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Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
KGranger
Wohnort: 
Hürth

Bewertungen

Insgesamt 131 Bewertungen
Bewertung vom 19.03.2024
Mein ziemlich seltsamer Freund Walter
Berg, Sibylle

Mein ziemlich seltsamer Freund Walter


sehr gut

"Mein ziemlich seltsamer Freund Walter" verdient definitiv vier Sterne! Die Idee, eine Außenseiterin und einen Außerirdischen zu Freunden werden zu lassen, ist einfach entzückend und erfrischend originell.

Die Zeichnungen sind unglaublich süß und fügen eine zusätzliche Ebene des Charmes hinzu. Sie verleihen der Geschichte eine Lebendigkeit, die den Leser sofort in ihren Bann zieht. Vieles ist auch sehr gut geschrieben, was das Lesen zu einem wahren Vergnügen macht.

Allerdings konnte ich nicht ignorieren, dass die Geschichte stellenweise wie eine Erzählung wirkt, die ein Erwachsener für Kinder geschrieben hat. Es gibt viele versteckte Weisheiten und moralische Lehren, die für jüngere Leser sicherlich wertvoll sind, aber manchmal etwas aufgesetzt wirken können.

Auch die Charaktere, insbesondere Lisa und ihre Eltern, erfüllen viele Klischees einer "asozialen" Familie, was die Geschichte ein wenig vorhersehbar macht. Dennoch glaube ich, dass dieser Comic für Kinder wichtige Denkanstöße liefert und sie dazu anregt, über Themen wie Freundschaft, Toleranz und Akzeptanz nachzudenken.

Insgesamt ist "Mein ziemlich seltsamer Freund Walter" eine charmante Geschichte, die sowohl Kinder als auch Erwachsene anspricht. Es ist eine herzerwärmende Erzählung mit einer wichtigen Botschaft, die in einer liebevollen und zugänglichen Art und Weise präsentiert wird.

Bewertung vom 19.03.2024
Die Auszeit
Rudolf, Emily

Die Auszeit


sehr gut

"Die Auszeit" von Emily Rudolf hat mich wirklich mitgerissen und verdient definitiv vier Sterne! Schon das Cover ist unglaublich einladend und vermittelt perfekt die Atmosphäre des Buches.

Die Idee, Influencer zu einem Retreat einzuladen, hat mich von Anfang an fasziniert. Es versprach eine interessante Mischung aus Spannung und modernem Lifestyle, und das Buch hat dieses Versprechen definitiv gehalten.

Während ich die Handlung verfolgte, habe ich die ganze Zeit mitgerätselt, wer hinter dem Verbrechen steckt. Emily Rudolf hat es geschafft, eine fesselnde Geschichte zu erzählen, die mich bis zum Schluss im Dunkeln hat tappen lassen. Die Spannung und die unerwarteten Wendungen haben mich förmlich an das Buch gefesselt.

Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die einzelnen Charaktere etwas besser ausgearbeitet worden wären. Einige der sechs Gäste des Retreats waren für mich nicht so gut greifbar, was es manchmal schwer machte, sich in ihre Gedanken und Motive hineinzuversetzen, insbesondere die weiblichen Charaktere. Dennoch hat dies dem Lesevergnügen insgesamt keinen Abbruch getan.

Insgesamt war "Die Auszeit" ein packender Thriller, der mich bis zur letzten Seite gefesselt hat. Ich freue mich schon darauf, mehr von Emily Rudolf zu lesen und kann das Buch jedem empfehlen, der auf der Suche nach einem spannenden und unterhaltsamen Leseerlebnis ist.

Bewertung vom 11.03.2024
Wort für Wort zurück ins Leben
Miller, Beth

Wort für Wort zurück ins Leben


gut

Beth Millers Roman "Wort für Wortzurück ins Leben" präsentiert eine faszinierende Ausgangssituation: Eine 52-jährige Frau namens Pearl, die ihren Vater seit Ewigkeiten nicht gesehen hat, erhält kurz vor seinem Tod die Möglichkeit, sich ein letztes Mal mit ihm zu treffen. Doch leider konnte mich die Umsetzung dieser Idee nicht vollständig überzeugen.

Zunächst einmal war ich begeistert von der Aussicht, dass sich Vater und Tochter nach so langer Zeit wieder annähern könnten. Doch leider blieb diese Spannung nicht konstant. Die Tagebücher, die Pearl von ihrem Vater erbt und die ihr Aufschluss über ihre Vergangenheit geben sollten, enthielten für meinen Geschmack zu wenige Einträge. Stattdessen nahm ein anderes Thema, nämlich Pearls Kind, eine viel größere Rolle ein.

