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Benutzername: 
Eva Fl.
Wohnort: 
Franken

Bewertungen

Insgesamt 1068 Bewertungen
Bewertung vom 18.11.2019
Warum ich meinen Mann schon oft in die Wüste schicken, aber noch nie rauswerfen wollte
Pinnow, Judith

Warum ich meinen Mann schon oft in die Wüste schicken, aber noch nie rauswerfen wollte


ausgezeichnet

Wenn Mann die Prise Salz am liebsten abwiegen möchte.

In diesem Buch berichtet Judith Pinnow über die Macken und Marotten ihres Mannes, natürlich mit einem Augenzwinkern. Denn das kennt sicher jede Frau, angefangen von den liegengelassenen Socken bis hin zu den expliziten Angaben beim Kochen, die Mann braucht, Situationen die einen zur Weißglut bringen. Hier schildert sie die verschiedensten Marotten, die aber doch wieder für den Funken Liebenswürdigkeit sorgen und die Liebe natürlich lebendig halten.

Der Titel des Buches ist ja durchaus schon aussagekräftig, wie ich finde. Umso gespannter war ich auf die einzelnen Schilderungen darin, denn den Schreibstil von Judith Pinnow kannte ich ja bereits, war aber auf diese Umsetzung hier nun neugierig. Der Schreibstil des Buches, welches immer wieder schön mit Bildern von Christine Goppel, entsprechend zum jeweiligen Thema, gestaltet ist, hat mir gut gefallen. Es liest sich angenehm, ist nicht schwer zu verstehen, keine wirklichen Fremdwörter oder Fachbegriffe, echt schön und absolut verständlich geschrieben.

Inhaltlich musste ich sehr viel schmunzeln. Geht’s da doch um die verschiedensten Situationen im Alltag, angefangen vom überall-einschlafen-können über die spezielle Ordnung (Vertrag der Klavierlehrerin von Tochter Anna ist im Ordner „Rente“ – logisch, oder?) bis hin zum Thema „Sex“, bei dem für Frau gewisse Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit sie entspannen kann, Mann aber „immer kann“. In gewisser Weise bekommt man hier doch spannende Einblicke ins Leben von Judith und Stefan Pinnow, kann aber selbst auch so manche Parallelen entdecken. Für mich war es so, dass ich die beiden durch diese Schilderungen als absolut liebens- und glaubwürdig empfunden habe, durchaus natürlich, wenngleich im Buch natürlich „Kritik“ am Partner geäußert wird, diese aber ja doch als Marotte in abgeschwächter Form daher kommt.

Doch natürlich ist es nicht nur so, dass sich Frau über den Mann aufregt, weil er Dinge eben immer wieder anders, manchmal gefühlt komplizierter als es sein muss, macht, denn sonst wären man als Paar ja nicht mehr zusammen. Gerade die ein oder andere Macke macht das Zusammenleben oder gar die Partnerschaft ja auch aus, was man im Buch auch immer wieder lebendig mitbekommt.

Für mich war es eine interessante und amüsante Lektüre, bei der ich immer mal wieder sehr Schmunzeln musste. Es regt durchaus zum Nachdenken an, denn beim Lesen überlegt man schließlich auch, was in der eigenen Partnerschaft/Ehe vielleicht manchmal nervig am Partner ist, ihn aber doch wieder so liebenswert macht. Insofern war es für mich ein sehr gelungenes Buch, das man mit unter 90 Seiten durchaus schnell lesen kann, wenn man das möchte. Ich habe es mir zuerst ein bisschen eingeteilt und immer mal wieder eine Geschichte gelesen, bis ich es schließlich gesamt lesen wollte. Von mir gibt es hier eine Empfehlung und 5 von 5 Sternen.

Bewertung vom 15.11.2019
Tod unter Lametta 2
Sting, Kai Magnus

Tod unter Lametta 2


sehr gut

Es gibt Rösti mit Rösti.

Dank einem Gewinnspiel verreist Hobbydetektiv Alfons Friedrichsberg kurz vor Weihnachten mit seinen beiden Freunden in den verschneiten Schwarzwald. Doch kaum dort angekommen, geht es drunter und drüber. Denn da wird ein Yeti gesichtet und Leute aus dem Luxushotel sind plötzlich spurlos verschwunden. Aber natürlich mischt Friedrichsberg wieder mit und greift tief in seine kriminalistische Trickkiste.

