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Benutzername: 
Xirxe
Wohnort: 
Hannover
Buchflüsterer: 

Bewertungen

Insgesamt 869 Bewertungen
Bewertung vom 22.10.2010
Die Stille nach dem Schrei
Sammer, Isolde

Die Stille nach dem Schrei


sehr gut

Was macht einen gelungenen Thriller aus? Dass man bis zum Schluss mitfiebert, wer der Bösewicht ist? Die Suche nach der Wahrheit, der Auflösung des Falles?
Dann dürfte 'Die Stille nach dem Schrei' kein gelungener Thriller sein, denn hier weiss man fast von Beginn an, wer der Übeltäter ist. Doch das Buch ist alles andere als langweilig. Martin, 19, hat seinen 14jährigen Halbbruder aus einer Art 'Notwehr' heraus erschlagen, weil dieser angeblich einen zehnjährigen Jungen mißhandelt und getötet hatte. Das Gericht glaubt seiner Version und so ist Martin kurz darauf wieder auf freiem Fuß. Irene, seine Stiefmutter, hat Zweifel an dieser Geschichte und beginnt mit eigenen Nachforschungen. Nicht nur weil sie eine weitere ähnliche Tat auf jeden Fall verhindern will, sondern auch um die komplette Wahrheit zu erfahren, was wirklich damals geschah.
Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus unterschiedlichen Perspektiven: Zum einen Irenes, die nicht mehr weiß was sie glauben soll und der die Zweifel neben dem Verlust ihres Kindes beinahe jeden Lebensmut rauben. Doch ihr Wille, die Gewissheit über die tatsächlichen Geschehnisse zu erhalten ist stärker und so beginnt sie ihre Suche nach der Wahrheit. Dann gibt es Tina, eine 18jährige Abiturientin, die sich rückhaltlos in Martin verliebt, der beginnt sie nach seinen Vorstellungen zu formen. Sie schildert im Rückblick ihre fast schon krankhafte Besessenheit von diesem jungen Mann, ihre Verweigerung der Realität ins Auge zu blicken und man bekommt eine gute Vorstellung davon, was in ihr vorging. Und es gibt Hauptkommissar Schneider, der ebenfalls Zweifel an der Aussage Martins hegt und befürchtet, er könnte ein weiteres Mal zuschlagen. Zuguterletzt erhält man Einblick in die Gedankenwelt Martins, die keinen Zweifel daran lässt, dass hier ein Psychopath am Werke ist.
Ich fand es packend zu verfolgen, wie sich langsam die Spannung aufbaut, die eine Seite darauf abzielt ein neues Verbrechen zu begehen, während andererseits gleichzeitig alles unternommen wird, genau dieses zu verhindern. Die Personen sind komplex und weitestgehend klischeefrei dargestellt, vielleicht fast etwas zu viel des Guten (auch Klischees sind irgendwann einmal aus einem bestimmten Grund entstanden :-)). So blieb für mich insbesondere die Figur der Irene etwas unnahbar, obwohl ihre Perspektive neben Tinas am ausführlichsten dargestellt wurde.
Alles in allem ein Thriller, der spannend und gut unterhält - nicht mehr und nicht weniger.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 21.10.2010
Das neue Bodystyling, m. Audio-CD
Wade, Jennifer