Achtung Spoiler:
Das führte mich zu meinem größten Kritikpunkt: Pearl als Charakter blieb für mich nie wirklich klar. Warum hat sie so gehandelt, wie sie es getan hat? Warum hat sie ihrem Mann Denny nichts von ihrem Kind erzählt? Warum ist sie überhaupt mit ihm zusammen? Die Beziehung zwischen Pearl und Denny schien mir nicht ausreichend beleuchtet, und ihre Entscheidungen blieben für mich oft unverständlich.

Auch die Hintergründe zu Pearls Geschwistern und wieso sie sich so auseinandergelebt haben, hätten meiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdient. Es fehlte mir einfach an Tiefe und Hintergrundinformationen, um die Dynamik zwischen den Familienmitgliedern vollständig nachvollziehen zu können.

Darüber hinaus empfand ich den Inhalt des Romans als etwas dünn. Der Klappentext gibt bereits fast alles preis, und beim Lesen des Buches fühlte ich mich oft, als würde ich nur die bekannte Geschichte noch einmal durchleben. Es fehlte mir an überraschenden Wendungen und neuen Erkenntnissen, um das Lesen wirklich lohnenswert zu machen.

Insgesamt betrachtet war "Wort für Wortzurück ins Leben" für mich eine verpasste Chance. Die Idee hinter der Geschichte hatte definitiv Potenzial, aber die Umsetzung konnte mich nicht vollständig überzeugen.

Bewertung vom 05.03.2024
Eine halbe Ewigkeit
Kürthy, Ildikó von

Eine halbe Ewigkeit


gut

"Eine halbe Ewigkeit" kommt tatsächlich als Folgeroman auch gefühlt eine halbe Ewigkeit nach Ildiko von Kürthys "Mondscheintarif". Als ich mich entschied, "Eine halbe Ewigkeit" von Ildiko von Kürthy zu lesen, hatte ich gehofft, auf eine erfrischende Reise durch die Seiten zu gehen. Leider stellte sich heraus, dass diese Reise eher wie eine Rückkehr in eine längst vergessene Ära war.

Zunächst muss ich sagen, dass ich ohne Vorwissen von "Mondscheintarif" einige Handlungen in diesem Roman schwer nachvollziehen konnte. Es fühlte sich an, als ob ich in ein Gespräch platze, ohne den Anfang zu kennen. Dies machte es schwierig, eine emotionale Verbindung zu den Charakteren aufzubauen.

Was mich jedoch am meisten enttäuschte, war die klischeehafte Beschreibung der Handlung und der Figuren. Alles schien übertrieben und unrealistisch dargestellt zu sein, und ich konnte mich daher nicht gut mit der Protagonistin identifizieren. Es fühlte sich an, als ob die Autorin in eine riesige Midlife-Crisis geraten wäre und versuchte, dies durch die Handlung zu verarbeiten.

Vielleicht liegt es daran, dass ich für die Zielgruppe dieses Romans zu jung bin, aber ich konnte mich einfach nicht mit den Figuren und ihren Problemen verbinden. Es fehlte mir an Authentizität und Tiefe, und ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte an der Oberfläche kratzte, anstatt wirklich einzutauchen.

Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass "Eine halbe Ewigkeit" wie Altbekanntes aufgebrüht wurde, ohne dabei neue Nuancen oder Perspektiven zu bieten. Ich hätte mir von der Autorin einen neuen Roman mit frischen Figuren und zeitgemäßen Themen gewünscht, denn diese Geschichte schien nicht mehr ganz den Zeitgeist zu treffen.

Bewertung vom 03.03.2024
Tremor
Cole, Teju

Tremor


gut

"Tremor" von Teju Cole ist ein Buch, das mich leider nicht wirklich packen konnte. Der Schreibstil des Autors war für mich persönlich schwer zu durchdringen und hat mich oft aus dem Lesefluss gerissen. Ich hatte Schwierigkeiten, in die Geschichte einzutauchen, da der Erzählstil für mich eher wie ein Sachbuch oder persönlicher Erfahrungsbericht wirkte als wie ein Roman.

Die Erinnerungen des Protagonisten Tunde, einem nigerianischen Professor aus Lagos, waren zwar irgendwie interessant, aber nicht besonders spannend für mich. Ich konnte keine wirkliche Verbindung zu den Charakteren aufbauen, und die Handlung entwickelte sich für mich eher langsam.

Für Leser*innen, die sich für Nigeria und seine Geschichte interessieren, könnte "Tremor" dennoch interessant sein, da es Einblicke in die kulturelle und gesellschaftliche Landschaft des Landes bietet. Für mich persönlich war es jedoch kein Buch, das mich begeistert hat.

