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leseratte1310
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Niederrhein
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Bewertungen

Insgesamt 3568 Bewertungen
Bewertung vom 05.04.2021
Ein letzter erster Augenblick
Miller, Holly

Ein letzter erster Augenblick


ausgezeichnet

Joel kann die Zukunft von anderen Menschen träumen. Das belastet ihn und er kann mit niemandem darüber sprechen. Daher bleibt er für sich, denn niemand soll von seiner Fähigkeit erfahren. Doch dann trifft er in einem Café Callie, die nach dem Verlust ihrer besten Freundin sich auch zurückgezogen hat. Die beiden verlieben sich ineinander und Callie wendet sich dem Leben wieder zu und wird mutiger. Joel bestärkt sie darin. Ihre Beziehung wird immer enger, doch dann träumt Joel wieder. Doch wie kann man mit dem Gedanken leben, wenn man genau weiß, was passieren wird? Joel trifft eine Entscheidung, die sein Herz zerreißt.
Es ist eine wundervolle Liebesgeschichte und ein sehr berührender Debütroman der Autorin Holly Miller. Der Schreibstil ist einfach toll. Joel und Callie erzählen ihre Geschichte, die überraschend und herzzerreißend ist.
Die Charaktere sind sympathisch und sehr individuell und Callie und Joel sind ein traumhaftes Paar. Ich habe mit ihnen gefühlt und gehofft. Joel weiß, was Menschen um ihn herum geschehen wird und versucht immer wieder Schicksal zu spielen, doch nicht immer gelingt das. Was kann er ausrichten, als er Callies Zukunft träumt? Wie kann man damit leben, wenn man weiß, was für ein Schicksal der großen Liebe bestimmt ist?
Es ist eine ungewöhnliche und emotionale Geschichte, die einen packt und nicht mehr loslässt.

Bewertung vom 02.04.2021
Die Roseninsel
Reitner, Anna

Die Roseninsel


ausgezeichnet

Die junge Ärztin Liv Dahl will nur noch weg aus Berlin. Sie nimmt vier Wochen Urlaub. Da kommt ihr gerade recht, dass eine Vertretung gesucht wird, die auf eine kleine Insel im Starnberger See aufpasst, weil der Inselverwalter im Krankenhaus liegt. Johannes bringt sie mit einem Ruderboot zur Roseninsel. Dort ist sie alleine und nur über Johannes hat sie Kontakt zur Außenwelt. In der Villa auf der Insel erwarten sie noch einige schriftliche Anweisungen, was sie tun soll. Liv gefällt diese Abgeschiedenheit. Auf der Insel kann sie wieder zu sich finden. Sie findet aber auch ein altes Tagebuch, das sie in die Vergangenheit eintauchen lässt. Vor mehr als hundert Jahren lebte Magdalena versteckt auf dieser Insel.
Der Schreibstil liest sich sehr angenehm und die Örtlichkeiten sind sehr bildhaft dargestellt, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte. Abwechselnd erfahren wir, was in der Vergangenheit und was in der Gegenwart geschieht.
Auch die Charaktere sind gut und lebendig dargestellt. Liv hatte sich gleich in den Oberarzt Christoph Schwarz verliebt, als sie an der Charité als Assistenzärztin angefangen hatte. Aber seitens Christoph war es war eine oberflächliche Beziehung, er wollte Spaß und Karriere machen. Doch dann passiert etwas, dass Liv traumatisiert und zur Flucht treibt. Johannes, der Sohn des Seewirtes, soll Liv mit Lebensmitteln versorgen, aber er ist von dieser zugeknöpften Frau fasziniert. Mit der Zeit gewinnt er das vertrauen von Liv.
Magdalena, die mit dem bayrischen Königshaus verwandt war, hat auch auf der Insel gelebt. Allerdings hat man sie dort versteckt und sie fühlte sich gefangen.
Mir haben beide Zeitstränge gut gefallen, aber der historische Teil war noch spannender.
Ich habe mich gerne auf die Roseninsel entführen lassen und kann diesen Roman nur empfehlen.

