roman, der in einzelnen Kapiteln vom kleinen Anlegen, zum großen Anlegen in Immobilien und Aktien und zum sorgsamen Entsparen - aka das Geld ausgeben - im Rentenalter natürlich.

Ich muss sagen, dass ich vieles schon wusste (Versicherungen werden auch genannt), aber hier einige Details mich überrascht haben. Vieles wie Aktien - von dem ich schon gehört hatte, aber nichts verstand - wurde verständnisvoll erläutert - ich habe dennoch weiterhin kein Geld dafür, aber hoffentlich kommen irgendwann diese Zeiten.

Zusammengefasst: gut erklärte Basics, klare Struktur des Buchs, humorvoll. Top Empfehlung für Nullchecker, die immer blank sind.

Bewertung vom 02.08.2018
Familienboot
Eriksen, Karen

Familienboot


gut

In "Familienboot" geht es um eine vierköpfige Familie (Vater, Mutter, Sohn mit Asperger (4.Klasse) und Tochter (1. Klasse)), die ein Jahr die Welt umsegelt, angefangen von Europas Mittelmeerküste, bis hin zu Gran Canaria und von dort aus mit der ARC nach St. Lucia über den Atlantik.

Hin und wieder sind weitere Segler mit an Bord, die Großelterngeneration oder Freunde.

Inhaltlich geht es leider viel zu selten um das Segeln und die Orte, die besichtigt werden, da kommt wenig Urlaubsfeeling auf.

In den Beiträgen der Mutter:

Viel zu oft geht es um die Hausaufgaben, die die Kinder nicht machen wollen und die Eltern frustriert und überfordert erscheinen. (Da sie über 50 sind und Kleinkinder haben - kein Wunder, aber selbst Schuld für solch eine Entscheidung?) Als Baldrentner haben sie wohl einfach nicht mehr die Kraft und Energie von Eltern, die 30+ sind...daher mit Kindern in dem Alter sich auf solch eine Abenteuerreise zu begeben, erscheint mir verantwortungslos, selbstsüchtig und ungerecht den Kindern gegenüber, die in dem Alter wohl vielmehr auf Sicherheit und einen geregelten Alltag mit Gleichaltrigen benötigen, um Freundschaften aufbauen zu können.

Weiterhin erzählt sie viel zu oft über das Essen, was hier gut, teuer, schlecht etc. war, ohne aber das Restaurant zu nennen...was bringt das? Außerdem erzählt sie auch viel zu oft, dass sie sich Hosen kaufen, Lebensmittel kaufen und dann mit ihnen kochen und essen - auch nicht gerade spannend.

Beiträge des Vaters:

Sehr kurze, sehr seltene und insgesamt geht es um iwas, was am Schiff kaputt ist und repariert werden muss.

Beiträge der Kinder:

Nichtssagend.

Fazit:

Wenn man es wirklich durchziehen will: Eine Segelreise mit Kindern veranstalten will: nett zu lesen, man erhält ein bisschen Einblick in den Alltag, ich persönlich würde aber weder solch eine Reise mit Kindern empfehlen, noch das Buch...es hat mich einfach nicht wirklich packen können.

Die Fotos darin haben auch meist nicht die Qualität, die man von heutigen Kameras erwarten würde (ja, sie sind keine Fotografen, aber dennoch - das sind all die Insta Berühmtheiten auch nicht). Und man sieht leider auf vielen Fotos kaum etwas...

Ich bin etwas enttäuscht.