Nachdem ich im vergangenen Jahr schon „Tod unter Lametta“ angehört hatte, war ich auf „Tod unter Lametta 2“ durchaus gespannt, denn die Geschichte damals war schon sehr kurios, unterhaltsam und amüsant.

Gesprochen wurde dieser weihnachtliche Krimi-Spaß von Annette Frier, Jochen Malmsheimer, Bastian Pastewka und Kai Magnus Sting. Generell kann man alles gut verstehen, da es teilweise aber sehr turbulent zugeht überhört man durchaus die ein oder andere Aussage. Was nicht unbedingt schlimm ist, beim zweiten Hören nimmt man dann sicher alles „Überhörte“ war. Die Geschichte ist mit den verschiedensten Geräuschen immer wieder untermalt bzw. ausgeschmückt, was das Ganze wirklich sehr lebhaft macht.

Die Geschichte ist denkbar kurios und abstrus, aber wirklich sehr unterhaltsam. Die gemächliche Art der drei Herren ist immer wieder sehr lustig, wenngleich es aber eben sehr turbulent zugeht, langweilig wird es hier nie. Auch sind sämtliche Sprecher (männlich wie weiblich) in mehreren Rollen unterwegs, da werden dann eben mal schnell Dialekte eingearbeitet oder die Stimme verstellt. Das finde ich sehr gelungen, macht es aber auch ein klein wenig unübersichtlich, aber eben auch sehr unterhaltsam.

Alles in allem hat mir „Tod unter Lametta 2“ echt gut gefallen, ich wurde super unterhalten, es war spannend und lustig – mir aber teilweise eine Spur zu übertrieben. Manchmal war es mir einfach zu viel Witz auf einen Schlag und dadurch dann etwas undeutlich. Das macht aber nur einen kleinen Teil meiner gesamten Wertung aus. Generell kann ich das Hörspiel wirklich empfehlen und vergebe hier 4 von 5 Sternen.

Bewertung vom 13.11.2019
Willow - Eine Außerirdische in England
Rensch, Stefan

Willow - Eine Außerirdische in England


ausgezeichnet

Wenn Mastermind Echolot Butterbot bei Kill Bambi Videoinstallationen ausstellt.

Willow ist ein Außerirdischer, getarnt im Körper eines Mannes. So verbringt er, klug und geistreich wie er ist, ein Jahr in Deutschland. Nach einem Jahr nun zieht es ihn nach England und dort ist er nun, Tarnung sei Dank – im Körper einer Frau. Nun gilt es also, sich in Brighton erst einmal zurecht zu finden – und sich dann noch an das Dasein als Frau zu gewöhnen. Alles nicht so einfach, für einen Außerirdischen!

Auf dieses Buch habe ich mich echt gefreut, denn die Vorgängergeschichte von „Willow in Deutschland“ kannte ich schon, wenngleich „nur“ als Hörbuch. (Sehr unterhaltsam gelesen von Christian Ulmen.)

Der Schreibstil des Buches hat mir unheimlich gut gefallen, es sind quasi Tagebucheinträge bzw. Notizen über das an den verschiedenen Tagen erlebte. Von kurzen Einträgen bis hin zu ausführlichen Gedanken und Erlebnissen hat man hier einen guten Einblick in den Alltag von Willow. Für mich war es soweit gut verständlich, ich hatte hier keine Probleme beim Lesen. Gelegentlich kommen manchmal Begriffe oder eben auch im Speziellen Serien bzw. Filme vor, die für den ein oder anderen „Insiderwitz“ sorgen, hier habe ich sicher auch manches nicht so verstanden wie andere Leser – damit kann ich aber durchaus leben.

Die Geschichte ist so genial geschrieben, wunderbar komisch und abstrus und doch wieder so ehrlich. Willow nimmt nun als Frau alles natürlich ganz anders wahr, muss sich erst einmal zurechtfinden, einen Job ergattern und auch mit ihrem Körper zurechtkommen. („O mein Gott! Ich sterbe! Warum stirbt dieser Körper denn jetzt? Blut, überall Blut!“ -Seite 19). Dinge, die für uns alle so alltäglich, ja gar „normal“ sind, sind es für Willow eben nicht – und das macht sie so liebenswert, auf ihre ganz eigene Art und Weise. Auch ihre Kollegen (männlich wie weiblich) sind alles wunderbare Charaktere, allen voran Eddie. Diese Figur ist so gelungen und zeigt auf, wie auch jemand mit einer Behinderung gut in diese spezielle Truppe passt.

