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Nullerjahre Jugend in blühenden Landschaften | Mit einem neuen Nachwort von Manja Präkels

4

14,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

12406

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.11.2023

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

19/12,4/2,5 cm

Gewicht

300 g

Farbe

Zitronengelb / Anthrazit

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00524-0

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

12406

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.11.2023

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

19/12,4/2,5 cm

Gewicht

300 g

Farbe

Zitronengelb / Anthrazit

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00524-0

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: [email protected]

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Nullerjahre - der im Stich gelassene Osten

Marina aus Rügen am 26.08.2024

Bewertungsnummer: 2276909

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch wurde mir empfohlen, ich denke, ansonsten hätte ich es nicht gelesen. Trotzdem bereue ich es nicht, finde es ist ein sehr wichtiger Beitrag für die deutsche Gesellschaft, Geschichte und Politik. Hendrik Bolz schreibt in einem Schreibstil der einem Rap ähnelt, oft kommen obszöne Ausdrücke vor, doch es ist meiner Meinung nach passend für dieses Buch. Nur dadurch kann man das Leben wie es inStralsund früher nach der Wende war, richtig nachvollziehen. Es ist schrecklich, was so viele Menschen dort erleben mussten und immer noch müssen. Man kam sehr leicht durchs Buch, dabei hatte ich gar keine Probleme, es gibt keinen richtigen roten Faden, trotzdem bekommt man Hendriks Entwicklung mit. Die vielen Rapper, Liedtexte, Zitate und Erklärungen haben sehr gut in den Roman gepasst. Hendrik Bolz spricht hiermit ein Tabuthema an, welches viel zu selten thematisiert wird. Falls man sich dafür interessiert, was mit dem Osten nach der Wende wirklich passiert ist, sollte man dieses Buch lesen.

Nullerjahre - der im Stich gelassene Osten

Marina aus Rügen am 26.08.2024
Bewertungsnummer: 2276909
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch wurde mir empfohlen, ich denke, ansonsten hätte ich es nicht gelesen. Trotzdem bereue ich es nicht, finde es ist ein sehr wichtiger Beitrag für die deutsche Gesellschaft, Geschichte und Politik. Hendrik Bolz schreibt in einem Schreibstil der einem Rap ähnelt, oft kommen obszöne Ausdrücke vor, doch es ist meiner Meinung nach passend für dieses Buch. Nur dadurch kann man das Leben wie es inStralsund früher nach der Wende war, richtig nachvollziehen. Es ist schrecklich, was so viele Menschen dort erleben mussten und immer noch müssen. Man kam sehr leicht durchs Buch, dabei hatte ich gar keine Probleme, es gibt keinen richtigen roten Faden, trotzdem bekommt man Hendriks Entwicklung mit. Die vielen Rapper, Liedtexte, Zitate und Erklärungen haben sehr gut in den Roman gepasst. Hendrik Bolz spricht hiermit ein Tabuthema an, welches viel zu selten thematisiert wird. Falls man sich dafür interessiert, was mit dem Osten nach der Wende wirklich passiert ist, sollte man dieses Buch lesen.

Roh, ehrlich und unbequem

leniisbooks am 27.01.2026

Bewertungsnummer: 3027065

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mit Nullerjahre legt Hendrik Bolz ein eindringliches, unbequemes Buch vor, das sich zwischen autobiografischem Roman und gesellschaftlicher Milieustudie bewegt. Schonungslos und ohne nostalgische Verklärung erzählt er vom Aufwachsen in den ostdeutschen Plattenbausiedlungen der Nachwendezeit – einer Welt, in der Orientierungslosigkeit, soziale Härte und Gewalt zum Alltag gehören. Im Zentrum steht der junge Hendrik, der gemeinsam mit seinen Freunden versucht, einen Platz in einer Realität zu finden, die ihnen kaum Perspektiven bietet. Während viele Erwachsene an der Umstellung auf das neue System scheitern oder resignieren, suchen die Jugendlichen ihre Vorbilder anderswo: im Kraftsport, in Drogen, in Rapmusik. Die Frontlinien der sogenannten Baseballschlägerjahre beginnen zwar zu bröckeln, doch die zugrunde liegenden Strukturen bleiben bestehen. Gewalt, Dominanz und das Prinzip „fressen oder gefressen werden“ bestimmen weiterhin das soziale Miteinander. Besonders überzeugend ist die Perspektive, aus der Bolz erzählt. Der Roman verzichtet auf rückblickende Moralisierung oder erklärende Kommentare. Stattdessen wird die Geschichte aus der unmittelbaren Wahrnehmung eines Heranwachsenden geschildert. Gerade diese Nähe macht den Text so eindringlich: Die Leser*innen erleben eine Welt, in der Härte nicht aus Grausamkeit entsteht, sondern als erlernte Überlebensstrategie. Gewalt wird nicht glorifiziert, sondern als logische Konsequenz sozialer Prägung gezeigt. Der Schreibstil ist roh, direkt und schnörkellos. Bolz nutzt eine klare, teilweise beinahe dokumentarische Sprache, die den Alltag in Schule, Kindergarten und Fußballverein ungeschönt abbildet. Gleichzeitig entsteht aus dieser Nüchternheit eine große literarische Kraft. Emotionen werden nicht ausformuliert, sondern ergeben sich aus Situationen, Dialogen und Handlungen. Das erzeugt Distanz – und zugleich eine tiefe Beklemmung. Zentral ist das Thema der Identitätssuche. Musik, insbesondere Rap, wird zum Ausdrucksmittel, zur Projektionsfläche und zum Ausweg aus der empfundenen Bedeutungslosigkeit. Sie bietet Halt und Struktur, wo familiäre oder gesellschaftliche Orientierung fehlt. Bolz zeigt dabei eindrücklich, wie begrenzt die Handlungsspielräume seiner Figuren sind – und wie sehr soziale Herkunft Lebenswege vorzeichnet. Nullerjahre ist kein Buch, das Nähe über Sympathie erzeugt. Vielmehr konfrontiert es mit einer Realität, die oft unangenehm ist und sich einfachen Erklärungen verweigert. Gerade darin liegt seine Stärke. Der Roman fordert dazu auf, die Entstehungsbedingungen heutiger gesellschaftlicher Spannungen ernst zu nehmen, ohne sie zu entschuldigen oder zu vereinfachen. Fazit: Nullerjahre ist ein kraftvoller, kompromissloser Roman über das Aufwachsen in einer orientierungslosen Zeit. Hendrik Bolz gelingt es, persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlicher Analyse zu verbinden und ein eindringliches Bild der ostdeutschen Nullerjahre zu zeichnen. Ein wichtiges Buch für Leser*innen, die sich für deutsche Gegenwartsliteratur, soziale Prägung und die Nachwirkungen der Wende interessieren – unbequem, ehrlich und lange nachhallend.

Roh, ehrlich und unbequem

leniisbooks am 27.01.2026
Bewertungsnummer: 3027065
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mit Nullerjahre legt Hendrik Bolz ein eindringliches, unbequemes Buch vor, das sich zwischen autobiografischem Roman und gesellschaftlicher Milieustudie bewegt. Schonungslos und ohne nostalgische Verklärung erzählt er vom Aufwachsen in den ostdeutschen Plattenbausiedlungen der Nachwendezeit – einer Welt, in der Orientierungslosigkeit, soziale Härte und Gewalt zum Alltag gehören. Im Zentrum steht der junge Hendrik, der gemeinsam mit seinen Freunden versucht, einen Platz in einer Realität zu finden, die ihnen kaum Perspektiven bietet. Während viele Erwachsene an der Umstellung auf das neue System scheitern oder resignieren, suchen die Jugendlichen ihre Vorbilder anderswo: im Kraftsport, in Drogen, in Rapmusik. Die Frontlinien der sogenannten Baseballschlägerjahre beginnen zwar zu bröckeln, doch die zugrunde liegenden Strukturen bleiben bestehen. Gewalt, Dominanz und das Prinzip „fressen oder gefressen werden“ bestimmen weiterhin das soziale Miteinander. Besonders überzeugend ist die Perspektive, aus der Bolz erzählt. Der Roman verzichtet auf rückblickende Moralisierung oder erklärende Kommentare. Stattdessen wird die Geschichte aus der unmittelbaren Wahrnehmung eines Heranwachsenden geschildert. Gerade diese Nähe macht den Text so eindringlich: Die Leser*innen erleben eine Welt, in der Härte nicht aus Grausamkeit entsteht, sondern als erlernte Überlebensstrategie. Gewalt wird nicht glorifiziert, sondern als logische Konsequenz sozialer Prägung gezeigt. Der Schreibstil ist roh, direkt und schnörkellos. Bolz nutzt eine klare, teilweise beinahe dokumentarische Sprache, die den Alltag in Schule, Kindergarten und Fußballverein ungeschönt abbildet. Gleichzeitig entsteht aus dieser Nüchternheit eine große literarische Kraft. Emotionen werden nicht ausformuliert, sondern ergeben sich aus Situationen, Dialogen und Handlungen. Das erzeugt Distanz – und zugleich eine tiefe Beklemmung. Zentral ist das Thema der Identitätssuche. Musik, insbesondere Rap, wird zum Ausdrucksmittel, zur Projektionsfläche und zum Ausweg aus der empfundenen Bedeutungslosigkeit. Sie bietet Halt und Struktur, wo familiäre oder gesellschaftliche Orientierung fehlt. Bolz zeigt dabei eindrücklich, wie begrenzt die Handlungsspielräume seiner Figuren sind – und wie sehr soziale Herkunft Lebenswege vorzeichnet. Nullerjahre ist kein Buch, das Nähe über Sympathie erzeugt. Vielmehr konfrontiert es mit einer Realität, die oft unangenehm ist und sich einfachen Erklärungen verweigert. Gerade darin liegt seine Stärke. Der Roman fordert dazu auf, die Entstehungsbedingungen heutiger gesellschaftlicher Spannungen ernst zu nehmen, ohne sie zu entschuldigen oder zu vereinfachen. Fazit: Nullerjahre ist ein kraftvoller, kompromissloser Roman über das Aufwachsen in einer orientierungslosen Zeit. Hendrik Bolz gelingt es, persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlicher Analyse zu verbinden und ein eindringliches Bild der ostdeutschen Nullerjahre zu zeichnen. Ein wichtiges Buch für Leser*innen, die sich für deutsche Gegenwartsliteratur, soziale Prägung und die Nachwirkungen der Wende interessieren – unbequem, ehrlich und lange nachhallend.

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Nullerjahre

von Hendrik Bolz

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