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Eva_G

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Insgesamt 1586 Bewertungen
Bewertung vom 19.11.2025
Helena Kraljic

Ein Geschenk für Schnecke Lilly


ausgezeichnet

Schnecke Lilly hat Geburtstag

... und Ameise Minnie ist ratlos. Denn ihr will einfach kein passendes Geschenk für ihre Freundin einfallen. Dabei haben alle ihre Freunde so tolle Ideen. Doch mit jedem Geschenk, das diese an ihr vorbeitragen, wird sie trauriger. Bis sie schließlich eine tolle Idee hat...

Helena Kraljic erzählt in diesem Kinderbuch ab drei Jahren über die Macht der kleinen Gesten und wie schön und wichtig Freundschaft ist. Zusammen mit den stimmungsvollen und einzigartigen Illustration von Rebecca Harry wird das Buch wunderbar abgerundet.

Ich bin ganz begeistert von dieser kleinen, aber doch so wichtigen Botschaft, die das Buch vermittelt. Denn egal wie groß ein Geburtstagsgeschenk sein mag, die Freundschaft und der Zusammenhalt untereinander sind viel wichtiger und das wahre Geschenk an einem Geburtstag.

Bewertung vom 18.11.2025
Kinney, Jeff

Bock auf Party? / Gregs Tagebuch Bd.20


ausgezeichnet

Gregs ultimative Geburtstagsparty

Greg hat bald wieder Geburtstag und weiß noch gar nicht richtig, was er sich denn wünschen soll. Denn mit dem Wünschen ist es ja immer so eine Sache. Eigentlich hätte er ja gerne etwas richtig Cooles, wie zum Beispiel ein Jetski, ein Katana-Schwert, wie es Ninjas benutzen oder einfach nur haufenweise Geld. Doch leider sind seine letzten Geburtstagswünsche nicht in Erfüllung gegangen und mittlerweile weiß er auch nicht mehr, wie er es anstellen soll, dass er endlich das ultimative Geschenk bekommt. Als es dann endlich soweit ist, hofft er sehr, dass seine Eltern am Frühstückstisch nur so tun, als wüssten sie nicht, welcher Tag heute ist und auch, als er im Haushalt helfen muss, wirkt es nicht so, als wüssten sie es. Doch Greg will ihnen die Überraschung nicht verderben, denn er ist sich sicher, dass der Kuchen, den seine Mutter seit Tagen vorbereitet ganz allein für ihn ist und bei seiner Überraschungsparty serviert werden soll. Allerdings ist die vermeintliche Party wirklich nur der Kuchenwettbewerb der Kirche und Greg ist bitter enttäuscht. Aber Greg gibt nicht auf und hofft auf das schlechte Gewissen seiner Eltern...

Jeff Kinney schreibt diesen zwanzigsten Band rund um Greg, seine Familie und Rupert auf die gewohnte Weise, indem er kurze Texte und kleine Cartoons mischt. So liest sich das Buch extrem schnell und ist zudem sehr unterhaltsam.

Meine Tochter und ich haben schon viele der Bände von Gregs Tagebuch gemeinsam gelesen und waren immer wieder begeistert von den witzigen Situationen, in die nur Greg sich manövrieren kann. So war es auch diesmal wieder, denn nur Greg kann so etwas passieren, wie dass seine Eltern seinen Geburtstag vergessen - obwohl er dieses Mal natürlich wirklich gar keine Schuld daran trägt, sondern der alte Kühlschrank schuld ist. Ein rundum gelungener neuer Band, der hoffentlich noch lange nicht der letzte sein wird...

