Der Priester und Historiker Dr. Heinrich Börsting (1900 - 1969) war der erste Archivar der Diözese Münster. Mit seiner Leica hielt er von Oktober 1943 bis April 1945 im Auftrag Bischof von Galens die Zerstörungen an den Kirchen der Stadt fest. Börsting fotografierte unmittelbar nach den Bombardements, unter persönlicher Lebensgefahr, mit professionellem Wagemut und mißachtete dabei oft die Grenzen seiner Fotografiererlaubnis. So sind die Bilder Zeugnisse seines Pflichtbewußtseins der Nachwelt gegenüber und Ausdruck stummer Klage in der Katastrophe Bilder von unglaublicher Nähe. 60 Jahre nach Beendigung des Kriegs werden diese eindrücklichen Bilddokumente erstmals veröffentlicht.