Tipp: unser Kinderbuch des Monats

Produktbild Die Olchis und das Sams. Die kaputte Wunschmaschine
Band 1 Neu

Das Kinderbuch des Monats Juni

Die Olchis und das Sams. Die kaputte Wunschmaschine

Erhard Dietl

Die Wunschmaschine ist kaputt! Das Sams und Herr Taschenbier bitten Professor Brausewein, sie zu reparieren. Doch als das Sams in Brauseweins Labor an einer Flasche mit Verjüngungsmittel rumspielt, verwandelt es Papa Taschenbier aus Versehen in ein Baby! Da die Olchis sich ja als Familie mit Babys gut auskennen, zieht das Sams mit Baby Taschenbier auf den Schrottplatz. Während Brausewein den Schrottplatz nach einem Ersatzteil für die Maschine absucht, versuchen das Sams und die Olchis das Taschenbier-Baby zu bespaßen. Ob es Professor Brausewein gelingen wird, Papa Taschenbier zurückzuverwandeln ...?

Sams + Olchis = riesengroßer Spaß!

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Buch (Gebundene Ausgabe)

15,00 €

Das Kinderbuch des Monats Juni

Kinderbuchtipp: „Die Olchis und das Sams. Die kaputte Wunschmaschine“

 

 

TEXT

 

Die Olchis und das Sams – das sind heiß geliebte Kinderbuchfiguren. Sehr eigen, chaotisch und anarchisch. Nun haben sich Sams-Vater Paul Maar und Olchis-Erfinder Erhard Dietl zusammengetan und sich eine Geschichte ausgedacht, in der das Sams – und natürlich Herr Taschenbier, sozusagen der Ziehvater des Sams – die Olchis kennenlernt. Und, so viel können wir verraten: Der Anlass dieses Kennenlernens ist ziemlich dramatisch. „Die Olchis und das Sams. Die kaputte Wunschmaschine“ wurde von Stephanie Stickel illustriert und ist ein großer Lesespaß geworden.

 

 

WAS?

 

Das Sams kennen und lieben viele Menschen, junge wie alte. Früher hatte das Sams Wunschpunkte und konnte damit Wünsche erfüllen, z. B. für Herrn Taschenbier. Nun sind die Wunschpunkte alle, und es gibt stattdessen eine Wunschmaschine. Doch die funktioniert nicht mehr richtig, und daher machen sich das Sams und Herr Taschenbier auf zu dem Erfinder Professor Brausewein – vielleicht kann der die Wunschmaschine reparieren. In der Werkstatt albert das Sams aber herum und besprüht Herrn Taschenbier mit einer Flüssigkeit. Die ist leider kein Wasser, wie das Sams dachte, sondern ein Verjüngungsmittel. Prompt schrumpft Herr Taschenbier und wird zum Baby. Aber wie mit einem Baby umgehen, und wo den Spezialdraht zur Reparatur der Wunschmaschine herbekommen? Professor Brausewein hat eine Idee: Die Olchis könnten helfen. Sie sind seltsame Wesen, essen am liebsten Nägelauflauf mit Sand oder Gräten in Fahrradöl, waschen sich nie und leben auf dem Müllberg von Schmuddelfing. Aber die Olchis haben Kinder, und auf dem Müllberg könnte vielleicht das Reparaturteil, ein X-Qua-Draht, für die Wunschmaschine zu finden sein ...

 

 

WIE?

 

Die Begegnung zwischen dem Sams und den Olchis kann kaum schiefgehen. Denn auch das Sams isst manchmal gern Müll oder seltsame Dinge. Dass sich die Olchi-Kinder aber nie, wirklich nie waschen, das wundert selbst das Sams. Schließlich hat es seinen Taucheranzug auch an, weil der so gut abwaschbar ist nach dem Matschen. Und gematscht wird ordentlich. Immer umschwirrt von einigen Fliegen, denn die mögen den Müllgeruch der Olchis genauso wie Kröten oder Mäuse. Die Geschichte erzählen Paul Maar und Erhard Dietl mit echter Freude daran, diese Ausnahmefiguren in ein gemeinsames Abenteuer zu schicken. Die wunderbaren Zeichnungen von Stephanie Stickel machen den Spaß so richtig rund. Was wohl Herr Taschenbier, der nun ein Baby ist, von den Olchis hält? Gerade jedenfalls spielt er mit dem Olchi-Baby und scheint ziemlich glücklich zu sein ...