Bewertung vom 18.11.2025
Janz, Tanja

Winterlicht am Meer


ausgezeichnet

Herzensort: St. Peter-Ording

Imke hat vor einigen Jahren ihre Heimat St. Peter-Ording verlassen, um erst Theologie in Hamburg zu studieren und dann eine Pastorenstelle im Münsterland anzunehmen. Seit knapp einem Jahr ist sie nun in einem Jugendzentrum angestellt, da ihre Pfarrgemeinde leider aufgelöst werden musste aufgrund von zu wenig Mitgliedern. Als sie nun ein Hilferuf ihrer Eltern aus St. Peter-Ording ereilt, muss sie gar nicht lange nachdenken und sagt zu. Denn ihr Vater, der Pastor ihres Heimatortes, ist gestürzt und hat sich einen komplizierten Beinbruch zugezogen. Nun liegt er im OP und Imkes Mutter hat Angst, dass die Pfarrei nun den ganzen Adven über unbesetzt sein würde. Das wäre eine Katastrophe, denn gerade in der Vorweihnachtszeit ist in der Kirchengemeinde viel los und ein Pastor oder eine Pastorin dringend notwendig. Imke ist gespannt, was sie wohl erwartet, freut sich aber, endlich wieder in ihrem eigentlichen Beruf tätig sein zu dürfen. Imkes Rückkehr in ihre Heimat bleibt nicht unentdeckt und bereits bei der ersten Sitzung und Planung der Adventszeit und ihren Veranstaltungen erfährt sie nicht nur Unterstützung, sondern auch Skepsis, denn ihren Umzug weg von ihrem Zuhause hat ihr nicht jeder verziehen. Doch Imke bleibt souverän und plant den Weihnachtsbasar, hält Andachten, restauriert die Weihnachtsmarktbuden und lässt ihre Freundschaft zu Jugendfreundin Sinja wiederaufleben. Und irgendwie spürt sie eine Verbundenheit zu St. Peter-Ording, die in den letzten Jahren nicht mehr da war...

Tanja Janz nimmt ihre Leser auch in diesem Winterroman wieder mit an ihren Lieblingsort St. Peter-Ording. Der Ort an der Nordsee hat eine ganz besondere Stimmung, die sich positiv auf den gesamten Roman überträgt. Nun, im Winter, ist der Ort noch besonderer und macht Lust auf einen Ausflug an die Nordsee, wenn in den Salzwiesen die Salzkristalle glitzern und alles von einer dünnen Schicht Schnee überzogen ist. Imke und ihr Job als Pastorin sorgen für zusätzliche Weihnachtsstimmung. Da sich der Erzählstil von Tanja Janz so flüssig liest, fliegen die Seiten nur so dahin.

In den letzten Jahren gab es kaum einen Roman, den ich von der Autorin nicht gelesen und geliebt habe. So habe ich auch dieses Buch voller Freude gelesen und war wirklich traurig, als das Ende viel zu schnell erreicht war. Die bezaubernd schöne Kulisse, die gute Stimmung und die sympathischen Charaktere haben durchgehend für gute Laune und gleichzeitig großes Meerweh gesorgt...

Bewertung vom 17.11.2025
König, Karin

Küstensommer


ausgezeichnet

Ninas Sommer der zweiten Chancen

Nina Meerbach liebt ihren Job als Grundschullehrerin und gibt alles als alleinerziehende Mama der siebenjährigen Hannah und Mitbetreiberin einer Familienpension. Doch obwohl das alles toll klingt, ist ihr Alltag nur halb so wundervoll, wie er sein könnte. Denn ihr Ex-Mann Jan, von dem sie immerhin schon seit sechs Jahren geschieden ist, macht ihr das Leben schwer. Stellt er doch den Anspruch, dass es Hannah bei ihm in Hamburg viel besser gehen würde als bei ihr in Altensande, dem kleinen Ort direkt an der Ostsee. Nina ist so wütend, denn er möchte, dass Hannah die Entscheidung ganz allein trifft und die Gefahr ist hoch, dass er mit seinem Geld und dem süßen Welpen winkt, was zuerst sicherlich verlockend scheinen mag für ein kleines Mädchen und sich Hannah für einen Neuanfang in Hamburg entscheidet. Allerdings kann sie ihn überzeugen, diese Frage erst nach dem Fußballcamp im Sommer zu stellen. Damit dieses Camp zum allerbesten ihres jungen Lebens wird, lässt sich Nina überreden, an der Organisation und Durchführung mitzumachen. Dass aber ihre erste große Liebe und auch Verursacher ihres ersten Liebeskummers der neue Fußballtrainer von Hannah ist und somit der leitende Planer der gesamten Woche, macht es für Nina wirklich schwierig. Weil Nina aber alles für ihre Tochter tut, bemüht sie sich um ein umkompliziertes Verhältnis zu Chris, der allerdings lieber an alte Zeiten anknüpfen würde... Kann Nina ihm vielleicht doch noch einmal verzeihen?

