Ludwig Tieck, Die Theorie des Wendepunkts und des Wunderbaren - Eine Analyse seiner späten Novellen anhand ausgewählter Beispiele
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. MwStBeschreibung
Details
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
21.06.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
159 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638816922
"Eine Begebenheit sollte anders vorgetragen werden, als eine Erzählung; diese sich von Geschichte unterscheiden, und die Novelle nach jenen Mustern sich dadurch aus allen anderen Aufgaben hervorheben, daß sie einen großen oder kleinern Vorfall ins hellste Licht stelle, der, so leicht er sich ereignen kann, doch wunderbar, vielleicht einzig ist. Diese Wendung der Geschichte, dieser Punkt, von welchem aus sie sich unerwartet völlig umkehrt, und doch natürlich, dem Charakter und den Umständen angemessen, die Folge entwickelt, wird sich der Phantasie des Lesers um so fester einprägen, als die Sache, selbst im Wunderbaren, unter andern Umständen wieder alltäglich seyn könnte. So erfahren wir es im Leben selbst, so sind die Begebenheiten, die, uns von Bekannten aus ihrer Erfahrung mitgetheilt, den tiefsten und bleibendsten Eindruck machen.[...]"
Diese Ausführungen zeigen, dass der Wendepunkt nach Tieck ganz bestimmte Gesetzmäßigkeiten zu erfüllen hat, die mit dem Motiv des Wunderbaren eng verknüpft sind. Das Ziel dieser Arbeit wird es sein, die Beziehung zwischen dem von Tieck formulierten Wendepunkt und seinem Kolorit des Wunderbaren zu verdeutlichen. Hierbei wird zunächst ein kurzer Überblick über die literatur- und gesellschaftsgeschichtlichen Hintergründe der Novellen Tiecks gegeben. Es folgt eine grobe Zusammenfassung verschiedener Rezeptionspositionen von Tieck-Forschern, in der deren Divergenzen und Konformitäten bezüglich der Wendepunkttheorie und der Theorie des Wunderbaren aufgezeigt werden sollen, bevor diese Punkte anhand konkreter Novellenbeispiele diskutiert werden. Am Ende stellt sich heraus, in wiefern die von Ludwig Tieck aufgestellte Wendepunkttheorie repräsentativ ist für seine eigenen Novellen und in welcher Konsequenz er die grundlegenden Reglementierungen selbst eingehalten hat.
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