 

FÜR WEN?

 

Wer Spaß am reimenden Sams und den schrullig-krötigen Olchis hat – und wer hat den nicht? –, ist hier bestens aufgehoben. Kinder ab etwa sieben Jahren und alle anderen Menschen, die das Sams und die Olchis vielleicht auch schon aus ihrer Kindheit kennen, stürzen sich sicher begeistert in dieses Abenteuer. Denn die große Frage ist auch: Wird Herr Taschenbier wieder groß und erwachsen? Und wie verdauen die Olchis eigentlich das, was sie zu sich nehmen – zum Beispiel Sägemehlklößchen, Kabelsalat mit Plastiktüte und Schuppenwurz oder Bröselstampf mit eingelegten Socken? Da staunt selbst das Sams, was man so alles essen kann ...

 

VON WEM?

 

Paul Maar, der Vater des Sams, gehört seit langer Zeit zu den bekanntesten Autoren für Kinder- und Jugendbücher in Deutschland. Und zu den beliebtesten natürlich! Als junger Mann hat Paul Maar zunächst Malerei studiert und als Lehrer gearbeitet. Es dauerte eine Weile, bis er den Schritt wagte, nur noch zu schreiben und das Geschriebene zu illustrieren. Wir freuen uns sehr, dass so z. B. auch das Sams in die Welt kam. Paul Maar schreibt auch Drehbücher und Hörspiele, illustriert und denkt sich neue Abenteuer für seine Figuren aus. Neben dem Sams sind das u. a. Herr Bello, Kakadu und Kukuda, Lippel oder Snuffi Hartenstein. Maars Werk ist vielschichtig und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Jugendbuchpreis oder dem E.T.A.-Hoffmann-Preis.

 

Erhard Dietl mag beides: sich Geschichten und Figuren ausdenken und sie zu zeichnen. Erfunden hat er z. B. die Olchis, die so heißen, weil sie es lieben, wenn es olchig qualmt und stinkt. Ja, das muss wirklich Spaß machen, solche Figuren ins Leben zu bringen und sich all die gruseligen Dinge auszudenken, die Olchis essen. Erhard Dietl hat übrigens auch an der Kunstakademie studiert, lebt in München und hat über einhundert Kinderbücher geschrieben und/oder illustriert. Dafür hat er auch viele Preise bekommen, u. a. von der Stiftung Buchkunst oder die Auszeichnung mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis.

 

Stephanie Stickel wollte eigentlich Lehrerin werden und studierte sowohl an der Kunstakademie als auch Sportwissenschaften in Stuttgart. Sport und Kunst – eine super Kombination! Doch dann packte Stephanie das Fernweh, und sie verbrachte einige Zeit in Brasilien und Südfrankreich. Dort lebt sie immer noch, zusammen mit ihrer Familie und einer Katze. Dass sie sehr gut zeichnen kann und viel Gespür für die Figuren hat, sehen wir auch in diesem Buch. Stephanie arbeitet für ganz viele Verlage und illustriert unterschiedlichste Bücher, meist für Kinder.

 

UND WIE WEITER?

 

Band 2 der Reihe wartet schon. Er heißt „Die Olchis und das Sams. So schön, wenn man Freunde hat“ und erscheint Mitte August 2026.