Der Humor im Buch ist durchaus schon speziell, mir hat er unheimlich gefallen. Ich habe so gelacht beim Lesen des Buches, es ist einfach so kurios und gut.

Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen. Beim Lesen hatte ich immer mal wieder Christian Ulmen im Kopf, der ja das Vorgänger-Buch als Hörbuch gelesen hat. Auch manche Begriffe „verbinde“ ich entsprechend mit ihm, gerade wenn so etwas wie „Voll schöni!“ im Buch vorkam. Von mit gibt es 5 von 5 Sternen und eine absolute Empfehlung für dieses total unterhaltsame und lustige Buch.

Bewertung vom 11.11.2019
Ich bin so knallvergnügt erwacht (MP3-Download)
Ringelnatz, Joachim; Morgenstern, Christian; Busch, Wilhelm; Twain, Mark; Valentin, Karl; Thoma, Ludwig; Eco, Umberto; Tucholsky, Kurt

Ich bin so knallvergnügt erwacht (MP3-Download)


ausgezeichnet

Da bin i, deshalb brauchen’s doch net so plärrn!

Diese unterhaltsame Zusammenstellung enthält die verschiedensten Geschichten und Gedichte, von Wilhelm Busch, Joachim Ringelnatz über Karl Valentin bis hin zu Jan Weiler. Vorgelesen bzw. Vorgetragen werden diese u.a. von Jürgen von der Lippe, Nina Weiler, Gert Heidenreich, Gisela Schneeberger oder auch Axel Milberg.

Gerade unterwegs finde ich lustige Unterhaltung für die Ohren gut, vor allem weil ich beim Laufen gerne unterhalten werde – egal ob ich hier nun mit Musik laufe (nein, nicht joggen!) oder mit Hörbuch – die Strecke erscheint einem dann doch immer wieder kürzer. So kam ich also zu diesem Hörbuch, dessen Titel mir auch schon etwas sagte, denn gleichnamiges Buch habe ich auch.

Diese Zusammenstellungen von den unterschiedlichsten Gedichten und Geschichten verschiedenster berühmter Verfasser wird von durchaus ebenso bekannten Personen vorgetragen. Man merkt schon, dass dies wirklich gekonnt ist, die Betonung absolut passt. Die Gedichte sind generell gut verständlich, manche sind leichter zu verstehen inhaltlich, manche haben tieferen Sinn, regen zum Nachdenken an.

Natürlich merkt man auch, dass sich die Zeiten inzwischen etwas geändert haben, dennoch ist es unheimlich toll dem zu lauschen. Beispielsweise wird „Der Postsekretär im Himmel“ von Ludwig Thomas hier dann von Gisela Schneeberger gesprochen. Mit ihrer unvergleichlichen Art und dem bayrischen Dialekt war das für mich sehr unterhaltsam. „Die Schrecken der deutschen Sprache“ darf man hingegen von Christoph Maria Herbst hören – auch hier ist die Wahl des Sprechers der Rede von Mark Twain sehr gelungen. In seiner unverkennbaren Art zeigt Christoph Maria Herbst hier auf, welche Probleme bei der deutschen Sprache so vorherrschen.

Die Geschichten und Gedichte habe ich jetzt nicht so auf dem Schirm gehabt, für mich waren es keine absolut gängigen Gedichte, aber das ist ja für jede Person anders. Für mich war es eine tolle, amüsante Unterhaltung, die ich sowohl akustisch als auch inhaltlich gut verstanden habe. Die Sprecher sind toll ausgewählt, ebenso wie die verschiedenen Erzählungen. Die Zeit von gut zweieinhalb Stunden verging förmlich wie im Flug, so gut unterhalten wurde ich. Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Bewertung vom 08.11.2019
Ofenkäse - Genial einfache Käse-Ideen aus dem Backofen
Marinette, Guillaume

Ofenkäse - Genial einfache Käse-Ideen aus dem Backofen


ausgezeichnet

Wir überbacken das!

Ofenkäse – eigentlich ist der Titel schon Aussage und Genuß genug, oder nicht? In diesem Buch findet man die leckersten und kreativsten Rezepte für Ofenkäse – verfeinert mit leckeren Zutaten wie Haselnüssen oder auch Buchweizencrepe-Schinkenröllchen.