Das neue Bodystyling, m. Audio-CD


sehr gut

Wer schon Erfahrungen hat mit Krankengymnastik, bereits 'Rückenschulen' besucht hat und wem Körperspannung kein unbekannter Begriff ist und sie auch umsetzen kann, wird mit diesem Buch nicht wirklich glücklich. Allen Anderen aber bietet 'Bodystyling' eine gute Heranführung an Spannungs- und Bewegungsübungen.
Zu Beginn werden grundsätzliche Dinge erklärt: Aufbau des Buches, Beurteilung des eigenen Typs, Begrifflichkeiten. Danach folgt eine Einleitung und Hinführung zur Körperspannung, hier KiK genannt - ohne diese können die Übungen zu Fehlhaltungen und/oder Verspannungen führen. Anschließend folgen Grundübungen, die allen die schon mal Rückenprobleme hatten und deswegen aktiv wurden, mit großer Wahrscheinlichkeit vertraut vorkommen dürften. Zusammen nehmen diese beiden Teile ca. die Hälfte des Buches ein. Das letzte Viertel zeigt Fortgeschrittenen-Übungen, die etwas (und wirklich nur etwas) anspruchsvoller sind.
Alles wird in kleinen, detaillierten Schritten erklärt und mit entsprechenden Bildern ergänzt, so dass auch völlig Unerfahrene damit zurecht kommen dürften. Das Ganze wird durch eine CD erweitert, die den Großteil der im Buch beschriebenen Übungen enthält. Da die CD auch die empfohlenen Wiederholungen der Übungen beinhaltet, ergibt sich somit eine Gesamttrainingszeit von ca. 70 min, welche jedoch auch in einzelne Blöcke von 16-18 min aufgeteilt werden können.
Gut Trainierte werden sich jedoch vermutlich nicht ausgelastet fühlen - diese sollten sich besser ein anderes Buch suchen.

Bewertung vom 17.10.2010
Leopard / Harry Holes 8.Fall
Nesbø, Jo

Leopard / Harry Holes 8.Fall


ausgezeichnet

So tief unten war Harry Hole noch nie. Gestrandet in Hongkong, die Nächte in einer Massenunterkunft für Gastarbeiter verbringend, den Geistern der Vergangenheit diesmal mit Opium statt Alkohol entfliehend und auf der Flucht vor den Triaden denen er Geld schuldet. Doch seiner neuen Kollegin Kaja Solness gelingt es, ihn zurück nach Norwegen zu bringen: doch nicht, weil das Morddezernat seine Hilfe braucht, sondern weil sein Vater im Sterben liegt. Und weil er dann schon mal da ist... Die zwei ungeklärten Mordfälle, wegen deren man ihn um Hilfe gebeten hat, erregen seine Neugier und als während seines Aufenthaltes eine dritte Person stirbt, ist sein Interesse geweckt. Als ob diese Todesfälle nicht anspruchsvoll genug wären, findet er sich zudem inmitten des Polizeiapparates in einer weiteren Kampfzone bzw. einem Intrigenspiel wieder: Morddezernat und Kriminalamt ringen jeweils um die alleinige Kompetenz für die Aufklärung von Mordermittlungen - und er spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Wie auch in seinen bisherigen Büchern (zumindest in den zweien, die ich bisher (leider erst) gelesen habe), ist nichts so wie es scheint, was insbesondere auf die handelnden Personen zutrifft. Immer wieder führt Nesbø vor, wie schnell man sich von Äußerlichkeiten blenden lässt, selbst Harry ist nicht immer dagegen gefeiht. Man fällt von einer Überraschung in die nächste und sogar als man sicher zu sein scheint, die Lösung zu kennen, gelingt es dem Autor noch weitere 150 Seiten Leserinnen und Leser an das Buch zu fesseln. Es sind häufig sehr extreme Wendungen, aber dennoch ist der Verlauf im Nachhinein durchweg in sich schlüssig.
Nesbø schreibt detailliert und anschaulich, wie beispielsweise die Aufenthalte Holes im Kongo oder das Lawinenunglück. Für nicht so blutrünstige Lesende vielleicht etwas zu anschaulich, denn die Darstellungen der unterschiedlichen Todesarten sind teilweise schon heftige Kost. Kein Buch für schwache Gemüter.
Alles in allem beste Thrillerunterhaltung für mehrere Stunden - am besten am Wochenende! Denn man wird sich schwer damit tun, das Buch vor dem Ende aus der Hand zu legen.
Eine Anmerkung noch zum Schluss: Wie der deutsche Verlag auf diesen Titel kam, ist mir (fast) ein Rätsel. Es gibt lediglich einen Absatz im Buch zu diesem Tier (S. 206) und er passt weder auf Harry noch den Täter. Der norwegische Titel Panzerherz wäre deutlich stimmiger gewesen.