Bewertung vom 01.04.2021
Fritz und Emma
Leciejewski, Barbara

Fritz und Emma


ausgezeichnet

Fritz und Emma kennen sich seit sie Kind waren, denn sie sind am gleichen Tag in Oberkirchbach geboren. Fritz konnte nicht ohne Marie und Marie nicht ohne Fritz. Doch dann kam der Krieg und am Ende wurde Fritz noch eingezogen. Emma hofft, dass er zurückkehrt. Er kommt tatsächlich zurück, doch der Krieg hat seine Spuren hinterlassen. Fritz ist nicht mehr der Alte. Emma will Fritz helfen, doch dann geschieht etwas, dass die beiden entzweit.
Jakob kommt als Pfarrer nach Oberkirchbach und bringt seine Frau Marie mit. Während Jakob sich auf Anhieb wohlfühlt, vermisst Marie in den kleinen Ort etwas. Sie lernt so nach und nach die Menschen kennen, auch Fritz und Emma, die sich seit zig Jahren aus dem Weg gehen und kein Wort mehr miteinander gewechselt haben. Als Marie erfährt, dass sich die beiden einmal geliebt haben, versucht sie die beiden zu versöhnen.
Dies ist eine wundervolle und ergreifende Geschichte, die lebendig und packend erzählt ist.
Die Bewohner des Ortes sind alle sehr authentisch dargestellt. Fritz ist ein alter Griesgram geworden. Emma kann zwar nicht mehr gut sehen, ist aber schlagfertig. Marie liebt Jakob, aber Oberkirchbach ist ihr zu weit weg vom Leben, und Jakob ist Pfarrer mit Leib und Seele.
Oberkirchbach war einmal ein Ort, wo es alles gab, was man zum Leben brauchte, doch nun wirkt der Ort wie tot. Es gibt ein Oberdorf und ein Unterdorf und nur die Alteingesessenen kennen sich noch. Resignation hat sich breit gemacht. Selbst der 750ste Geburtstag des Ortes scheint sang- und klanglos an den Menschen vorbeizugehen. Was soll man schon machen? Da fegt Marie wie ein Wirbelsturm durch den Ort. Sie lernt die Menschen kennen, erfährt ihre Geschichten und bringt sie zusammen. Wird ihr das auch bei Fritz und Emma gelingen?
Mich hat diese Geschichte über Liebe, Freundschaft und das Leben sehr berührt.

Bewertung vom 31.03.2021
Stummes Opfer: Thriller
Shepherd, Catherine

Stummes Opfer: Thriller


ausgezeichnet

Das neue Kreisarchiv von Zons ist ein sehr moderner Bau, der nicht nur Begeisterung auslöst. Nach einigen Problemen ist er nun endlich fertig. Doch bei der Einweihungsfeier wird eine einbetonierte Leiche in einer Säule entdeckt. Der Tote hat ein Siegel bei sich. Doch dann findet Kriminalkommissar Oliver Bergmann in einer anderen Säule ein weiteres Opfer. Es bleibt aber nicht bei diesen beiden Toten.
Auch 1502 passiert in Zons Schreckliches. Die Mauer der Kirche wird unterspült und bricht zusammen. Auch bei der Reparatur gibt es Probleme, denn immer wieder stürzt die Mauer ein. Bastian Mühlenberg geht dem Verschwinden von Gertrude, einer Bettlerin, nach. Wer aber sollte ein Interesse daran haben, ausgerechnet diese arme Frau verschwinden zu lassen. Bastian ist ratlos. Doch dann sind weitere Frauen verschwunden.
Wie schon in den Vorgängerbänder verknüpft Catherine Shepherd geschickt Gegenwart und Vergangenheit. Ich mag diese Reihe und finde beide Handlungsstränge spannend.
Oliver Bergmann ist ein guter Polizist, doch dieses Mal bereitet ihm nicht nur der mysteriöse Fall Probleme, sondern auch noch das öffentliche Interesse an dem neuen Bauwerk. Im Umfeld der Toten gibt es eine ganze Reihe von Leuten, die verdächtig erscheinen.
Bastian Mühlenberg ist für die Sicherheit von Zons verantwortlich und er nimmt seine Arbeit sehr ernst. Dabei hat er aber auch Mitgefühl für die Menschen, denen es nicht so gut geht. Daher hilft er auch dem jungen Kaspar, der auf der Baustelle als Windenknecht arbeitet und viel zu schwach für diese harte Arbeit ist. Es ist erschreckend, wie brutal dort mit den Arbeitern umgegangen wird.
Es gibt viele Verdächtige in diesen Fällen und eine Reihe von Wendungen sorgen auch dafür, dass der Spannungsbogen bis zum Schluss hoch bleibt. Das Ende bringt dann noch Überraschungen, ist aber schlüssig.
Mich hat dieser unterhaltsame und spannende Thriller wieder gut unterhalten.