Karin König knüpft mit diesem Roman perfekt an den ersten Band der Reihe "Muschelsommer" an, in dem sich alles um Sandra, Ninas Schwester, dreht. Nina ist eine sehr starke Frau und somit eine beeindruckende Protagonistin, die vollkommen für ihre Familie lebt und ihre Entscheidungen lieber mit dem Kopf als mit dem Bauch trifft. Genau aus diesem Grund wird dieser Sommer auch der Sommer der zweiten Chancen.

Voller Begeisterung habe ich vor einiger Zeit den Vorgänger- und Auftaktband der Reihe gelesen und war nun gespannt, wem sich die Autorin nun widmet. Da Nina eine tolle Frau ist, habe ich das Buch gerne und wirklich schnell gelesen. Ich mag die sommerliche Stimmung an der Ostsee, die Konflikte, die Nina irgendwie immer gelöst bekommt und Chris, der um seine erste Liebe kämpft, auch wenn sie es ihm schwer macht. Daher ein sehr empfehlenswerter Roman, der mehr Bekanntheit verdient hat!

Bewertung vom 16.11.2025
Funck, Anne

Mein magisches Museum und Vincent van Gogh


ausgezeichnet

Ein Ausflug in die Welt von Vincent van Gogh

Professor Emilio Dell'Arte organisiert eine Kunstaustellung mit den Bildern von Vincent van Gogh. Doch gerade ist noch nichts fertig und er braucht dringend Hilfe. Während er also seine Ausstellung vervollständigt, begeben sich die Leser des Buches auf eine Reise durch die Welt und das Leben von Vincent van Gogh. So war Vincent ein großer Freund verschiedenster Farben, die auch alle einen Namen von ihm erhielten. Mit dieser kunterbunten Auswahl malt er neben über vierzig Selbstportäts die Bauern bei der Feldarbeit, Montmartre, viele Gärten und Blumen, am liebsten Sonnenblumen und Orte, an denen er Zeit seines Lebens war und die ihn geprägt haben. So ist ein großer Schatz an Kunstwerken entstanden, die auch heute noch ihre Betrachter begeistern.

Die Autorin Anne Funck hat dieses Kinderbuch für Kinder ab sechs Jahren gemeinsam mit dem Illustrator Daniel Sulzberg gestaltet. Sie widmen sich neben dem Leben des berühmten Künstlers auch seinen Werken und den Stationen, an denen er bereits gelebt hat. Anhand von vielen Mitmachaufgaben, wie Mal- und Suchaufgaben und Experimenten, werden die jungen Leser aufgefordert, selbst künstlerisch tätig zu werden. Da die Texte kurz gehalten und in kindgerechter Sprache verfasst wurden, lassen sich diese gut und flüssig vorlesen. Auch der Seitenaufbau ist dank vieler kleiner Details sehr ansprechend und niemals gleich.

Meine Tochter und ich waren bereits beim ersten Lesen in diesem Buch begeistert. Denn die Aufgaben sind so unterhaltsam und interessant, dass sich das Mitmachen nicht nur für Kinder lohnt. Da wir Vincent van Gogh zwar kannten, aber längst nicht so viel über ihn wussten, konnten wir ihn nun besser kennenlernen und tief in sein Wirken eintauchen. Ein rundum perfekt gelungenes Kinderbuch!