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 11.10.2010
Das Papierhaus
Dominguez, Carlos M.

Das Papierhaus


ausgezeichnet

Ich hatte gerade den ersten Satz gelesen, als ich laut loslachen musste. Was für ein Beginn für ein Buch!!! Zum besseren Verständnis:
'Im Frühjahr 1998 kaufte Bluma Lennon in einer Buchhandlung von Soho eine alte Ausgabe der Gedichte von Emiliy Dickinson und wurde an der ersten Straßenecke, als sie gerade beim zweiten Gedicht angelangt war, von einem Auto überfahren.'
Welch ein Tod für Bücherwürmer ;-) Doch nicht jedes Buch führt zu solch radikalen Konsequenzen, aber in doch vielen Fällen zu durchaus markanten Einschnitten im Leben der Lesenden. Davon handelt diese Erzählung: welchen Einfluss Bücher haben, wie sie nach und nach das Leben eines Menschen in Besitz nehmen können bis kaum noch etwas anderes Raum einnimmt. Wie es auf unerklärliche Weise immer mehr werden, jedes Regal zu klein wird und über kurz oder lang keine freie Wand mehr vorhanden ist.
Das Ganze ist verpackt in eine stimmungsvolle, poetisch erzählte Geschichte über die Suche nach der Herkunft eines Buches, die nach Uruguay führt und in deren Verlauf man Personen kennenlernt, deren Bücherverrücktheit kaum Grenzen zu kennen scheint. Für die weniger Bücherbesessenen mag dies eher phantastisch klingen, alle anderen aber werden diese Erzählung vermutlich realistischer sehen und wahrscheinlich gewisse Ähnlichkeiten mit der eigenen Person feststellen. Mir ist es zumindest so ergangen ;-)

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 08.10.2010
Das Einstein-Mädchen
Sington, Philip

Das Einstein-Mädchen


sehr gut

Berlin 1932, eine junge Frau wird bewusstlos im Wald gefunden und mit Amnesie in die Charité eingeliefert. Der einzige Hinweis ist ein Programmzettel von einem Vortrag Albert Einsteins, den man bei ihr fand. Dr. Martin Kirsch, ein dort praktizierender Psychiater, ist von ihr fasziniert und nimmt sich ihres Falles an. Er betreibt intensive Nachforschungen, die weit über ein berufliches Interesse hinausgehen und ihn bis nach Zürich führen. Doch gleichzeitig muss er um seine Stelle als Arzt in der Charité und um sein Leben kämpfen. Und die Geister der Vergangenheit fordern in Gestalt seines verstorbenen Bruders Max zusätzlich ihren Tribut. Als ob all dies nicht genug wäre, beginnt er seine Beziehung zu Alma, seiner Verlobten, in Frage zu stellen. Ist sie wirklich die Richtige?
All dies spielt sich vor dem Hintergrund der Machtergreifung der Nazis ab, die unmittelbar nach der Regierungsübernahme auch Einfluss auf Dr. Kirschs Arbeitsgebiet nehmen. Obwohl er nur für seine Arbeit lebt, findet er sich zu seiner Überraschung plötzlich in einer tragenden Rolle des Psychiatriewesens der Nazis wieder.
Es ist ein bisschen viel, womit sich der gute Dr. Kirsch in diesem Buch beschäftigen muss - neben der Behandlung des Einstein-Mädchens. Man spürt, dass dem Autor diese Themen am Herzen liegen: das sinnlose Töten im Krieg, das rücksichts- und gedankenlose Experimentieren mit Patienten aus psychiatrischen Anstalten, der Umgang mit diesen Kranken im Dritten Reich. Aber auch die Entdeckung der Quantenphysik und die damit verbundene Erkenntnis, dass Wissenschaftler damit ihrer Objektivität beraubt wurden. Sington schildert all dies überzeugend und wohl auch wahrheitsgetreu, doch manche der angerissenen Themen enden (vermutlich aufgrund der Vielzahl) bedauerlicherweise im Nirgendwo.
Dennoch: Es ist ein gut unterhaltendes und ebenso geschriebenes Buch (aber wahrlich kein Thriller, wie der Klappentext behauptet), aus dem man sicherlich auch manches Neue zum Thema Psychiatrie und Quantenphysik erfährt. Leicht zu lesen, aber nie seicht. Und wer weiß, vielleicht war das mit Albert Einstein tatsächlich so...?