Bewertung vom 30.03.2021
Rosarotes Glück (eBook, ePUB)
Sideropoulos, Susan

Rosarotes Glück (eBook, ePUB)


gut

Natürlich kann man ein Glas als halbleer oder halbvoll betrachten und es gibt Menschen, die alles immer düster sehen. Ich bin eigentlich ein positiv eingestellter Mensch, daher wird bei mir das Glas auf jeden Fall halbvoll sein. Dennoch denke ich, dass es manchmal schwer ist, das Leben durch die rosarote Brille zu betrachten. Natürlich kann man an seiner Einstellung arbeiten, aber ist einem selbst immer bewusst, wie die Stimmung gerade ist?
Die Autorin Susan Sideropoulos hat sich vorgenommen, alles durch die rosarote Brille zu betrachten und sie erzählt in diesem Buch von ihren Erfahrungen. Dabei habe ich den Eindruck, als hätte sie bisher noch keine wirklich schlimmen Erfahrungen gemacht. Da ist es leicht, alles positiv und rosarot zu sehen.
Der Erzählstil ist locker und leicht zu lesen. Fotos runden das Ganze ab. Außerdem gibt es viele Verweise auf andere Ratgeber.
Man erfährt einiges über die Autorin selbst, was mir gut gefallen hat. Doch als Ratgeber fand ich es weniger hilfreich. Ich bin nicht überzeugt, dass man den ewigen Pessimisten damit ändern kann.
Auch wenn mich das Buch als Lebenshilfe nicht überzeugt hat, so war es doch nett zu lesen.

Bewertung vom 29.03.2021
Der Kryptologe
Haller, Elias

Der Kryptologe


ausgezeichnet

Kriminaloberkommissar Arne Stiller ist nach seiner Suspendierung vor über einem Jahr wieder im Dienst. Aber leicht macht es ihm sein Chef Bernhard Hoheneck nicht, er verbannt Arne in einen schäbigen Raum unterm Dach. Als der Reporter Holger Winzer seine Frau und Tochter als vermisst meldet, bekommt Arne den Fall. Noch während er mit Winzer spricht, wird er zu einem Fundort gerufen. Die Tote liegt im Regenüberlaufbauwerk der Stadtentwässerung Dresden, gleich bei der Semperoper. Sie wurde erdrosselt und besonders hergerichtet. Es handelt sich um Annalena Winzer. Rätselhafte Zahlen zieren Handflächen und Fußsohlen. Von der Tochter Liliana fehlt jede Spur. Wird Arne das Mädchen finden? Gibt es eine Verbindung zur Oper?
Elias Haller schreibt sehr packend. Es ist schwer, das Buch aus der Hand zu legen, denn natürlich möchte man wissen, ob Arne Stiller das Mädchen – hoffentlich lebend - finden kann.
Arne Stiller ist kein besonders sympathischer Ermittler und doch hat er meinen Respekt, denn er ermittelt beharrlich und ohne Rücksicht auf seine eigenen Befindlichkeiten. Er geht mit niemandem freundlich um, nicht mit seinem Vorgesetzten, nicht mit den Menschen, die er befragt und auch nicht mit seiner Kollegin Inge Allhammer, die ihm zugeteilt wurde und auch ihre Probleme hat. Aber Inge lässt sich nicht einschüchtern und ist überraschend hilfreich. Die beiden brauchen wohl noch ein Weilchen, um zu einem Team zusammenzuwachsen, doch die ersten Schritte sind gemacht.
Arne hat sich als Kryptologe einen Namen gemacht, aber auch er versteht nicht, was der Täter ihm mitteilen will. Ich fand die kleinen Einblicke in die Verschlüsselungstechniken sehr interessant.
Erzählt wird diese Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven. So kann man auch die Ängste des Mädchens hautnah miterleben und die irren Gedankengänge des Täters. Auch wenn ich mit der Zeit so eine Ahnung hatte, wer als Täter in Frage kommt, so konnte ich mir dennoch nicht sicher sein, denn es ist ein schwieriger Fall mit unverhofften Wendungen und einem erschreckenden Rückblick.
Ein sehr spannender und fesselnder Thriller, der neugierig auf den nächsten Band macht.