Bewertung vom 03.03.2024
Yellowface
Kuang, R. F.

Yellowface


ausgezeichnet

"Yellowface" von Rebecca F. Kuang ist ein fesselndes und provokatives Buch, das die Literaturbranche und ihre Fehler auf eine schonungslose Art und Weise darstellt. Kuang zögert nicht, die moralischen Grauzonen zu erkunden, und lässt die Leser*innen mit einem unbehaglichen Gefühl zurück, während sie die Handlungen der Hauptfiguren, insbesondere Junes, beobachten.
Weder June noch Athena erscheinen besonders sympathisch, aber gerade das macht diese Geschichte so realistisch und fesselnd. Kuang spielt geschickt mit der Wahrnehmung der Leser*innen, indem sie uns dazu bringt, in Frage zu stellen, was wahr ist und was nicht. Das Verhalten von June nach Athenas Tod ist hochgradig moralisch fragwürdig, und doch ist es schwer, sie komplett zu verurteilen, wenn man ihre Motivationen und inneren Konflikte betrachtet.
Der Schreibstil von Kuang ist einmal mehr beeindruckend. Obwohl einige ihn als zu einfach beschreiben mögen, finde ich, dass er perfekt zu June passt, deren literarische Fähigkeiten nicht so ausgereift sind wie die von Athena. Die Unzuverlässigkeit von Junes Erzählung verstärkt nur die Spannung und lässt uns bis zum Schluss darüber nachdenken, was wirklich passiert ist.
Das Thema der kulturellen Aneignung, das in "Yellowface" behandelt wird, ist äußerst relevant und faszinierend. Obwohl ich nicht alle Meinungen dazu teile, finde ich es bewundernswert, wie Kuang es schafft, dieses komplexe Thema in ihre Geschichte einzubinden und zum Nachdenken anzuregen.
Insgesamt kann ich "Yellowface" uneingeschränkt empfehlen. Die außergewöhnlich hübsche Gestaltung des gelben Covers und des Farbschnitts machen es zu einem echten Hingucker im Bücherregal. Fans von Kuangs früheren Werken, insbesondere "Babel", werden sicherlich nicht enttäuscht sein.

Bewertung vom 05.02.2024
Nothing Like You
Pelzer, Julia

Nothing Like You


gut

"Nothing like you" von Julia Pelzer verspricht mit der Idee, einen Legastheniker als Protagonisten einzuführen, einen interessanten Blickwinkel. Leider konnte die Umsetzung nicht vollständig überzeugen, was meine dreisternige Bewertung begründet.

Die Geschichte von Ally und Jax, die sich als Nachbarn kennenlernen und anfangs regelrecht hassen, hat durchaus Potenzial. Allerdings störte mich der plötzliche Wandel in Jax' Verhalten. Von einem unsympathischen Arschloch zu einem plötzlich verletzlichen und netten Charakter – dieser Umschwung blieb für mich unerklärlich und hätte eine bessere Entwicklung vertragen können.

Nebencharaktere, insbesondere der manipulative Anwalt, wirkten überzogen und klischeehaft. Als Leser hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin mehr Raum für die Charakterentwicklung und ihre Beweggründe geschaffen hätte, anstatt auf vorhersehbare Stereotypen zurückzugreifen.

Insgesamt fehlt es dem Roman an Tiefe, und im Vergleich zu anderen New Adult Romanen bleibt "Nothing like you" hinter meinen Erwartungen zurück. Die Handlung hätte mit mehr Nuancen und einer ausgereifteren Darstellung der Charaktere gewonnen. Trotzdem gibt es Lichtblicke in der Geschichte, die es für Fans des Genres möglicherweise noch lesenswert machen.

Bewertung vom 28.01.2024
Run For Love
Dias, Nina

Run For Love


gut

"Run for Love" von Nina Dias war für mich eine durchschnittliche Leseerfahrung, die einige positive Aspekte, aber auch einige Schwächen aufwies. Leider konnte mich das Cover überhaupt nicht ansprechen, da es ästhetisch nicht besonders gelungen ist und mir keinen Hinweis auf den Inhalt gab, der für mich persönlich nur okay war.

Der Schreibstil der Autorin ist jedoch humorvoll und besonders die Dialoge zwischen den Charakteren haben mir gut gefallen. Die Geschichte, wie Luca und ihre beste Freundin Charly sich kennengelernt haben, war ein Höhepunkt. Die humorvolle Darstellung ihrer Begegnung, ausgelöst durch Männer, die sie beide versetzt hatten, war erfrischend und unterhaltsam. Luca zeigte sich als starke Frauenfigur, die ich wirklich mochte.