Bewertung vom 15.11.2025
Lukas, Jana

Herzklopfen in der Bergpraxis / Die Bergpraxis Bd.1


ausgezeichnet

Sanna & Mats - Zwei, die sich eigentlich nicht leiden können

Sanna Thaler liebt ihr beschauliches Leben in der Kleinstadt Waldkirch mitten im Allgäu, umgeben von Bergen und friedlicher, unberührter Natur. Doch als ihre Eltern einfach so und vollkommen spontan zu ihrer langersehnten Weltreise aufbrechen, ist es vorbei mit der Ruhe. Denn die beiden Geschwister Sanna und Simon, die gemeinsam mit ihrer Mutter die Praxis für Allgemeinmedizin und Kinder betreiben stehen nun plötzlich allein vor einer Menge Patienten, die versorgt werden wollen. Simon fragt deshalb Mats, der nicht nur mit ihm studiert hat, sondern auch mit beiden Thalers in einer WG in München gelebt hat. Mittlerweile lebt und arbeitet Mats in Frankfurt und liebt das turbulente Arbeiten in der Notaufnahme der Uniklinik. Leider steht er gerade vor zwei Monaten Pause, die er eigentlich mit seiner Freundin auf den Malediven verbringen wollte, bevor er mit ihr nach Boston in die USA auswandert, um dort in einem renommierten Traumazentrum anzufangen. Diese hat ihn aber nun verlassen, um einen Neuanfang in New York zu wagen. Ihren weißen Zwergpudel Ginny konnte sie bei ihrem Neubeginn leider nicht mehr gebrauchen und hat ihn deshalb bei Mats gelassen, der mit Hunden eigentlich gar nichts anfangen kann. Um nicht vor Langeweile sterben zu müssen, geht Mats spontan auf Simons Bitte ein und zieht kurzfristig nach Waldkirch. Doch die Zwistigkeiten mit Sanna, die bereits seit dem Studium bestehen, gehen so weiter, als lägen nicht zehn Jahre zwischen ihrer letzten Begegnung und heute. Dennoch raufen sie sich zusammen, denn eine gute Zusammenarbeit ist in der kleinen Arztpraxis unbedingt notwendig. Und irgendwie hat Mats früher auch mehr genervt, findet Sanna.

Jana Lukas erzählt in diesem Roman über Sanna, Mats und Simon und deren Leben in der beschaulichen Kleinstadt Waldkirch. So beschreibt sie längst nicht nur die Geschichte von den drei Freunden, sondern auch das Leben in der beschaulichen Ortschaft, die Arbeit in der Praxis und die Ausflüge in die unberührte Natur, auf Alpen und zu lokalpolitischen Ereignissen. Ihr Erzählstil ist unterhaltsam und kurzweilig. Da die Perspektivwechsel zwischen Sanna und Mats regelmäßig stattfinden, erhalten die Leser Einblicke in die Gedankenwelt der beiden Ärzte und fühlen sich so beiden gleichermaßen nah.

Ich liebe die Romane von Jana Lukas sehr, denn sie beherrscht es einfach immer wieder perfekt, mir gute Laune und absolut entspannte Lesestunden zu schenken. Auch von Sanna und Lukas Geschichte war ich sofort gefesselt und wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ich finde die Kulisse der Allgäuer Alpen so passend für dieses Buch, dass ich jetzt am liebsten selbst wahlweise in Sannas Wohnzimmer oder in Mats Tiny Haus sitzen würde und entspannt auf das Alpenpanorama vor den Fenstern blicken würde. Gut, dass dieser Roman erst der erste Band der Reihe ist und ich noch zweimal zurück nach Waldkirch kommen darf!

Bewertung vom 14.11.2025
de Haes, Ian

Glück oder Pech


ausgezeichnet

... denn Glück und Pech liegen oft nah beieinander!