 

 

GLOSSAR

 

DIE OLCHIS

Pizza, Eis, Süßigkeiten – alles, was wir Menschen so lieben, ist den Olchis ein Graus. Denn sie ernähren sich von Müll: je oller, desto köstlicher. Die Olchis haben keine Ohren, dafür aber Hörhörner auf dem Kopf. Diese Hörner sind super, damit können sie sogar hören, wenn ein Regenwurm pupst. Obwohl die Olchis klein sind, sind sie sehr stark. Auch ihre Zähne halten viel aus und knacken eigentlich alles – ob Holz oder Glas, ja sogar Stein oder Eisen. Aua! Wie gut, dass die Olchis nie Bauchschmerzen bekommen, denn so ein Schuhsohlenschnitzel würde sonst arg drücken im Magen. Dass sich die Olchis auch nie waschen und nie die Zähne putzen, sorgt dafür, dass sie wirklich fiesen Mundgeruch haben und auch sonst ziemlich müffeln. Daher mögen Fliegen die Olchis besonders gerne, aber auch Mäuse, Kröten oder Ratten. Etwas ganz Besonderes haben wir aber noch vergessen: das Haustier der Olchis. Das ist der Drache Feuerstuhl. Er ist ein ziemlich guter Flieger und – wie praktisch! – lässt sich mit Stinkerbrühe „auftanken“.

 

DAS SAMS

Blauer Taucheranzug, rote Borstenhaare, Froschfüße und eine Rüsselnase: Das ist das Sams. Klar, kennen ja fast alle. Das Sams ist kein Tier, aber auch kein Mensch und hat erstaunliche Fähigkeiten. Seine Wunschpunkte haben sich sicher schon viele Kinder auch gewünscht. Wie schön das wäre, wenn ein Wunsch einfach in Erfüllung gehen würde! Nun, das Sams macht das möglich. Doch gerade hat es keine Wunschpunkte mehr, weil sich Herr Taschenbier im Traum – es war also ein Versehen – ganz viele Dinge gewünscht hat wie Bratpfannen, Handyhalterungen, elektrische Dosenöffner und sehr viele Strohhalme. Wie gut, dass es auch noch die Wunschmaschine gibt. Aber auch die hat plötzlich Macken. Wünscht sich das Sams ein Würstchen – bekommt es ein Bürstchen. Und statt Geld taucht plötzlich ein Zelt auf. Die Wunschmaschine hat also irgendwie was an den Ohren, sodass dem Sams der Kragen platzt:

„Sie macht, was sie will,

und nicht, was sie soll,

und jetzt haben wir die Schnauze voll!“

Das ist ein kleiner Reim, und solche Reime liebt das Sams auch sehr, genauso wie Würstchen.

 

HERR TASCHENBIER

Alles fing an, als an einem Samstag das Sams zu Herrn Taschenbier kam und beschloss, dass dieser von nun an sein Papa sei. Das ist schon lange her, und die beiden haben inzwischen viele Abenteuer miteinander erlebt. Das Sams hatte auch Wunschpunkte, und sie haben funktioniert: Alles, was sich Herr Taschenbier gewünscht hat, hat er bekommen. Dass Herr Taschenbier ein etwas schüchterner, aber sehr netter Mann ist, könnt ihr euch vielleicht denken. Denn er hat das Sams einfach so adoptiert, und er hatte es nicht immer leicht mit dem wundersamen Wesen, das ganz schön frech, aber auch sehr lustig und manchmal auch lieb sein kann.

 

PROFESSOR BRAUSEWEIN

Ganz hinten, am Gammelsberger Bahnhof, lebt der Erfinder Professor Bruno Brausewein. Seine Erfinderwerkstatt ist ein alter Eisenbahnwaggon. Ist Professor Brausewein genial? Vielleicht. Jedenfalls tüftelt er schon eine ganze Weil an einem Elixier, das jünger machen soll. Er selbst ist 59 und fühlt sich noch ganz fit – aber genauso soll es auch bleiben. Da kann so ein Elixier nicht schaden. Und der erste Versuch mit einer welken Topfpflanze ist ein voller Erfolg. An sich selbst hat der Professor das Verjüngungsmittel allerdings noch nicht ausprobiert. Gut so, denn wie wir nun wissen, hat das Sams das für ihn erledigt – und Herrn Taschenbier in ein Baby zurückverwandelt.

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