Bewertung vom 28.03.2021
Wenn Wahrsagen so einfach wäre / Akademie Fortuna Bd.1 (eBook, ePUB)
Kempen, Sarah M.

Wenn Wahrsagen so einfach wäre / Akademie Fortuna Bd.1 (eBook, ePUB)


sehr gut

Die Akademie Fortuna ist eine Schule für Wahrsagerei. Auch Sorry – in Wirklichkeit heißt sie Anniversary Fortune – geht nun hier zur Schule. Sie stammt aus einer bedeutenden Wahrsagerfamilie, aber irgendetwas ist schiefgelaufen, denn sie kann nur erkennen, was unmittelbar bevorsteht. Ein Blick in die weitere Zukunft ist ihr nicht möglich. Die Leiterin der Akademie Fortune ist ausgerechnet Sorrys Mutter, die Angst hat, diese Funktion an die Sterndeuterfamilie Astra abgeben zu müssen. Daher sind die Erwartungen an Sorry sehr groß. Zum Glück gibt es Unterstützer, die Sorry zur Seite stehen.
Es ist anfangs gar nicht so leicht, in dieser Schule alles auseinander zu halten, denn es gibt die unterschiedlichsten Bereiche und dann auch noch eine ganze Menge Charaktere. Doch wenn man sich erst einmal eingelesen hat, geht es besser. Die Illustrationen waren nicht so meins, aber den Kindern gefallen sie sicherlich.
So ganz neu sind die Ideen nicht, aber trotzdem macht es Spaß, Sorry bei ihren Bemühungen zu begleiten. Natürlich gibt es nicht nur nette Personen in dieser Geschichte – das wäre ja auch zu langweilig. Aber Sorry hat Freunde, die ihr helfen und sie selbst lernt immer mehr dazu.
Mir hat diese unterhaltsame und magische Geschichte gut gefallen.

Bewertung vom 28.03.2021
Johanna spielt das Leben
Falk, Susanne

Johanna spielt das Leben


sehr gut

Johanna stammt aus ärmlichen Verhältnissen und hat es weit gebracht. Sie hat schon ein paar große Rollen am Wiener Burgtheater gehabt. Doch dann lernt sie im Jahr 1949 den Juristen Dr. Georg Neuendorff kennen und lieben. Sie wird schwanger und die beiden heiraten. Sie hat Georg versprochen, dass sie sich drei Jahre lang um ihre Tochter Lotte kümmert. Doch nach wenigen Monaten fällt ihr die Decke auf den Kopf und sie sehnt sich nach der Bühne. Johanna kämpft sich zurück ins Ensemble und überlässt ihr Tochter meist der Mutter und Tante Mitzi.
Der Schreibstil der Autorin Susanne Falk hat mir gut gefallen. Ich fand es auch toll, in die Welt des Theaters einzutauchen, in der es grandiose Schauspieler und Schauspielerinnen gab, aber auch viele Egomanen.
Johanna ist nach der Geburt der Tochter zerrissen. Sie ist mit Leib und Seele Schauspielerin, doch auf Georgs Drängen hin, hat sie versprochen eine dreijährige Auszeit zu nehmen, um sich um Lotte zu kümmern. Doch von Tag zu Tag spürt sie mehr, dass sie das nicht durchhalten kann. Sie deponiert ihre Tochter bei Tante Mitzi und kümmert sich um ihre Karriere. Auch wenn ich sie gut verstehen kann und ihre Zerrissenheit gespürt habe, so war sie mir nicht so sympathisch. Es ist eine Zeit, in der Frauen sich um Familie und Haushalt zu kümmern hatten. Einen Beruf durften sie nur ausüben, wenn der Ehemann es erlaubte. Georg ist ein Mann seiner Zeit. Er geht seinem Beruf nach und kümmert sich kaum um sein Kind. Von Johanna erwartet er, dass sie die übliche Frauenrolle übernimmt. Georg legt ihr aber keine Steine in den Weg, als sie wieder auftritt, auch wenn ihm das nicht gefällt.
Am Ende gibt es noch eine überraschende Wendung.
Dieser Roman zeigt, dass Frauen in jener Zeit meist auf der Strecke blieben mit ihren Träumen und Wünschen. Es war kaum möglich Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, da die Unterstützung fehlte.
Mir hat dieser Roman gefallen.