Der Junge und der Bär spielen gemeinsam im Wald, als der Bär plötzlich ausrutscht und dabei den Hang hinunterkullert. Nun ist er zwar schmutzig, hat aber einen funkelnden Diamanten gefunden. Auf dem Weg zum Laden in der Stadt verliert er den Stein aber wieder. Doch als sie sich auf die Suche danach begeben, finden sie einen ganzen Schatz in einer Höhle. Aber dann kommen drei Diebe und rauben ihren schweren Sack voller Gold. Als aber die Brücke unter den Dieben und ihrer schweren Last zusammenbricht, sind der Bär und der Junge nur ein wenig betrübt auf dem Weg zurück in den Ort. Von der Ladenbesitzerin bekommen sie zum Trost von jedem ein kleines Stück. Sodass ihnen von den ganzen Leckereien gleich übel wird und sie sich unter dem Baum ausruhen müssen. Den bösen Oger schreckt das aber ab und er verschwindet wieder. So war es nun ein rundum großartiger Tag für die beiden Freunde!

Ian de Haes erzählt in diesem Buch eine unterhaltsame Geschichte über die positiven und negativen Seiten von ein und derselben Situation. Denn Glück kann gleichzeitig auch Pech sein oder andersherum. So widmet der Autor und Illustrator Ian de Haes das Buch zwar Kindern ab vier Jahren, die grundlegende Frage nach Glück oder Pech richtet sich aber ebenso an die Erwachsenen, die das Buch auch lesen.

Meine Tochter und ich finden das Buch sehr gelungen, denn neben den flüssigen und einfach verständlichen Texten in Reimform begeistern uns auch die wunderschönen Illustrationen. Da das Thema sehr zum Nachdenken anregt und die Frage, ob das Glas nun halb leer oder halb voll ist, eine interessante ist, haben wir auch nach dem Lesen noch immer wieder über Situationen gesprochen, die beides sein können, je nach persönlicher Einstellung. Daher empfehlen wir das Buch gerne weiter.

Bewertung vom 12.11.2025
Bast, Eva-Maria

Camille und der Glanz von Gold / Der Schmuckpalast Bd.2


ausgezeichnet

Schwere Zeiten für Camille und die Familie Cartier

Paris, 1873: Alfred Cartier kehrt nach erfolgreichen Geschäften in London wieder in seine Heimatstadt Paris zurück. Denn er hat in England den Schmuck des familieneigenen Juweliergeschäfts bekannter gemacht und neben guten Kontakten auch alle Schmuckstücke veräußern können. Da sich sein Vater schon länger mit dem Gedanken trägt, das Familiengeschäft nun in die Hände seines Sohnen zu geben, sieht er den richtigen Zeitpunkt nun gekommen. Und Alfred freut sich sehr über diesen Vertrauensbeweis. Denn obwohl auch seine Schwester Camille und deren Mann Prosper bereits in die Herstellung und Vermarktung der hochwertigen Schmuckstücke einbezogen sind, war immer klar, dass Alfred einmal alles bekommen würde. Doch obwohl nun eine neue Generation die Geschicke lenkt, würde sich der Vater noch nicht komplett aus allem heraushalten und die Familie bleibt so eng verwachsen wie eh und je. Diesen Zusammenhalt brauchen sie auch als zwei Schicksalsschläge in kurzer Zeit Camille und die gesamte Familie Cartier tief erschüttern...

Eva-Maria Bast gelingt es auf perfekte Weise an den ersten Band der Familiensaga anzuknüpfen. Da sie kaum Informationen aus dem Vorgängerroman wiederholt, ist es daher angebracht, die Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen. So kommt es aber auch zu keinen Längen zu Beginn des Buches. Da die Handlung durchweg interessant und fesselnd ist, auch dank der schweren Schicksalsschläge, fliegen die Seiten nur so dahin.

Dieser zweite Band hat mich so gepackt, dass ich das Buch innerhalb eines Tages beendet habe. Denn der Erzählstil von Eva-Maria Bast ist so fesselnd, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Daher bin ich auch schon sehr auf den dritten und leider letzten Band gespannt!

