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Benutzername: 
Jeannette
Wohnort: 
Osterode

Bewertungen

Insgesamt 107 Bewertungen
Bewertung vom 29.12.2018
Als hätte der Himmel mich vergessen
Sander, Amelie

Als hätte der Himmel mich vergessen


ausgezeichnet

Selbst das traurig wirkende Cover des Buches lässt kaum erahnen, welch erschütterndes Schicksal sich hier verbirgt.
Dieses Buch ist die schonungslose Aufarbeitung der von psychischer und physischer Gewalt geprägten Kindheit der Autorin.
Noch immer bin ich zutiefst erschüttert und fassungslos von dem was ich hier gelesen habe. Für mich als Mutter war es mehr als schmerzhaft und absolut unfassbar die Erinnerungen von Amelie hier schwarz auf weiß zu lesen. Immer wieder musste ich das Buch zur Seite legen und mein weinendes Mutterherz beruhigen.
Es macht mich wütend, wozu Menschen fähig sind und genauso wütend macht mich die Erkenntnis, dass so viele Aussenstehende einfach weggeschaut haben. Keinem Menschen ist dieses Kind genug aufgefallen, um nochmal genauer hinzuschauen? Traurig!
Und noch etwas habe ich durch Amelies Geschichte erfahren. Es gibt Verjährungsfristen für solche Verbrechen!?
So etwas kann doch nicht verjähren! Die Opfer tragen ein Leben lang an den Folgen!
Trotz allem ist es der Autorin hervorragend gelungen, ihre Geschichte in eine lesbare, wenn auch schwer auszuhaltende Form zu bringen.
Die Kapitel sind übersichtlich strukturiert und dadurch, dass die Erinnerungen als Rückblenden in die Erzählungen aus der Gegenwart eingebunden sind, lässt sich der wirklich berührende Stoff sehr gut lesen.
Für mich ist auch besonders der ganz letzte Teil des Buches wichtig gewesen, denn so bekam ich nochmal diverse Einblicke in Amelies derzeitiges Leben und einige bedeutsame Erklärungen ihrer Psychotherapeutin.
Und wieder einmal wird mehr als deutlich, wie wichtig es ist HINZUSEHEN und zu HANDELN.

Bewertung vom 08.12.2018
Du bist mein Besitz
Summer, Drea

Du bist mein Besitz


ausgezeichnet

Das Cover passt nicht nur ausgesprochen gut zu dieser Geschichte, sondern reiht sich auch hervorragend in die Serie ein. Sehr stimmig...toll!
Auch oder gerade dieser Fall des Inspektor Carlos, seiner Verlobten Sarah und ihres Kollegen Cristiano hat mir wieder eine ordentliche Gänsehaut und einen dicken Knoten im Magen verpasst.
Und das ausgerechnet mir...wo ich doch eigentlich gar nicht so gerne Krimis und Thriller lese. Aber zugegebener Maßen haben mich schon die ersten beiden Bücher der Reihe schwer beeindruckt und so konnte ich ja quasi nicht umhin nun auch den dritten Teil zu lesen.
Mit ihrem tollen Schreibstil schafft es die Autorin auch grausamste Grausamkeiten , selbst für so Schissihasen wie mich, lesbar zu machen.
Mir gefällt, dass sie sich nicht ellenlang in detailgetreuer Beschreibung der Verbrechen verliert und sich auch nicht ewig mit der Ermittlungsarbeit der Polizei beschäftigt.
Dennoch lässt die Handlung nichts an Spannung und Dramatik vermissen und ich konnte Örtlichkeiten, Begebenheiten und Interaktionen der Figuren klar und deutlich vor mir sehen.
Gekonnt verstrickt die Autorin verschiedene Handlungsfäden und inszeniert einen tollen Spannungsbogen bis zur endgültigen Aufklärung.
Auch die private Beziehung zwischen Inspektor Carlos und seiner Sarah bekommt einen gelungenen Nebenhandlungsstrang und ich glaubte schon fast an das selbe "Gespenst", wie Sarah.
Alles in allem ist dieses Buch ein absolut gelungener Abschluss der Reihe.

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Bewertung vom 05.12.2018
Bezaubernde Weihnachtsgeschichten
Baiter, Larissa

Bezaubernde Weihnachtsgeschichten


ausgezeichnet

Das ganz wundervolle Winterwald-Cover lädt schon zum Kuscheln auf dem Sofa mit einem heißen Kakao und ein paar Lebkuchen ein. Und dann ist Zeit zum Träumen , lesen und vorlesen...
Ein paar bezaubernde, liebevoll zusammengetragene, fantasievolle und sehr weihnachtliche Erzählungen warten in diesem Büchlein auf den geneigten Leser.
Flüssig, locker und mit viel Herzenswärme erzählt die Autorin abwechslungsreiche kleine Geschichten, von denen manche fröhlich, manche nachdenklich, andere charmant und wieder andere einfach nur schön sind.
Es hat mir Spaß gemacht, das kleine Büchlein zu lesen und schon ein ganz kleines bisschen in Weihnachtsstimmung zu kommen.

Bewertung vom 10.11.2018
Wenn Mauern fallen
Willes, Hilde

Wenn Mauern fallen


ausgezeichnet

Das Cover zeigt den Gegenstand, der im Buch auch sehr viel Beachtung finden wird...;-)
Mit wundervoll leisen Tönen erzählt die Autorin eine Deutsch/Deutsche Geschichte, wie sie wohl überall entlang der verhassten Mauer hätte passiert sein können.
Ein Ost/West Schicksal, das einem die Tränen in die Augen treibt, nachdenklich macht und doch hin und wieder auch schmunzeln lässt.
Conni ist eine Frau wie du und ich und es ist ihr hier gestattet auch die Schwächen zuzulassen, ohne diese unterschwellig zu bewerten. Wir begleiten sie durch die Zeit der Wende bis hin zu dem Abschnitt ihres Lebens, als sie sich als alleinerziehende Mutter durch's Leben kämpfen muss.
In diesem Buch geht es nicht nur um innerdeutsche Mauern, die eingerissen werden, sondern auch um jene, die man sich aus Wut, Trauer und Schmerz selber baut.
Eindrucksvoll, einfühlsam, melancholisch aber auch flott, locker und bunt schreibt die Autorin die Geschichte und lässt die sehr authentischen Figuren darin zum Leben erwachen.
Sehr gut ist es ihr gelungen, lange Zeit den Verbleib von Jo im Unklaren zu lassen und das Ende hat mich sehr überrascht und betroffen gemacht.
Trotzdem, oder gerade wegen der vielen Emotionen war es ganz wundervoll Conni und die Menschen um sie herum in diesem äußerst gelungenen Schicksalsroman ein Stück durch die Zeit zu begleiten.