Besonders positiv hervorzuheben ist, dass Luca als Protagonistin nicht die hundertste perfekte Heldin ist, sondern auch ihre Macken hat. Ihre Stärke und Humor machen sie zu einer glaubhaften und sympathischen Figur. Die Episode, in der Luca sich für ihre Freundin einsetzt und dabei auf einen netten Typen trifft, der ihre Perspektive verändert, war ein gelungener Handlungsstrang.

Leider wird der Roman, trotz dieser positiven Elemente, voraussichtlich nicht lange in meiner Erinnerung bleiben. Während mir Luca als Charakter gefiel und einige humorvolle Szenen mich amüsierten, fehlte es der Gesamtgeschichte an Tiefe und einem bleibenden Eindruck. "Run for Love" ist sicherlich eine nette Lektüre für zwischendurch, aber wahrscheinlich kein Buch, das mich noch lange begleiten wird.

Bewertung vom 28.01.2024
Things We Left Behind / Knockemout Bd.3
Score, Lucy

Things We Left Behind / Knockemout Bd.3


gut

Lucy Scores "Things We Left Behind" ist ein solides Buch, das zwar nicht zu meinen persönlichen Favoriten zählt, dennoch aber eine unterhaltsame Lektüre bietet. Das Cover finde ich persönlich sehr hübsch, aber auch das ist natürlich Geschmackssache.

Ich habe beide Vorgängerbände bereits gelesen, aber man kann die Geschichte auch problemlos ohne Vorwissen verstehen. Die Geschichte von Lucian und Sloane, die seit ihrer Kindheit verfeindet sind, nimmt Fahrt auf, als sie sich auf der Beerdigung von Sloanes Vater wiederbegegnen. Dabei wird schnell deutlich, dass eine verborgene Verbindung zwischen den beiden existiert, die Sloane bisher nicht kannte.

Leider vermochte mich Lucian als Charakter nicht zu überzeugen, und Sloane wirkte mir manchmal etwas zu übertrieben. Die Figuren agierten für mein Empfinden deutlich jünger als ihr tatsächliches Alter, und ich hätte mir an einigen Stellen mehr Tiefe und Erwachsenheit gewünscht. Dennoch wurde die Spannung zwischen den Charakteren gut vermittelt, was mich durch die Geschichte getragen hat.

Der Schreibstil von Lucy Score konnte mich nur teilweise fesseln. Es gab Momente, in denen ich einige Längen empfand, aber insgesamt ließ sich der Roman recht zügig lesen. Der Hype auf TikTok hatte möglicherweise meine Erwartungen etwas zu hoch geschraubt. Obwohl das Buch nicht enttäuschend war, wird es wahrscheinlich nicht zu meinen Favoriten gehören.

Trotz meiner Kritikpunkte hat mich Band 3 gut unterhalten. Auch die Vorgängerbände waren für mich keine Highlights und so war auch "Things We Left Behind" insgesamt eine durchschnittliche Lektüre.

Bewertung vom 28.01.2024
Wellness
Hill, Nathan

Wellness


ausgezeichnet

Nathan Hills "Wellness" ist ein literarisches Meisterwerk, das mich von Anfang bis Ende beeindruckt hat. Zwei faszinierende Charaktere, Jack und Elisabeth, nehmen den Leser mit auf eine emotionale Reise durch die Höhen und Tiefen ihrer Beziehung, und dabei entfaltet der Roman eine bemerkenswerte Tiefe und Komplexität.

Der Schreibstil von Hill ist derart mitreißend, dass man sich mühelos in der Geschichte verliert. Der Autor beherrscht die Kunst des Wortjonglierens meisterhaft und schafft eine Atmosphäre, die den Leser gefangen nimmt und bis zum Schluss nicht mehr loslässt. Ich habe den Schreibstil des Autors einfach geliebt.

Auch das Cover des Buches verdient Beachtung – wunderschön gestaltet und treffend für die Atmosphäre des Romans. Es fällt auf jeden Fall auf!

Zugegebenermaßen ist der über 700 Seiten lange Wälzer"Wellness" sicherlich kein Buch für Zwischendurch sein, aber es ist definitiv ein literarisches Juwel, das man sich gönnen sollte. Die zahlreichen Passagen, die zum Nachdenken anregen, haben mich tiefer in die Handlung eintauchen lassen und dem Roman eine zusätzliche Ebene verliehen. Insgesamt ist "Wellness" ein eindrucksvolles Werk der Literatur, das ich wärmstens empfehlen kann.