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.09.2010
Nachtzug nach Lissabon
Mercier, Pascal

Nachtzug nach Lissabon


ausgezeichnet

Dieses Buch ist mal wieder ein gelungenes Beispiel für einen völlig mißlungenen Klappen- und Umschlagtext und was daraus wird: Mehr als die Hälfte der Bewertungen (von mehr als 300 bei einem anderen Buchversand :-)) sind gut bis sehr gut, ca. ein Drittel schlecht bis sehr schlecht und lediglich 10% finden es 'so ok'. Kein Wunder: Wer sich ein Buch kauft aufgrund der vollmundigen Ankündigung als Krimi ('Bewußtseinskrimi!'), in dem der Protagonist Raimund Gregorius um sein Leben fürchten muss, wird schwer enttäuscht sein von dieser Lektüre. Statt Verbrechen und gefährlichen Situationen ist der Schwerpunkt dieser Reise nach Lissabon eine Suche. Die Suche nach dem, was den wahren, echten Menschen ausmacht.
Klingt, als ob sich um einen weiteren der zahllosen Lebensratgeber handelt: Wer bin ich? Was will ich? Erkenne dich selbst! Das Ganze verpackt in eine unterhaltsame Rahmenhandlung, die Gregorius auf der Suche nach einem portugiesischen Autor (Prado) nach Lissabon führt. Doch weit gefehlt. Statt der üblichen mittlerweile alltäglichen Ratschläge wie 'Gönnen Sie sich eine Auszeit und entdecken Sie, was SIE wollen!', legt der Autor Schicht für Schicht all die Einflüsse offen, die das eigene Ich einzwängen, bedrängen, leiten.... Doch ist das was dann bleibt, das eigene ICH?
Durch das Lesen der Schriften des verstorbenen Prados und der Erforschung dessen Lebens erfolgt Gregorius' zunehmende Erkenntnis seines eigenen Ich. Prado war besessen von dieser Frage, wer er selber war und Gregorius beginnt verstärkt sich ebenso diesen Fragen zu stellen wie ganz zwangsläufig auch die Leserinnen und Leser.
Doch dies ist nur ein Thema (wenn auch das hauptsächliche) um das dieses Buch kreist. Es geht um Gott, um den Tod, das Miteinander der Menschen... Ein ungemein reichhaltiges, inhaltsschweres Werk das sich dennoch nicht allzu schwer liest. Doch es ist keine Unterhaltungslektüre die nur zu konsumieren ist. Um's eigene Gedanken machen wird man kaum herum kommen :-)

11 von 13 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 26.09.2010
Der Wolkentempel
Woodhead, Patrick