Bewertung vom 11.11.2025

Erstes Aufklappen und Verstehen: Woher kommt unser Wasser?


ausgezeichnet

Unser Wasser

Überall auf der Erde befindet sich Wasser. Doch weißt du, wieviel Wasser in den Ozeanen ist? Oder warum es regnet? Ob das Wasser auf der Erde für alle Menschen reicht? Warum aus Schnee schnell wieder Wasser werden kann?

Die Autorin Kimberley Kinloch hat gemeinsam mit Illustrator Dan Taylor sämtliche Informationen über Wasser gesammelt und auf den Doppelseiten zu den verschiedenen Themen zusammengefasst. So widmet sich das Buch dem Regen, dem Nutzen von Wasser, der Herkunft, den Meeren, den Menschen und dem benötigten sauberen Wasser und lustigen Fakten rund um Wasser. Alle Informationen wurden anhand von teilweise lustigen Fragen formuliert und dann hinter den über vierzig Klappen beantwortet. Dank der vielen farbenfrohen Illustrationen ist das Buch sehr unterhaltsam und in keinster Weise langweilig.

Meine Tochter und ich haben das Buch über mehrere Tage immer wieder angesehen und immer wieder neue Informationen entdeckt, die wir uns bis dahin noch nicht gemerkt hatten. So ist das Buch über längere Zeit durchaus interessant und sorgt für ein breites Wissen rund um unser Wasser.

Bewertung vom 10.11.2025
Sternberg, Emma

Der Wind und die Wellen und wir


ausgezeichnet

Ein Neuanfang in Schweden

Hanna und Moritz wollen morgen heiraten. Doch in der Nacht vor der Hochzeit überkommt Hanna ein so intensives Gefühl, das sich nicht unterdrücken lässt, und sie setzt sich schließlich einfach in ihren Schnuffi, den Camper-T2, der sie eigentlich zu ihren Flitterwochen nach Italien bringen sollte, und fährt immer Richtung Norden. Als wäre diese Fahrt nicht schon schwierig und aufwühlend genug, findet sie an einer Autobahnraststätte auch noch Chili, den liebenswürdigen Mischling, der dort einfach so ausgesetzt worden ist. Doch Hanna wird sich von Kilometer zu Kilometer sicherer, dass ihre Entscheidung zu gehen richtig war. Als sie letztlich in Schweden ankommt, findet sie dank einer freundlichen Bedienung in einem Eiscafé einen tollen Platz zum Campen auf einem Privatgrundstück. Die Besitzerin des sehr heruntergekommenen typisch schwedischen Hofes ist allerdings etwas speziell und Hanna weiß anfangs nicht, ob sie wirklich dort bleiben möchte. Doch sie gibt Iris eine Chance und spürt schnell, dass sie Hilfe braucht und Hanna die Ablenkung und das Gefühl, etwas zu schaffen, ihr guttun. Aus einigen Tagen werden Wochen und Hanna bekommt endlich wieder das Gefühl, sie selbst sein zu können.

Emma Sternberg widmet diesen sommerlichen Wohlfühlroman ganz Hanna, die voller Zweifel und Unsicherheit in Schweden ankommt und schließlich als starke, mutige und selbstbewusste Frau ihr Leben wieder in die Hand nimmt. Obwohl das Leben dort auch nicht nur lockerleicht ist, ist Hanna eine andere und überzeugt so auch die Leser dieses Buches von sich. Da die Autorin eine Kulisse mit Meer, weiter schwedischer Landschaft und einer beschaulichen Kleinstadt gewählt hat, wirkt der gesamte Roman unbeschwert und hat etwas wildromantisches.

Da ich bereits einige Romane der Autorin gelesen habe, weiß ich um ihre großartige Art zu erzählen. Denn die Handlung ist durchweg kurzweilig, berührend und sommerlich schön. Weil Schweden einer meiner Sehnsuchtsorte ist, lasse ich mich gerne dorthin entführen und war auch diesmal begeistert von der traumhaft schönen Landschaft, die sich so positiv auf das gesamte Geschehen im Roman auswirkt. Ein rundum wunderschöner, empfehlenswerter Feel-Good-Roman!