Bewertung vom 27.03.2021
Der andere Sohn / Karlstad-Krimi Bd.1 (eBook, ePUB)
Mohlin, Peter; Nyström, Peter

Der andere Sohn / Karlstad-Krimi Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Bei einem Undercover-Einsatz in Baltimore ist etwas nicht so gelaufen, wie geplant. Daher muss der amerikanische FBI-Agent John Adderley ins Zeugenschutzprogramm. Er entschließt sich, dahin zurück zu kehren, wo seine Wurzeln sind, nämlich Schweden. Sein Halbbruder Billy wird verdächtigt, eine junge Frau getötet zu haben. Doch man konnte ihm die Tat nicht nachweisen und die Leiche wurde auch nie gefunden. Obwohl das alles schon zehn Jahre her ist, muss sich Billy immer noch den Verdächtigungen aussetzen. John soll Billy, der immer noch seine Unschuld beteuert, helfen. Nun wird der Fall neu aufgerollt und John gehört zum Ermittlerteam.
Der Schreibstil ist gut zu lesen. Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven, so dass ich mich gut hineindenken konnte.
Ich lese gerne Bücher über Cold Cases. Eigentlich denkt man, dass nach so langer Zeit eine Klärung des Falls nicht mehr möglich ist, aber oft reicht ein unbelasteter Blick, um etwas zu erkennen, das einen weiterbringt. Auch John entdeckt etwas und damit wird es sehr gefährlich.
John ist ein vielschichtiger Charakter und ein guter Ermittler. Der missglückte Undercover-Einsatz hat bei ihm Spuren hinterlassen. Panikattacken überfallen ihn unverhofft. Seine Methoden sind manchmal etwas ungewöhnlich, was seinen neuen Kollegen nicht so gefällt. Doch der Erfolg gibt ihm recht, denn schon bald gibt es neue Spuren. Dass er persönlich betroffen ist in diesem Fall, macht es für ihn natürlich nicht einfach. Zudem ist es nicht einfach, mit einer neuen Identität zurechtzukommen.
So nach und nach ergibt sich ein vollständiges Bild in diesem Fall und die Lösung ist dann auch überraschend.
Mir hat dieser sehr spannende Krimi gut gefallen. Macht Lust auf weitere Fälle mit diesem Ermittler.

Bewertung vom 27.03.2021
Heimweh nach uns
Schreiber, Helen

Heimweh nach uns


ausgezeichnet

Lena und Malte sind schon lange verheiratet und sie haben sich über dem Alltagsgeschehen ein wenig verloren. Besonders Lena fühlt sich mit Job und Familie überfordert. Ihre Schwester Judith schenkt ihr deshalb einen Yogakurs. Erst einmal lehnt Lena ab, denn das würde ihr ja noch mehr zeit nehmen, die sowieso schon knapp ist. Doch dann lässt sie sich doch darauf ein. Reik, ihr Yogalehrer, macht großen Eindruck auf sie, denn er versteht, was ihr im Alltag fehlt. Es knistert zwischen den beiden. Was aber wird aus ihrer Beziehung zu Malte?
Der Schreibstil der Autorin ist sehr packend. Ihr ist es gelungen, mich gleich in die Geschichte, die aus der Perspektive von Lena erzählt wird, hinein zu ziehen.
Natürlich bleiben die Schmetterlinge im Bauch, die man am Anfang einer Ehe hat, nicht immer da. Aus Verliebtheit wird Liebe und Vertrauen. Doch was ist, wenn man nicht mehr spürt, dass der andere für einen da ist? Was ist, wenn man sich zunehmen verliert? Diese Gefühle von Lena sind gut dargestellt und ich konnte mich in sie hineinversetzen.
Lena und Malte sind ein sympathisches Paar mit wundervollen Kindern. Umso b4edauerlicher ist es, dass sie sich mehr und mehr verlieren. Judith ist eine Person, die optimistisch ist und immer positive Energie ausstrahlt. Reik strahlt eine besondere Ruhe aus, so dass Lena entspannt und…
Es ist eine Geschichte, in der man sich eventuell selbst wiederfinden kann. Man sollte also auf einander achtgeben und immer wieder daran denken, dass nichts sicher ist.
Mir hat diese emotionale und authentisch Liebesgeschichte gut gefallen.