Käse ist für mich ein Nahrungsmittel, ohne das ich wohl absolut nicht leben könnte. Den Verzicht auf Fisch und Fleisch würde ich wohl länger durchhalten als den Verzicht auf Milchprodukte wie Käse. Insofern hab ich mich über die Ofenkäse-Rezepte sehr gefreut.

Das Buch ist optisch schon sehr ansprechend gestaltet, nicht nur das schöne Cover, die handliche Größe (ca. 20 x 20 cm), sondern auch die tollen Bilder im Buch sind einfach appetitanregend. Eingeteilt sind die Rezepte in drei Kategorien – hauptsächlich gibt es Rezepte mit Mont d’Or und Camembert, in einer dritten Kategorie findet man Rezepte mit Reblochon, Brie & Co.

Die Rezepte sind auf einer Seite wunderbar ansprechend mit einem Bild dargestellt, dass einem direkt das Wasser im Munde zusammenläuft. Daneben findet man kurz und übersichtlich aufgeführt die Zubereitungs- und Backzeit, die Angabe über die Menge, darunter die Zutaten und die Zubereitung. Meiner Ansicht nach ist das alles gut verständlich und ohne große Komplikationen auch durchführbar. Die Zutaten sind durchaus gut zu bekommen, natürlich ist ein Camembert einfacher einzukaufen als ein Mont d’Or, zumindest ist das meine Erfahrung. Man muss dann eben noch für eine Holzschachtel sorgen, in die man den Camembert hinein packt. (Manchmal hat man solch eine Verpackung ja noch von fertigem Ofenkäse, die man dann durchaus wiederverwenden kann.)

Die Kreationen finde ich durchaus lecker, hier mal ein paar Rezepte: Champignon-Schiffchen (Camembert), Camembert mit Honig-Rosmarin Mürbteigtalern, Mont d’Or mit Honig, Walnüssen und Rosinen.

Natürlich ist das alles immer wieder absolut Geschmackssache – ob man es eben lieber würziger mag oder nicht. Für mich waren die Rezepte wirklich vielfältig, natürlich habe ich nicht alle ausprobiert, aber das ein oder andere – und das hat mir gut geschmeckt. Die Zutaten waren größtenteils gut zu bekommen und die Rezepte gut zuzubereiten. Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Bewertung vom 05.11.2019
Mama, jetzt nicht! (MP3-Download)
Glattauer, Daniel

Mama, jetzt nicht! (MP3-Download)


sehr gut

Es ist sich nicht ausgegangen.

Mit „Mama, jetzt nicht!“ bekommt man Einblick in die Kolumnen von Daniel Glattauer, in denen er die unterschiedlichsten Themen behandelt. Er geht auf die österreichische Sprache ein, erläutert die Teilhabe durch Handytelefonate am Leben anderer Menschen und stellt dar, wie schwierig es ist, ein funktionierendes Wahlscheibentelefon umzutauschen.

Von „Mama, jetzt nicht!“ hatte ich schon vor einiger Zeit gehört und hatte es seitdem auch auf meiner „Möchte ich mal lesen“-Liste. Nun kam ich durch Zufall zum Hörformat, also habe ich es angehört statt gelesen.

Gesprochen wird das Buch auch vom Autor, der mir zwar bislang bekannt war, aber von dem ich nicht immer gleich auf dem Schirm hatte, dass er Österreicher ist. Dies merkt man beim Hörbuch natürlich definitiv, mir hat seine Art und Weise aber gut gefallen. Beim österreichischen Sprachklang ist es wohl so, dass man ihn entweder mag oder halt nicht. Mir hat das gut gefallen, auch weil es bei Daniel Glattauer seine ganz eigene angenehme Art der Betonung mit sich bringt.

Die Themen der verschiedenen Kolumnen sind wirklich sehr unterschiedlich und entsprechend vielfältig. Geht’s hier mal eben darum, dass man heutzutage durch die Handytelefonate anderer Menschen sämtliche Lebensinhalte auch absolut ungewollt mitgeteilt bekommt, kümmert er sich im nächsten Moment um die Ausdrucksweise in der österreichischen Sprache, wie man hier Dinge eben mehr oder weniger kompliziert sagt, statt eine direkte Aussage zu treffen.

