In den 1960er kommt es in der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien zur Auflehnung junger Regisseure gegen die bestehende Filmtradition. Wie kam es dazu und was waren die Hintergründe? Wer waren die treibenden Akteure? Was waren ihre Forderungen und Ziele? Und war ihre Motivation eine politische? Die Autorin Charlotte Trippolt vermittelt einen Einblick in die jugoslawische Kulturpolitik der 1960er und 1970er Jahre, indem sie die kinematographischen Entwicklungen den gesellschaftlichen gegenüber stellt und deren Wechselwirkungen aufeinander aufzeigt. Aufbauend darauf wird anhand von ausgewählten Beispielen der revolutionäre Charakter des neuen jugoslawischen Films erklärt. Auf inhaltlicher wie auch auf filmischer Ebene gilt dabei besondere Aufmerksamkeit den in den Produktionen präsentierten Geschlechterrollenbilder sowie den Körperbildern. Das Buch richtet sich an Filmliebhaber und Theoretiker, und an all jene, die noch an das kritische Potential der Kunst glauben.