Der Wolkentempel


sehr gut

Tibet, im Jahre 1956: Ein junger Mönch wird Zeuge, wie chinesische Soldaten ein Kloster niederbrennen und die Älteren brutal ermorden. Knapp 50 Jahre später sind zwei junge britische Bergsteiger in Tibet unterwegs um den Makalu zu besteigen, den fünfthöchsten Berg der Erde. Der Aufstieg misslingt, doch Luca, einer der beiden Männer, erblickt für einen kurzen Augenblick eine perfekt proportionierte Pyramide, die kurz darauf wieder hinter Wolken verschwunden ist. Zurück in Großbritannien beginnt er nachzuforschen und aus Interesse wird Ehrgeiz, diesen unkannten Berg als Erster zu besteigen. Ungefähr zur gleichen Zeit finden Mönche die Reinkarnation des elften Panchen Lama, einen neunjährigen Jungen, den chinesische Soldaten unter allen Umständen versuchen zu töten. Der skrupellose Hauptmann Zhu erhält diesen Auftrag und hinterlässt bei seiner Jagd eine Spur der Verwüstung.
Wie Lucas ehrgeizige Suche nach dem unbekannten Berg, die Flucht des elften Panchen Lama und seine Verfolgung durch Zhu zusammenhängen, schildert der Autor spannend und überwiegend realistisch - zumindest soweit ich dies beurteilen kann (die Kletterszenen empfand ich als durchaus glaubwürdig, Tibet kenne ich leider (noch) nicht). Seine Figuren sind detailliert und differenziert beschrieben, nur wenig wirkt konstruiert und zweifelhaft. Die Vermutung, der Roman drifte eventuell zu stark ins Mystische ab (wie auch der Titel vermuten lassen könnte), bestätigte sich nicht.
Alles in allem ein packender und dramatischer Abenteuerroman mit Thrillerelementen und aktuellem Bezug.

Bewertung vom 24.09.2010
So ist es gewesen, 3 Audio-CDs
Ginzburg, Natalia

So ist es gewesen, 3 Audio-CDs


sehr gut

"Ich habe ihm in die Augen geschossen." Welch ein Beginn für eine Liebesgeschichte, die sich mehr und mehr als Illusion einer solchen darstellt.
Als junge Lehrerin in einer italienischen Kleinstadt lernt die Protagonistin den deutlich älteren Alberto kennen, der sich um sie zu bemühen scheint. Obwohl sie nicht in ihn verliebt ist, verbringt sie gerne ihre Zeit mit ihm. Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlt sie sich anerkannt, seine Aufmerksamkeiten und sein Interesse für sie, ihr Leben, ihre Gedanken tun ihr gut. So gut, dass sie ihn schmerzlich vermisst als er sich längere Zeit nicht bei ihr meldet. Und sie erkennt, dass sie sich in verliebt hat. Davon überzeugt, dass auch er in sie verliebt ist, gesteht sie ihm ihre Gefühle. Doch zu ihrer Überraschung empfindet er nicht ebenso, sein Herz gehört seit langem einer Anderen, die verheiratet ist. Dennoch heiraten sie: er aus dem Gefühl heraus dazu verpflichtet zu sein, weil er ihr falsche Hoffnungen machte; sie mit der Zuversicht, dass er sie noch lieben lerne, wenn sie mehr Zeit miteinander verbringen. Doch nach kurzer Zeit setzt Alberto sein Verhältnis zu der Anderen fort und seine Ehefrau begreift, dass er sich wohl nie endgültig für sie entscheiden wird. Auch das gemeinsame Kind ändert nichts an seinem Verhalten.
Bemerkenswert ist die Sprache der Autorin, in der sie die Ehefrau erzählen lässt wie es zu diesem Mord kam. Schlichte, einfache kurze Sätze mit immer wiederkehrenden Wiederholungen. Was in einem handlungsreichen Roman äußerst störend wirken würde, unterstreicht hier die Trostlosigkeit und Verzweiflung in der sich die Täterin befindet. Eva Mattes liest diese Worte in einer ebensolchen Form, so dass man ohne Weiteres glauben kann, der wahrhaftigen Gattenmörderin zuzuhören. Keine unterhaltende amüsante Hörbuch'lektüre', aber ein eindringliches und beeindruckendes Stück Literatur.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.