So kommen dabei kuriose Aussagen zu Tage, die einen aber auch zum Nachdenken anregen – ebenso wie zum Mitlachen animieren. Für mich war es eine abwechslungsreiche Unterhaltung, bei der mir nicht jede Kolumne absolut zugesagt hat, ich aber im Gesamten doch ganz gut unterhalten wurde. Inhaltlich wie sprachlich wurde alles gut verständlich rüber gebracht, so dass ich hier keine Schwierigkeiten hatte. Alles in allem sind die vorgelesenen Kolumnen von Daniel Glattauer mal eine Hörunterhaltung der anderen Art, die mir gut gefallen haben. Durchaus überlegt zeigt er auf, wie kuriose manche Angelegenheiten doch sind, so dass man oft mitlachen kann. Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Bewertung vom 04.11.2019
In der Regel bin ich stark
Wilken, Anna

In der Regel bin ich stark


ausgezeichnet

Auf dieses Buch war ich inhaltlich wirklich sehr gespannt, da ich von Endometriose zuletzt immer wieder mal etwas gehört habe. Von daher wollte ich hier auch näher drüber Bescheid wissen – und vor allem endlich mehr. Ich muss auch ehrlich zugeben, dass mir der Name der Autorin, Anna Wilken, ja nicht wirklich etwas gesagt hat, aber auf einen Bekanntheitsgrad kommt es bei einem Buch ja auch nicht zwingend an. (Anna war Teilnehmerin bei Germanys Next Topmodel – in der Staffel im Jahr 2014.) Ebenso muss ich zugeben, dass dieses gelbe Cover jetzt nicht unbedingt zu meinen Lieblingscovern gehört, aber es kommt ja auf den Inhalt an.

Der Schreibstil hat mir unheimlich gut gefallen, denn es liest sich wirklich sehr angenehm. Es ist angenehm und flüssig geschrieben, so dass man es durchaus am Stück lesen könnte, wäre der Inhalt nicht so bedeutend und wichtig, wie er es definitiv ist. Für mich war es absolut verständlich geschrieben, wenn Fachbegriffe vorkommen werden diese auch immer wieder sehr gut und verständlich erklärt, ebenso gibt es sehr viele Erläuterungen (sogar mit QR-Code versehen) von fachlicher, fast ausschließlich medizinischer Seite, allen voran der Frauenärztin Prof. Sylvia Meschner der Charité Berlin.

Inhaltlich sollte man sich bewusst sein, dass es um eine Krankheit geht, die das Leben doch auch auf den Kopf stellt, da diese mit großen Schmerzen einhergeht. Entsprechend ist die Lektüre keine locker-leichte-Frauenlektüre, sondern eben eher ein Sachbuch, das aber sehr lesenswert und trotz der fachlichen Inhalte angenehm zu lesen ist. Der Aufbau des Buches und auch die verschiedensten Erläuterungen und Einblicke in Annas Krankheitsverlauf und -behandlung haben mir gut gefallen, da man wirklich viel über Endometriose erfährt. Auch lässt sie andere „Endosisters“ im Buch zu Wort kommen, klärt mit ihnen gemeinsam über viele Behandlungsmöglichkeiten (Medizinischer Art, aber auch hinsichtlich einer Ernährungsumstellung beispielsweise) aber auch einige gesundheitliche Einschränkungen auf.

Im Buch gibt Anna meiner Ansicht nach schon viel Einblick in ihr Privatleben und vor allem wie dies hinsichtlich der Endometriose auch darunter leidet, ihr Freund und ihre Familie sie aber hier auch unterstützen. Natürlich schildert sie all ihre Erlebnisse auch so, wie sie sind: natürlich und ziemlich nervig und (sorry) scheiße, die Gedanken negativ beeinflussend. Dennoch merkt man auch, dass sie versucht sehr viele Dinge positiv anzugehen, immer wieder offen für neue (Behandlungs)Möglichkeiten ist.

Das Buch ist mehr als nur ein Sachbuch oder Ratgeber, weil es wirklich tiefe Einblicke ins Leben einer Endometriose-Betroffenen gibt. Hier sollte meiner Ansicht nach bei Frauenärzten viel mehr Augenmerk daraufgelegt werden, Regelschmerzen ernst zu nehmen. Ich hoffe, dass Anna mit ihrem Buch schon einen ersten Anstoß dazu gegeben hat. Mir hat das Buch gefallen, denn ich habe einiges über Endometriose und die unterschiedlichsten Möglichkeiten (Behandlung, Ernährung, etc.) erfahren, was mir so nicht bekannt war. Entsprechend kann ich das Buch absolut empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen.