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Das Flüstern der Feigenbäume

18

16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

6398

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.09.2023

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

18,5/11,5/3,6 cm

Gewicht

450 g

Farbe

Smaragd / Weiß

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

The Island of Missing Trees

Übersetzt von

Michaela Grabinger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-0369-6162-0

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Ein bewegendes und sehr berührendes Buch über Eltern und Kinder, über Migration und ihre Folgen.« Lizzy Faßbinder, Virginia Magazin, 17.04.2024 20240417

Produktdetails

Verkaufsrang

6398

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.09.2023

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

18,5/11,5/3,6 cm

Gewicht

450 g

Farbe

Smaragd / Weiß

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

The Island of Missing Trees

Übersetzt von

Michaela Grabinger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-0369-6162-0

EU-Ansprechpartner

Kein & Aber Verlag
Württembergallee 12
14052 Berlin
DE
berlin@keinundaber.de

Herstelleradresse

Kein & Aber AG
Bäckerstrasse 52
8004 Zürich
CH
berlin@keinundaber.de

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Geschichte Zyperns im Spiegel einer Familie

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 05.02.2026

Bewertungsnummer: 3037099

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Manche Romane öffnen sich nicht sofort, sondern fordern Geduld, Aufmerksamkeit und ein gewisses Innehalten. „Das Flüstern der Feigenbäume“ von Elif Shafak gehört zu jenen Büchern, die man nicht einfach so liest, sondern in die man langsam hineingleitet und aus denen man am Ende verändert wieder auftaucht.Der Roman entfaltet sich nicht in hastigen Wendungen, sondern in leisen Bewegungen, in Bildern, Erinnerungen und Zwischentönen und genau darin liegt seine große Stärke. Besonders eindrucksvoll ist die Entscheidung, einen Feigenbaum zur Erzählinstanz zu machen. Was zunächst beinahe märchenhaft anmutet, erweist sich rasch als kluger Kunstgriff. Der Baum wird zum Gedächtnis der Insel, zum stillen Zeugen von Liebe, Gewalt, Trennung und Überleben. Seine Stimme ist ruhig, alt, getragen von einer Weisheit, die nicht urteilt, sondern erinnert. Ich habe diese Perspektive als überraschend berührend empfunden, gerade weil sie den menschlichen Blick relativiert und erweitert. Die Liebesgeschichte zwischen Defne und Kostas entfaltet sich zart und schmerzhaft zugleich. Zwei junge Menschen, deren Nähe von Beginn an unter einem politischen Schatten steht, der sich nicht vertreiben lässt. Die Autorin schildert diese Liebe nicht pathetisch, sondern tastend, mit großer Zurückhaltung und genau dadurch wird sie so glaubwürdig. Man spürt früh, dass diese Beziehung weniger auf Erfüllung als auf Verlust zusteuert. Sehr gelungen ist auch die Verbindung der historischen Ebene mit der Gegenwart. Die Traumata der Elterngeneration wirken in Ada fort, der Tochter, die mit einer namenlosen Unruhe, mit Wut und Orientierungslosigkeit lebt. Ihre Suche nach Herkunft ist keine nostalgische, sondern eine existenzielle. Elif Shafaks Sprache ist von großer Sinnlichkeit. Zypern wird nicht nur beschrieben, sondern erfahrbar gemacht: Hitze, Staub, Pflanzen, Gerüche, das Licht über der Insel. Gleichzeitig bleibt der Ton ruhig, beinahe nüchtern, wenn es um Gewalt, Bürgerkrieg und Verlust geht. Das bewahrt den Roman vor Sentimentalität und verleiht ihm Würde. Kritisch sehe ich allerdings jenen Teil des Romans, in dem das Erzählen des Feigenbaums stark auf das große Miteinander aller Lebewesen ausgeweitet wird. Die Idee, Mensch, Tier und Pflanze in eine gemeinsame ethische Perspektive zu stellen, ist an sich überzeugend. In der Ausführung jedoch wirkte dieser Aspekt auf mich stellenweise zu programmatisch, zu deutlich formuliert. Wo Elif Shafak sonst mit Bildern, Andeutungen und poetischer Zurückhaltung arbeitet, wird hier der moralische Anspruch sehr explizit. Der Feigenbaum spricht dann weniger als literarische Figur, sondern beinahe wie ein Sprachrohr einer Haltung. Für meinen Geschmack verliert der Roman an diesen Stellen etwas von seiner ästhetischen Offenheit und gewinnt zu sehr den Charakter einer Botschaft. Gerade weil der Rest des Buches so feinfühlig und vielschichtig erzählt ist, fiel mir dieser Tonwechsel umso stärker auf. Ich hätte mir hier mehr Vertrauen in die Wirkung der Bilder und weniger Erklärung gewünscht. Dennoch überwiegt für mich deutlich der Eindruck eines großen, klugen und bewegenden Romans. „Das Flüstern der Feigenbäume“ ist ein Buch über Liebe und Verlust, über Erinnerung und Weiterleben, über die Art, wie Geschichte sich in Körpern und Familien einschreibt. Es ist leise, poetisch, manchmal schmerzhaft und gerade deshalb von großer Eindringlichkeit.

Geschichte Zyperns im Spiegel einer Familie

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 05.02.2026
Bewertungsnummer: 3037099
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Manche Romane öffnen sich nicht sofort, sondern fordern Geduld, Aufmerksamkeit und ein gewisses Innehalten. „Das Flüstern der Feigenbäume“ von Elif Shafak gehört zu jenen Büchern, die man nicht einfach so liest, sondern in die man langsam hineingleitet und aus denen man am Ende verändert wieder auftaucht.Der Roman entfaltet sich nicht in hastigen Wendungen, sondern in leisen Bewegungen, in Bildern, Erinnerungen und Zwischentönen und genau darin liegt seine große Stärke. Besonders eindrucksvoll ist die Entscheidung, einen Feigenbaum zur Erzählinstanz zu machen. Was zunächst beinahe märchenhaft anmutet, erweist sich rasch als kluger Kunstgriff. Der Baum wird zum Gedächtnis der Insel, zum stillen Zeugen von Liebe, Gewalt, Trennung und Überleben. Seine Stimme ist ruhig, alt, getragen von einer Weisheit, die nicht urteilt, sondern erinnert. Ich habe diese Perspektive als überraschend berührend empfunden, gerade weil sie den menschlichen Blick relativiert und erweitert. Die Liebesgeschichte zwischen Defne und Kostas entfaltet sich zart und schmerzhaft zugleich. Zwei junge Menschen, deren Nähe von Beginn an unter einem politischen Schatten steht, der sich nicht vertreiben lässt. Die Autorin schildert diese Liebe nicht pathetisch, sondern tastend, mit großer Zurückhaltung und genau dadurch wird sie so glaubwürdig. Man spürt früh, dass diese Beziehung weniger auf Erfüllung als auf Verlust zusteuert. Sehr gelungen ist auch die Verbindung der historischen Ebene mit der Gegenwart. Die Traumata der Elterngeneration wirken in Ada fort, der Tochter, die mit einer namenlosen Unruhe, mit Wut und Orientierungslosigkeit lebt. Ihre Suche nach Herkunft ist keine nostalgische, sondern eine existenzielle. Elif Shafaks Sprache ist von großer Sinnlichkeit. Zypern wird nicht nur beschrieben, sondern erfahrbar gemacht: Hitze, Staub, Pflanzen, Gerüche, das Licht über der Insel. Gleichzeitig bleibt der Ton ruhig, beinahe nüchtern, wenn es um Gewalt, Bürgerkrieg und Verlust geht. Das bewahrt den Roman vor Sentimentalität und verleiht ihm Würde. Kritisch sehe ich allerdings jenen Teil des Romans, in dem das Erzählen des Feigenbaums stark auf das große Miteinander aller Lebewesen ausgeweitet wird. Die Idee, Mensch, Tier und Pflanze in eine gemeinsame ethische Perspektive zu stellen, ist an sich überzeugend. In der Ausführung jedoch wirkte dieser Aspekt auf mich stellenweise zu programmatisch, zu deutlich formuliert. Wo Elif Shafak sonst mit Bildern, Andeutungen und poetischer Zurückhaltung arbeitet, wird hier der moralische Anspruch sehr explizit. Der Feigenbaum spricht dann weniger als literarische Figur, sondern beinahe wie ein Sprachrohr einer Haltung. Für meinen Geschmack verliert der Roman an diesen Stellen etwas von seiner ästhetischen Offenheit und gewinnt zu sehr den Charakter einer Botschaft. Gerade weil der Rest des Buches so feinfühlig und vielschichtig erzählt ist, fiel mir dieser Tonwechsel umso stärker auf. Ich hätte mir hier mehr Vertrauen in die Wirkung der Bilder und weniger Erklärung gewünscht. Dennoch überwiegt für mich deutlich der Eindruck eines großen, klugen und bewegenden Romans. „Das Flüstern der Feigenbäume“ ist ein Buch über Liebe und Verlust, über Erinnerung und Weiterleben, über die Art, wie Geschichte sich in Körpern und Familien einschreibt. Es ist leise, poetisch, manchmal schmerzhaft und gerade deshalb von großer Eindringlichkeit.

Wunderbar

Bewertung am 16.03.2025

Bewertungsnummer: 2440652

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nach "Die 40 Geheimnisse der Liebe" das zweite Buch von Elif Shafak, das ich lese. Einfühlsam, liebevoll, geschichtlich sehr interessant. Ein wunderschönes Buch ❤️, das Appetit auf mehr von Elif Shafak macht.

Wunderbar

Bewertung am 16.03.2025
Bewertungsnummer: 2440652
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nach "Die 40 Geheimnisse der Liebe" das zweite Buch von Elif Shafak, das ich lese. Einfühlsam, liebevoll, geschichtlich sehr interessant. Ein wunderschönes Buch ❤️, das Appetit auf mehr von Elif Shafak macht.

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Das Flüstern der Feigenbäume

von Elif Shafak

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